Startschuss für die Städtewette

OB Dr.Gneveckow wettet gegen Karlheinz Böhm – 15 117 Spenden-Euro sind das Ziel

Startschuss für die Städtewette

Albstadt-Ebingen, 02.05.2011 von Dagmar Stuhrmann

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Das Ziel lässt sich beziffern: Wenn mehr als 15 117 Euro zusammenkommen, hat OB Dr. Jürgen Gneveckow seine Wette gewonnen. In diesem Fall wird es einen äthiopischen Kulturevent in Albstadt geben.

Mit seiner legendären Wette in „Wetten, dass ..?“ legte Karlheinz Böhm 1981 den Grundstein für seine Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“, die seitdem Hilfe zur Selbstentwicklung in einem der ärmsten Länder der Erde leistet. Heute - 30 Jahre später - möchte „Menschen für Menschen“ mit einer Städtewette, die in Albstadt und 24 weiteren Städten läuft, an die Gründungsgeschichte der Organisation erinnern und zeigen, dass ein kleiner Beitrag Großes bewirken kann. In Albstadt wettet OB Dr. Jürgen Gneveckow gegen Karlheinz und Almaz Böhm, dass er es schafft, innerhalb von sechs Wochen jeden dritten Albstädter zu einer Spende von einem Euro zu bewegen.

Dass Albstadt in einer Reihe mit Berlin, Frankfurt, Kiel oder München zu den teilnehmenden Städten gehört, ist Axel Haasis zu verdanken. Der gebürtige Pfeffinger baute einst eine Albstädter Menschen-für-Menschen-Gruppe auf und ist seit 2003 Geschäftsführer der Stiftung. „Für mich war klar, dass wir in Albstadt anklopfen würden,“ sagt der 42-Jährige.

Heute erfolgt der Startschuss für die Städtewette. Albstadt hat – Stand 31. 12. 2010 – 45 350 Einwohner. Damit OB Dr. Gneveckow seine Wette gewinnt, müssen bis zum 9. Juni 15 117 Euro zusammenkommen. Wird dieses Ziel erreicht und die Wette gewonnen, wird „Menschen für Menschen“ einen äthiopischen Kulturevent in Albstadt ausrichten, bei dem der inzwischen 83-jährige Karlheinz Böhm zwar nicht anwesend sein wird, seine Frau Almaz wird aber nach Möglichkeit dabei sein. Verliert Albstadts OB die Wette, wird er einen Tag lang vor dem Rathaus Maultaschen verkaufen.

OB Dr. Gneveckow kalkuliert den Wettbewerbsgeist und die Kreativität der Albstädter mit ein und zeigt sich zuversichtlich, dass das Ziel erreicht werden kann, zumal er weiß, dass es bereits viele erfolgreiche von engagierten Menschen getragene Spendenprojekte in der Stadt gibt, wie beispielsweise für Bisoro, Kenia oder das Kinderheim „Jardin del Eden“. Spenden im Rahmen der Städtewette kann man auf verschiedenen Wegen, per Festnetz-Telefon, Handy-SMS oder Überweisung auf ein Spendenkonto. Der erste Zwischenstand wird übrigens erst am 15. Mai veröffentlicht. Ab diesem Tag wird dann täglich der aktuelle Spendenstand bekannt gegeben. OB Dr. Gneveckow setzt aber insbesondere auch auf die Vereine, Schulen und Unternehmen, die zum Teil bereits ihre Bereitschaft signalisiert haben, mit verschiedenen Aktionen – wie etwa Benefizkonzerte, Kuchenverkauf, Flohmärkte etc. – zum Gelingen der Städtewette beizutragen. „Wir werden alle Veranstaltungen, die in den nächsten Wochen anstehen, nutzen, um auf die Städtewette aufmerksam zu machen,“ sagt Dr. Gneveckow. Auch zwei sportliche Wettpaten hat er bereits gefunden: den Kunstradfahrer Dieter Maute und den Skifahrer Stefan Keppler.

