Planung kann losgehen
Regierungspräsidium gibt grünes Licht für Bildungshaus
Balingen-Weilstetten, 07.04.2011 von Nils Horst
Ortsvorsteher Kurt Haigis zeigte sich sichtlich erleichtert. „Nun kann ich endlich aufatmen“, sagte er. Nach dem ganzen Frust der vergangenen Monate mit dem Wegfall der Hauptschule wird mit dem Plan des Bildungshauses unser Schulstandort wieder mit neuer Qualität gestärkt.
Pädagogisch wertvoll ist die neue Einrichtung dann auf alle Fälle. „Ich bin mir sicher, dass die Gemeinde sehr davon profitieren wird“. Dies bescheinigte ihm auch Susanne Pacher und ihr Kollege Eckehart Lauk vom Regierungspräsidium. Die Kinder lernen und spielen in altersgemischten Gruppen sowohl im Kindergarten als auch in der Schule. Bis das Haus jedoch verwirklicht werden kann, wird noch einiges an Zeit vergehen. Auch wenn die bisherige Kooperation mit dem Kindergarten vorbildlich ist, so sei die Verwirklichung eines Bildungshauses mit weit mehr als nur Kooperation verbunden. „Die Erzieherinnen wie auch die Lehrkräfte müssen sich dabei auf neue pädagogische Methoden einstellen“, betonte Lauk.
Der Besuch des Unterrichts, bei dem sich die Vertreter selbst ein Bild von der Arbeit der Lehrer machen konnten, hat sehr gut gezeigt, dass die Ansätze dafür vorhanden seien. „Man merkt es der Schule überhaupt nicht mehr an, dass die Hauptschule nicht mehr da ist“, sagte Pacher. Den Prozess des Verlustes habe die Schule schnell wett gemacht und neue Konzepte erarbeitet.
Auch das Feedback der Eltern sei durchweg positiv gewesen. „Das ist lange nicht selbstverständlich“, lobte Pacher. Balingens Bürgermeister Reinhold Schäfer war ebenso erfreut wie Weilstettens Ortsvorsteher Kurt Haigis. Durch die Zusage des Regierungspräsidiums könne man den Schwerpunkt der Grundschule weiter stärken. Das Angebot der Förderung bei Kindern mit Rechenschwäche sei ja bereist vorhanden. Gernot Schultheis, Leiter des staatlichen Schulamtes verwies auf die hohe Dichte an Bildungshäusern im Zollernalbkreis. „Momentan haben wir 16 Stück. Damit sind wir sehr gut aufgestellt“, teilt er mit. Solche Häuser funktionieren jedoch nur, wenn Schulamt, Schulträger und die Schulen gut zusammenarbeiten. Dies sei im Zollernalbkreis der Fall, bestätigte er.
Schulleiterin Edith Liebhäuser freute sich, dass ihre pädagogische Arbeit von den zuständigen Ämtern und den Eltern positiv bewertet wird.
Mit dem Bildungshaus können noch mehr Kompetenzen vermittelt werden, die den Kindern eine Teilhabe an einem effizienten und effektiven Lernprozess ermöglichen. Der Eintritt in die Grundschule, ist sie sich sicher, wird für viele dann leichter sein.
