Ein unrühmliches Ende

Vor 125 Jahren: Fastnachtsspiel endet vor Gericht

Obernheim, 16.02.2011 von Volker Schweizer

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Für die Hexenzunft Obernheim ist der Bericht über eine Gerichtsverhandlung vor 125 Jahren ein wichtiges Zeitdokument. Die Veröffentlichung vom 9. September 1886 führt den ersten schriftlichen Nachweis über die Fasnet in der Heuberggemeinde.

Am Fasnetmontag, 8. März 1886, fand in Obernheim im Gasthaus „Lamm“ ein Fastnachtspiel statt, dessen Ende in einem handfesten Streit zwischen den Beteiligten endete. Es folgte eine Gerichtsverhandlung in Rottweil. Dabei wurden die Streithähne, die auch körperliche Blessuren erlitten hatten, zu mehrwöchigen Strafen verurteilt.

Für die Annalen der Hexenzunft Obernheim liefert diese Berichterstattung im Heuberger Boten einen gesicherten Nachweis über die Fasnet in Obernheim, betont Hans-Peter Wittmer, der im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Bekannt ist aus anderen Quellen, dass neben den Fastnachtspielen, teilweise auch in Form von Theateraufführungen, auch eine Straßenfasnet abgehalten wurde. Damals war der Haupttag während der närrischen Tage der Fasnetmontag. Über den Ablauf der närrischen Aktivitäten vor 1900 gibt es nur wenige schriftliche Aufzeichnungen.

Längst ist die historische Hexenfasnet mit ihrer jetzigen Ausprägung zu einem Synonym in der näheren und weiteren Umgebung geworden. Seit Jahrzehnten gibt es sie nahezu unverändert und zieht alljährlich die Zuschauer in Scharen an.

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