Spitzenreiter siegt am Ende deutlich
Basketball-Bezirksliga: TSG gewinnt 102:80
Balingen, 21.02.2011
Der Primus tat sich allerdings lange Zeit sehr schwer – und lag nach zwei Sindelfinger „Dreiern“ schnell mit 2:6 zurück. Erst in der Folgezeit wurde der Aufstiegsaspirant etwas besser, egalisierte zum 8:8 und ging nach dreieinhalb Minuten durch Routinier Monsef Dokni erstmals in Führung. Die baute die TSG auf fünf Punkte aus, entscheidend setzte sich Balingen allerdings nicht ab. Im Gegenteil: Die Gäste kämpften sich wieder auf 14:15 heran. Der VfL leistete sich in der Folgezeit jedoch zu viele Fehler im Abschluss und fiel mit 16:23 zurück. „Macht mehr Tempo“, forderte Sindelfingens Kommandogeber Milton West, der ein Duell auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer sah (27:21).
Den wenig komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprung baute Balingen im zweiten Viertel zunächst auf acht Zähler aus (31:23), doch der VfL hielt weiter konsequent dagegen. Der trat zwar nicht wirklich überzeugend auf, machte jedoch in dieser Phase einfach weniger Fehler. Die TSG-Protagonisten Jan von Berg und Nico Schröder reagierten und baten erstmals zur Extrabesprechung an die Seitenlinie. Ohne Erfolg: Der VfL verkürzte nach neun Minuten auf 30:35. Der agile Rocco Frisullo düpierte die Balinger Defensive mit einem feinen Korbleger. Nach 14 Minuten stellte Fabian Brombach den alten Abstand wieder her (38:32). „Phasenweise haben wir sehr gut gespielt“, analysierte Schröder, „aber durch viele leichte Ballverluste haben wir uns selbst in Bedrängnis gebracht.“ Die Fehlversuche sowie die technischen Fehler nutzte Sindelfingen, das die TSG mit seiner offensiven Verteidigung vor große Probleme stellte, gnadenlos aus. Erneut nahm das TSG-Trainerduo eine Auszeit – abermals ohne Erfolg. Der Tabellenfünfte verkürzte eine Minute vor der Pause auf 40:44. Beim Spielstand von 45:44 für den Spitzenreiter ging es schließlich in die Kabinen – und damit war der Meisterschaftsfavorit noch gut bedient.
Nach der Pause konservierte Balingen die knappe Führung (54:51/ 22.). Wie schon in den ersten zwei Vierteln nutzte die TSG jedoch ihre Chancen nicht – und leistete sich zudem die eine oder andere Unkonzentriertheit in der Defensive. Logische Konsequenz: Der VfL blieb weiter dran, zumal die Kreisstädter keine Mittel gegen die technisch versierten Aufbauspieler der Gäste fanden. Entscheidend kamen die Mercedesstädter allerdings nicht mehr heran. 71:61 führte die TSG 120 Sekunden vor Ende des dritten Viertels – und legte noch einmal nach: mit einem Dreier von Pavo Sejic (76:63).
Im Schlussviertel drängte Balingen auf die Entscheidung: Mit fünf schnellen Punkten zum 81:63. Jetzt klappte es auch in der Defensive, und nach zwei erfolgreichen Rebounds baute die TSG den Vorsprung auf komfortable 22 Zähler aus (87:65/34.). Noch einmal versuchte der VfL-Trainer seine Truppe in einer Auszeit neu einzustellen. Ohne Erfolg: Zunächst betrieb Sindelfingen zwar noch Ergebniskosmetik, ehe die TSG in den Schlussminuten deutlich auf 102:80 davonzog. „Es war ein Pflichtsieg – ein Erfolg der gesamten Mannschaft“, meinte Brombach, „jeder hat seinen Teil zum Sieg beigetragen.