Die Spenden kommen dem „Menschen für Menschen“-Bildungsprogramm ABC-2015 zugute, mit dessen Hilfe neue Schulen gebaut und die Alphabetisierungsrate in Äthiopien drastisch erhöht werden sollen. Denn Bildung ist der Schlüssel für Entwicklung. Über vier Millionen Menschen hat die Organisation mit ihren Maßnahmen in den Projektgebieten bereits eine bessere Zukunft ermöglicht.

Info

Der Weg zur 1-Euro-Spende ist vielfältig: Telefonspende über die Hotline 09001-30113074; SMS-Aktion: 81190, Kennwort „Wette Albstadt“; Spendenkonto 134110220 bei der Sparkasse Zollernalb.


Drei Fragen an Axel Haasis: Vom ehrenamtlichen Mitarbeiter zum Geschäftsführer

Sie stammen aus Albstadt und haben sich schon als Schüler am Gymnasium Ebingen für „Menschen für Menschen“ engagiert. Was sind heute Ihre Aufgaben bei der Stiftung?

Axel Haasis: Ich erinnere mich gut an unsere Aktion vor dem Ebinger Rathaus in den 80er Jahren. Damals lernte ich auch Karlheinz Böhm persönlich kennen, der mir später den Posten des Kommunikationschefs anbot. Seit 2003 bin ich Geschäftsführer für Deutschland bei „Menschen für Menschen“.

Die Stiftung setzt auf das Prinzip der „integrierten ländlichen Projekte“. Was heißt das?

Haasis: „Menschen für Menschen“ geht zusammen mit der äthiopischen Regierung eine Vielzahl von Maßnahmen an, etwa in Gesundheitswesen, Landwirtschaft, medizinischer Versorgung und Bildung, und verzahnt diese miteinander.

Hilfe zur Selbstentwicklung ist das Motto der Stiftung. Wie oft sind Sie selbst in Äthiopien?

Haasis: Seit zwanzig Jahren bin ich jeweils drei-, viermal pro Jahr dort. Was mich immer wieder fasziniert, ist die Energie, die von den Menschen ausgeht, besonders von den Kindern, die

das Potenzial des Landes sind.

Kein Geld für den OB

Ich kann es als Bürger der Stadt Albstadt nicht verstehen? Was bringt es uns, wenn wir irgendwo gaaanz klein genannt werden, besonders an der Seite von Städten wie Berlin oder München... Denkt dann echt jemand oh Albstadt das hört sich ja nett an da fahr ich mal hin? Nie im Leben! Warum dürfen so kleine Städte überhaupt mitmachen? Ja klar, weil sich nicht genug große gefunden haben, die unterstützen dann lieber die Strukturen vor Ort oder Projekte die schon in Ihrer Stadt laufen. Mit weltoffenheit hat das nichts zu tun herr Haasis, wir haben genug Projekte in Albstadt die schon Menschin in Albstadt und der Welt unterstützen. Ich hoffe der OB bekommt hier kein Geld und die Bürger der Stadt unterstützen Projekte die vor Ort schon laufen. Es gibt viele Menschen denen es in Albstadt auch schon schlecht geht, hier haben wir den Tafelladen den man unterstützen könnte oder Soziale Vereine, gerne auch Projekte wie die Bulgarienhilfe, das DRK, den VDK, den Verein Albstadt children school Mtwapa, oder auch das Tierheim... Viele Möglichkeiten Hilfe zu helfen die schon vorhanden sind, hier fehlt dem OB einfach das feingefühl.
Bürger aus Albstadt am 03.05.2011 10:34:36

Antwort auf Kein Geld für den OB

Lieber "Bürger Albstadts",
es gibt sicher viele Zwecke, die unterstützt werden können und die Hilfe benötigen. Egal ob vor Ort oder international. Da bin ich ganz bei Ihnen.
Der OB bekommt bestimmt kein Geld, denn das Geld aus dieser Aktion geht direkt in unsere Projekte in Äthiopien. Und es hat schon mit Weltoffenheit zu tun, wenn man auch andere soziale Engagements respektiert. Ich stehe jedenfalls mit meinem Namen dazu!
Axel Haasis am 03.05.2011 23:38:53

Wo bleiben unsere Verein?

