Grippe erreicht Kreis

Landratsamt empfiehlt Impfung und gibt Tipps zur Vorsorge

Zollernalbkreis, 10.02.2011 von Hannes Mohr

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Die Grippewelle hat mittlerweile die Zollernalb erreicht. Vermehrt tauchen Fälle der neuen Influenza auf. Das Gesundheitsamt des Landkreises rät zur Impfung und gibt Tipps rund um die Erkrankung.

Mittlerweile habe die saisonale Grippe Hochkonjunktur, warnt das Landratsamt. Die berühmten Schweinegrippeviren haben sich mittlerweile in den jährlichen Zyklus der Grippewelle eingegliedert (wir berichteten). Doch was kann man tun, um sich vor der Virenerkrankung zu schützen. Das Gesundheitsamt des Kreises empfiehlt gleich mehrere Maßnahmen.

Eine alte Grundregel gilt weiterhin wie bisher: Hände waschen. Gerade dann, wenn man viel Kontakt mit Menschen hat, aber auch nach dem Besuch einer Toilette. Zudem sollte man es vermeiden, die Hände ins Gesicht zu führen. Sitzt man viel in einem Raum mit anderen Personen, kann regelmäßiges Stoßlüften die potenzielle Anzahl an Viren in der Luft verringern. Den Kontakt mit bereits erkrankten Personen sollte man partout vermeiden.

Und wenn man doch erkrankt? In jedem Fall sollte man bei einer möglichen Grippe seinen Arzt informieren. Es empfiehlt sich zuerst telefonisch Kontakt aufzunehmen, bevor man mit den Viren im Gepäck in die Praxis spaziert. Ein Arzt kann dann über die Art der Behandlung entscheiden. Weiter gilt im eigenen Verhalten darauf zu achten, einige Regeln einzuhalten, wie zum Beispiel das hygienische Husten in ein Taschentuch oder zur Not in den Ärmel – jedoch nicht in die Hand. Beim Husten oder Niesen sollte man reichlich Abstand zu anderen Personen halten.

Insbesonders direkte Körperkontakte sollte man unterlassen. Am besten, man bleibt daheim und kuriert die Grippe vollständig aus. Bettruhe und der Verzicht auf körperlich anstrengende Tätigkeiten sind für eine schnelle Genesung unerlässlich. Sollte man den Kontakt mit anderen Menschen nicht vermeiden können, empfiehlt es sich, einen Mundschutz zu tragen.

Ob man tatsächlich erkrankt ist erkennt man unter anderem an Symptomen, wie hohes Fieber über 38 Grad Celsius, Husten, Krankheitsgefühl, Muskel-, Hals- und Kopfschmerzen sowie Übelkeit und/oder Durchfall.

Dr. Friedrich Piontek vom Gesundheitsamt des Kreises empfiehlt dringlichst eine jährliche Grippeimpfung. Sie sei die wirksamste Methode, um eine Erkrankung zu verhindern. Besonders ältere Menschen ab 60 Jahren, immunschwache Personen und medizinisches Personal sollten sich impfen lassen. Grundsätzlich gilt aber im Kreis eine uneingeschränkte Impfempfehlung für jedermann. Kinder könnten bereits ab einem Alter von sechs Monaten geimpft werden. Kleinkinder und Jugendliche waren bisher am meisten von der Grippe betroffen.

„Eine Impfung sollte stets mit einem Arzt des Vertrauens vorberaten und durchgeführt werden“, mahnt Piontek. Er kenne am besten die Krankheitsgeschichte des Patienten, wie Allergien oder chronische Erkrankungen. Danach kann dann der Arzt entscheiden, ob und mit was für einem Impfstoff geimpft werden kann. Ebenfalls zu berücksichtigen sei das soziale Umfeld. Hat man selbst viel Kontakt mit krankheitsanfälligen Menschen, ist die eigene Impfung auch Schutz für andere.

Was eigentlich der Unterschied zwischen der Grippe und einem grippalen Infekt ist, weiß Piontek auch: „Der grippale Infekt und die Grippe haben eine sehr ähnliche Symptomatik“, erläutert er. Der Unterschied sei, dass die Grippe nur durch bestimmte Virentypen ausgelöst werde, der grippale Infekt aber mehrere Ursachen haben kann. Ferner verlaufe der grippale Infekt langsamer und milder. „Die Grippe kann dagegen binnen weniger Stunden richtig reinbrettern“, verdeutlicht der Mediziner die Gefahr. Die Grippe könne obendrein um einiges schlimmer verlaufen und schwerere Auswirkungen, zum Beispiel auf die Lunge, haben.

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