Kein Gerät vergeigt, Ligaverbleib perfekt

Turnen: Geislingen bleibt in der Verbandsliga

Ludwigsburg, 11.05.2011 von Reinhard Linder

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Trotz der Roten Laterne beim Ligafinale in Ludwigsburg bleiben die Turner des TSV Geislingen in der Verbandsliga. Der Klassenerhalt ist seit Jahren der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Mit einem Sieg und einem Remis in der Vorrunde hatte die Mannschaft von Coach Oliver Reck den Grundstein dafür gelegt, dass sie nicht wieder in die Landesliga absteigen muss. Zwar schrumpfte der Vorsprung auf die KTV Hohenlohe 2 beim gemeinsamen Rückrundenwettkampf aller sieben Teams bedenklich zusammen, am Ende hat es aber gereicht. „Wir haben kein Gerät vergeigt, in Bestbesetzung wäre wahr-scheinlich mehr drin gewesen“, resümierte der stellvertretende Ab- teilungsvorsitzende Michael Brobeil, der als Kampfrichter beim Sprung im Einsatz war.

Zwei Tage vor dem Ligafinale zog sich Youngster Lukas Heicks im Schulsport eine schwere Knieverletzung zu, die einen Einsatz undenkbar machte. Dabei war der Boden- und Sprungspezialist für fünf Geräte vorgesehen. „Sein Ausfall dürfte uns gut sechs Punkte gekostet haben“, rechnet Brobeil hoch, „mit ihm hätten wir die WKG Spaichingen/Göllsdorf wohl hinter uns gelassen.“

Mit dem Lokalrivalen teilten sich die Geislinger eine Gruppe, beide begannen den Wettkampf am Reck. Zwar kamen die TSV-Athleten Andreas Brobeil, Martin Baermann, Christoph Stiller und Stefan Eha am Königsgerät ohne große Patzer durch, kleinere Fehler summierten sich aber zu relativ hohen Abzügen. „Da wurde sehr streng gewertet“, hatte Michael Brobeil seine Kampfrichterkollegen genaustens beobachtet.

Am Boden überzeugten Brobeil, Stiller und Steffen Knaisch, trotzdem gab es für die Geislinger wegen eines Zehntels auch an diesem Gerät keine Punkte. Ebenso wenig wie am Pauschenpferd, das deutlich verloren ging, obwohl Eha eine super Übung mit 11,9 Punkten turnte.

Erst an den Ringen gab es Zählbares zu vermelden. Eha und Stiller turnten solide, Baermann exakt und Steffen Lang packte die drei C-Teile, Kippe in den Kreuzhang, Stemme in den Kreuzhang und Hochdrücken in den Stütz, in seine Übung und ging mit 12,15 Punkten von der Matte.

Am Sprung konnte Knaisch nicht die Richtung halten, seine Mitstreiter Brobeil und Stiller brachten ihre Tsukaharas hingegen sicher in den Stand. Und auch Eha glückte die Landung seines Überschlags mit Vorwärtssalto. Nur um fünf Zehntel schrammten die Geis- linger am Sprungtisch an den Punkten vorbei.

Vor dem abschließenden Barren stand plötzlich der Klassener- halt auf der Kippe. Hohenlohe hatte sich an Kirchheim 2 vorbei auf Platz vier geschoben, bei Punktgleichstand würde die größere Anzahl gewonnener Geräte zugunsten der Mannschaften aus Öhringen und Künzelsau entscheiden. Aber die Kirchheimer ließen am Sprung nichts anbrennen und sorgten für ein Ende des Nervenflatterns der TSV-Athleten, die an den Holmen überzeugten.

„Wir haben insgesamt gut geturnt“, war Michael Brobeil von der Teamleistung angetan: „Der Klassenerhalt motiviert uns für die nächste Runde.“ Die Riege bleibe zusammen und werde nicht durch studienbedingte Auslandsaufenthalte in der Vorbereitung geschwächt. Zudem gebe es bei einigen Athleten noch Luft nach oben: „Ich gehe davon aus, dass wir im nächsten Jahr etwas zulegen können.

Hallo Geislinger Turner

Prima weiter so, hoffentlich bleibt Ihr zusammen

Willy Schreiber am 14.05.2011 02:02:18
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