Ein Mix aus Leistung und Glück

Sarah Witte erhält den Ferry-Porsche-Preis und gewinnt ein Stipendium im Ausland

Ein Mix aus Leistung und Glück

Winterlingen, 02.04.2011 von Bianka Roith

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Es war ein Mix aus Leistung und Glück, der Sarah Witte erst den Ferry-Porsche-Preis und dann ein Porsche-Stipendium im Ausland bescherte. Beides kann die 19-jährige Winterlingerin noch immer kaum fassen.

Den Preis, der zu Ehren von Ferry Porsche, dem Begründer der Porsche-Sportwagen, vergeben wird, bekam Sarah Witte als jahrgangsbeste Abiturientin im Jahr 2010 in den Fächern Mathe und Physik. Sie schnitt ab mit 14 Punkten in Physik, 14,5 Punkten in Mathe und einem Abiturdurchschnitt von 1,7. Die Verantwortlichen ihrer Schule, der Liebfrauenschule in Sigmaringen, schlugen sie daher für den Ferry-Porsche-Preis vor.

Also fuhr Sarah Witte mit ihrer Mutter nach Weissach. Dort wurde der Preis zum 10. Mal an insgesamt 241 jahrgangsbeste Abiturienten vergeben. Überreicht wurde der Preis, den die Porsche AG Stuttgart gemeinsam mit dem baden-württembergischen Kultusministerium auslobt, von Porsche Vorstandsvorsitzendem Matthias Müller. Außerdem wurden sechs Stipendien an jeweils drei Mädchen und drei Jungen ausgelost. Sarah hatte Glück und gewann auch ein Stipendium.

„Eigentlich habe ich ganz andere Ziele“, sagt Sarah Witte. Die 19-Jährige, die in Winterlingen die Grundschule besuchte und dann auf die Liebfrauenschule wechselte, möchte Lehrerin werden. Sie studiert bereits in Weingarten an der PH (Pädagogische Hochschule) auf Lehramt die Realschul-Fächer Musik, Physik und Mathe. „Ich war schon immer gut in Mathe, aber erst ab der zehnten Klasse interessierte ich mich richtig für Physik und Mathe“, erzählt sie. Sie denke auch oft mathematisch, rechne Wahrscheinlichkeiten aus, „und ich bin immer am Rumrechnen“, sagt sie und lacht dabei.

Bei Porsche stehen Sarah Witte jetzt alle Türen offen, doch sie möchte lieber in ihrer Heimat bleiben, bei ihrer Familie und bei den Freunden. Sarah Witte: „Porsche, das hieße Karriere und Ausland. Und ich mag das Stadtleben aber überhaupt nicht.“ Da sie sehr heimatverbunden ist, möchte die sympathische Winterlingerin einen anderen Weg einschlagen. „Meine Interessen für Naturwissenschaften und der soziale Aspekt lassen sich im Beruf als Lehrerin optimal vereinbaren“, ist sie sich sicher.

Und wenn Sarah Witte etwas anpackt, dann gelingt ihr das auch. Denn sie ist vielseitig interessiert, langweilig wird ihr eigentlich nie. Daher hat sie sich zum Beispiel Schlagzeug und Saxophon beigebracht und spielt es im Musikverein Winterlingen. Sie war auch jahrelang an der Jugendmusikschule Dotternhausen und lernte in der Zweigstelle Winterlingen Klavier.

Außerdem bringt sich Sarah Witte gerade das Gitarre-Spielen bei. Musik war immer eines ihrer großen Hobbys. Zudem ist sie in der Leichtathletik-Abteilung und Mitarbeiterin in der Kinderkirche der evangelischen Kirchengemeinde Winterlingen.

„Ich habe gar nicht damit gerechnet“, sagt sie zur neuesten Entwicklung in ihrem Leben, dem Preis und dem Stipendium. „Aber es ist eine Chance“. Wo genau sie ab September diesen Jahres ihr Stipendium machen wird und was ihre Aufgabe sein wird, weiß Sarah Witte noch nicht. Sie konnte nur bestimmen, wohin die Reise gehen soll. Ihre Wahl fiel auf Australien.

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