Gneveckowhat hier wieder unter Beweris gestellt, das Ihm die Interessen von Albstadt egal sind.

Wie kann ein OB bei einem Projekt mitmachen das absolut keine Aussenwirkung erzeugen wird? Bringt dieses Projet Touristen in die Stadt??? Fördert dieses Projekt in irgend einer weise die Stadt? NEIN!!!

Einerseits werden die Zuschüsse für Vereine in Albstadt nach unten gesetzt, so dass die Vereine auf noch mehr Spenden angewiesen sind und dann macht der OB noch eine Aktion, bei der er den Vereinen Spenden streitig macht. Was hat sich der OB hier nur gedacht, vermutlich nichts! Ich und alle Vereine in Albstadt können nur hoffen, das sich hier kein Bürger und keine Firma beteiligt! Spendet das Geld lieber sinvoll an Vereine aus Albstadt!
Vereinsmitglied in Albstadt am 02.05.2011 12:41:07

Antwort auf Wo bleiben unsere Verein?

Mit der Teilnahme an der Städtewette 2011 wird Albstadt an der Seite von Berlin, München, Köln, Frankfurt mit prominenten Wettpaten wie Philipp Lahm, Frank Lehmann, Gentleman u.v.a. in den bundesweiten Medien präsent sein. Ich werde dafür kämpfen, dass meine Heimatstadt als Gewinner da stehen wird. Tun Sie es auch und zeigen dass Albstädter weltoffen sind!
Axel Haasis am 03.05.2011 00:43:16

Antwort auf Antwort auf Wo bleiben unsere Verein?

"Tun Sie es auch und zeigen dass Albstädter weltoffen sind!"

Herr Haasis, bei allem Respekt für Ihr Engagement, stellen Sie den Albstädter als ignoranten Eigenbrödler dar, der seine Weltoffenheit nur mit entsprechender Teilnahme an Ihrem Projekt beweisen kann.

Herr Gneveckow springt natürlich sofort auf diese pseudoweltmännische Aktion auf. Immer schön nach außen glänzen und da ist auch eine Erlaubnis für einen Äthiopienevent sofort erteilt.

Wollen motivierte Einheimische sog. Events organisieren, wird so lange der Kopf geschüttelt, bis das Haar in der Suppe gefunden wird.

Verehrter Herr Haasis, bitte bleiben Sie mit Ihrem Engagement stets am Ball, wo geholfen wird spielt keine Rolle, wichtig ist, dass geholfen wird, wo Hilfe notwendig ist.

Meinen Vorredner muss ich bedingt Recht geben. Erwartet man bei blanker Eigennützigkeit eine Aussenwirkung, denke ich, man kann diese getrost als unwesentlich unerwähnt lassen.

Wie ich erfahren habe, ist am 14.07. wohl ein Megaevent vor dem Rathaus mit der einzigartigen, unverwechselbaren, aus Rund- und Funk bekannten Band .... Haindling !

Na das ist ja mal was, da werden Künstler wie Silbermond, Jan Delay etc. ja richtig blass daneben.

Albstadt´s Führungsriege hatte diesbezüglich schon immer ein Händchen für solche Sachen. Und wenn Albstadt wieder von tausenden Radlern heimgesucht wird, spielt zur Musi auf, na wer ... Überraschung ... Just for fun ... wie immer...

Ups, jetzt bin ich doch etwas offtopic gerutscht.

Anyway Fazit: Dies Aktion braucht Albstadt nicht. Albstädter, seid dennoch stets hilfbereit und unterstützt die Armen und die Kranken und u.a. ist die Alphabetisierungsquote in Deutschland auch noch nicht viel besser wie noch vor vielen, vielen Jahren.

Man sollte sicherlich über den Tellerrand hinausschauen. Es empfiehlt sich jedoch dabei nicht auf ihm zu stehen!
Verwirrt am 03.05.2011 20:57:19
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