Maschenmuseum: Viel los mit wenig Geld
Programm mit Spenden und Freiwilligkeit
Albstadt-Tailfingen, 05.03.2011 von Holger Much
In Albstadt regiert der große Rotstift. Neben Galerie, Kulturamt oder natürlich Musik- und Kunstschule muss auch das Maschenmuseum nun mit weniger Geld auskommen. Dennoch stellt Museumsleiterin Susanne Goebel nun ein volles, neues Jahresprogramm vor.
„Bisher haben wir immer Halbjahresprogramme gedruckt“, erzählt Susanne Goebel. Nun hat man sich auf ein Ganzjahresprogramm geeinigt und spart so den Druck einer ganzen Broschüre. Zudem wurde das Museum im Kräuterkasten drucktechnisch ins Maschenmuseum mit einbezogen – noch eine Möglichkeit, kräftig zu sparen.
Weiter hilft der freiwillige Honorar-Verzicht von manchen Anbieterinnen von Workshops wie Heike Götz oder Heide Neubert, ein abwechslungsreiches Programm anzubieten. Auch dass die halbe Stelle von Maschenmuseums-Volontärin Johanna Joachim von der Albstädter Firma Alber Antriebstechnik mit mehreren tausend Euro gesponsert wird, trägt kräftig zur finanziellen Entlastung bei. „Über dieses Sponsoring sind wir sehr froh“, sagt Museumsleiterin Susanne Goebel und fügt an, dass man zudem auf weitere Nachahmer hofft. Die momentane Ausstellung kostet keine Leihgebühr und die Ausstellungen werden zudem deutlich länger gezeigt.
Neben der momentan gezeigten Sonderausstellung mit Bildern von Annemarie Knobel warten auf den interessierten Maschenmuseumsbesucher Kinderaktionen, Workshops, öffentliche Führungen, der „Internationale Museumstag“ am 15. Mai, eine Ausstellung über Mode der 70er- und 80er-Jahre, Film-abende, die Hutparty oder sogar ein Theaterstück mit „Ewelhimo“.
