Alles Zerren und Sträuben hilft nichts

Obernheimer Hexenprozess: Für Unholda Moserin gibt es auch dieses Jahr keine Gnade

Obernheim, 07.03.2011

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Wieder einmal gab es keine Gnade für Unholda Moserin. Gestern fand wie jedes Jahr der Obernheimer Hexenprozess statt. Viele Zuschauer beobachteten das Spektakel.

Es half kein Wehklagen, kein Jammern und auch die Unterstützung ihrer Hexenfreundinnen nicht. Bevor jedoch das Gericht sein Urteil „Tod durch Verbrennen“ sprach, fand der traditionelle Umzug durch den Ort statt. Angeführt von einen großen Hexenschar, den Zunfträten, dem Hofstaat sowie dem Ritterpaar wurden den Zuschauern in insgesamt 45 Gruppen fantasiereiche Kostüme sowie zahlreiche Wagen mit witzigen Mottos präsentiert. Der Fanfarenzug Wehingen war auch in diesem Jahr wieder zur musikalischen Unterstützung gekommen. Ebenso für musikalische Unterhaltung sorgten der Obernheimer Musikverein „Lyra“ und die Musiker aus Zepfenhahn. Die Musikanten hatten sich bereits am Vormittag zur gemeinsamen Stärkung zum anschließendem Aufspielen im ganzen ort getroffen.

Schwer zu kämpfen hatten die Landsknechte in diesem Jahr mit der Unholda Moserin, die sich mit Händen und Füßen gegen eine Verurteilung wehrte und immer wieder nach ihren Hexenfreundinnen brüllte, die sich vor dem Rathaus versammelt hatten. Doch auch in diesem Jahr hatte die Unholda keine Gnade vom Gericht zu erwarten. Das Urteil – Tod durch Verbrennen – wurde umgehend vollstreckt, während die große Hexenschar um den Scheiterhaufen tanzte. Das närrische Treiben setzte sich anschließend im Ort und der Festhalle fort.

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