Skunk Anansie: Die Bühne ist nicht genug

Skunk Anansie

Stuttgart, 24.02.2011 von Bernd Haase

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Wer beim Konstanzer "Rock am See" im vergangenen Jahr erlebt hat, wie Skin, die Frontfrau der britischen Crossover-Band Skunk Anansie, die große Bühne im Bodenseestadion mit ihrer Energie quasi aus den Angeln gehoben hat, dem musste Angst und Bange werden vor dem Konzert der Band im Stuttgarter LKA /Longhorn.

Ein enger Club, restlos ausverkauft, eine Bühne, die von der Fläche her vielleicht ein Viertel der großen Festivalbühne maß: Würde der Club der Energie dieser singenden Powerfrau  standhalten können? Um es kurz zu machen: er hat.

Wobei: Die Bühne war definitiv nicht genug für Skin. Sie warf sich ins Publikum, sie ließ sich auf den Händen ihrer Fans durch den Club tragen, nutzte die den Raum durchmessende Theke als Laufsteg für ihre wieder einmal entfesselte Darbietung. Mal wütend, mal euphorisiert, dann wieder ganz zahm oder nachdenklich lotete sie die Grenzen des Gefühlsspektrums aus.

Dazu Songs wie das wütende "Yes, it's fucking political", das hymnenhafte "Hedonism" oder die Ballade "You saved me",  getragen von drei Instrumentalisten, die einen Sound herbeizaubern wie manche Rock-Big-Band nicht: ein mitreißender Auftritt von noch größerer Intensität als der bei "Rock am See".

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