Hübsch, blond, schlau

Straßberg, 04.03.2011

Hübsch, blond, schlau

Silke Schwenk zur Burggräfin vom Sherragau geschlagen

Auch ohne Karl-Theodor zu Guttenberg war gestern viel Prominenz in Straßberg. Zwar nur die lokale, dafür aber ganz schön geballt.

Alle wollten sie dabei sein beim Höhepunkt der Fasnet in „Spaßberg“, dem traditionellen Ritterschlag. Denn nach langer Zeit wurde mit Silke Schwenk, der Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Zollernalbkreis, wieder einmal eine Frau in den erlauchten Kreis der Ordensträger aufgenommen. Das feierliche Zeremoniell verfolgten Landrat Günther-Martin Pauli, MdB Thomas Bareiß und MdL Hans-Martin Haller.

Mit ihren Stimmungsliedern sorgte eine Abordnung des Musikvereins von Anfang an für eine Super-Stimmung in den historischen Gemäuern des Rathauses. Bürgermeister Manfred Bopp freute sich in seiner Begrüßung besonders darüber, dass nach zweijähriger Pause wieder ein Prinzenpaar das närrische Völkchen regiert.

„Schultes und Gemeinderat werden ihrer Ämter enthoben und zum Schotterteufel abgeschoben“, kündigte Burgvogt Oliver Frahm schon mal vorsorglich an. Die Laudatio hielt der erste Landesbeamte Matthias Frankenberg. Silke Schwenks Kalender sei voll bis an den Rand, berichtete er, „sie ist bei Events im ganzen Land, deshalb überall bekannt“. „An interessierten Männern mangelt es nicht“, plauderte der Legatus de Zolleren aus ihrem Privatleben. Und immer wieder endeten seine gut gereimten Verse mit der Feststellung: „Sie ist hübsch, blond und schlau“.

Dann war es soweit. Silke Schwenk musste niederknien und den Straßbergern ewige Treue schwören. Darüber hinaus forderten die Totalitäten sie auf, den ihr verliehenen Falkenorden im Büro aufzuhängen, jedes Jahr in der fünften Jahreszeit mit einem Bus voller Touristen nach Straßberg zu kommen, bei allen Events in der Gemeinde mitzuarbeiten und die Halle zu dekorieren. Außerdem war den Burgnarren wichtig, dass die neue Burggräfin dafür Sorge trägt, „dass Straßberg bei der Förderung der Wirtschaften nicht zu kurz kommt, und alle Wirte immer volle Gaststuben haben“.

Silke Schwenk bedankte sich für den Falkenorden, denn der vertreibe Kummer und Sorgen. Ihre Arbeit mache ihr Spaß, versicherte sie, und fügte hinzu: „Die WFG ist mein Schloss, nur Frauen sind in meinem Tross“.

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