„In jedem von uns steckt ein Held“
Club Handicap richtet Ausscheidungs-Wettkämpfe „Special Olympics“ im Behinderten-Schwimmen aus
Albstadt-Ebingen, 18.04.2011
„Was für eine Rolle spielt es, wenn ein Mensch der sich vergnügt, eine Behinderung hat?“. Dieses Motto hat sich der Club Handicap Albstadt auf seine Fahnen geschrieben, bietet seit 30 Jahren beim Miteinander im Club Spaß, Aktivitäten und gemeinsame Freizeitgestaltung von Menschen mit einer Behinderung. Sie sollen die Möglichkeit haben, ihre Persönlichkeit freier zu entfalten und so einen Weg aus der oft bestehenden Isolation zu finden.
Es war schon ein beeindruckendes Bild am frühen Samstagmorgen beim Auftakt, wie fröhlich und freudig diese Mitmenschen sind. Unbeschwert und voller Erwartung kamen sie ins Ebinger Hallenbad zu den Ausscheidungswettkämpfen für die „Special-Olympics“. Vorsitzender Michael Ströbel vom ausrichtenden Club Handicap sprach von einer stimmungsvollen Atmosphäre als vier Teilnehmer mit einer Fackel und der Flagge mit dem Aufdruck „Special Olympics Deutschland“ vom Eingang aus entlang dem ruhigen Wasser auf die gegenüberliegende Seite zu den sichtlich beeindruckten Sportlern zogen.
Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow betonte in seiner Begrüßung, dass der Club Handicap immer wieder durch seine Leistungen im Behindertensport überzeuge. Die Mitglieder setzten sich seit drei Jahrzehnten für die Integration von Menschen mit Behinderungen ein. Da Albstadt auch heuer mit zahlreichen Sportveranstaltungen aufwarte, freue es ihn ganz besonders, dass Menschen mit Behinderungen davon nicht ausgeschlossen seien und mit ihren Ausscheidungskämpfen sogar den Sportreigen 2011 eröffnen.
„Wir sind seit dem Jahr 2009 Mitglied im deutschen Verband der Special Olympics“, erzählt Geschäftsführerin Petra Ströbel. Ziel für manchen Teilnehmer seien die nationalen Spiele 2012 in München. Der Club Handicap trainiere dafür jede Woche mit rund 25 Schwimmern in Hallenbad und badkap. Einer von ihnen ist Aron Gauggel aus Harthausen, welcher vor Beginn der ersten Vergleiche im Wasser die Botschaft an die Teilnehmer richtete: „Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, lass mich mutig mein Bestes geben“.
Nach dem Einspielen des offiziellen Olympics-Liedes „Let me win“ begannen die Wettbewerbe in verschiedenen Kategorien. Morgens waren die Vorläufe, am Nachmittag die Entscheidungen an der Reihe. Petra Ströbel erklärt, dass je nach Behinderung durchaus mit Schwimmhilfen geschwommen werden darf. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten auch Helfer des DLRG. Auf deren weißen Shirts war in grüner Farbe, stehend für die Hoffnung, der Slogan aufgedruckt: „In jedem von uns steckt ein Held“. Dieser prägte die gesamte Veranstaltung einer großen intakten Familie.
