Sanierung steht an erster Stelle

Gemeinderat in Weilen u.d.R. berät über den Haushalt für das laufende Jahr

Weilen u.d.R., 09.02.2011 von Siegfried Seeburger

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Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung standen die Beratung des Haushaltsplans 2011 und die entsprechende Haushaltssatzung.

Der Haushalt hat ein Volumen von über 1,4 Millionen Euro, wobei eine Million auf den Verwaltungshaushalt und rund 436 000 Euro auf den Vermögenshaushalt entfallen. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen. Die Hebsätze für die Grundsteuer bleiben unverändert und liegen für die Grundsteuer A bei 400 und für B bei 335 von Hundert; auch der Messbetrag für die Gewerbesteuer bleibt unverändert bei 340 Prozent. Der Gemeinderat hat die Haushaltssatzung einstimmig verabschiedet. Erstmals könne der Verwaltungshaushalt wieder eine Zuführungsrate von voraussichtlich 40 000 Euro erwirtschaften und dem Vermögenshaushalt zuführen, war den Erläuterungen von Bürgermeister Richard Ege zu entnehmen. Trotzdem muss die Gemeinde noch rund 130 000 Euro den Rücklagen entnehmen, um den Vermögenshaushalt auszugleichen.

Am Ende des Jahres 2011 wird Weilen unter den Rinnen noch rund 300 000 Euro auf der hohen Kante haben. Deutlich höher wie in den Vorjahren ist mit 170 000 Euro die Gewerbesteuer angesetzt, ebenso bringen die Schlüsselzuweisungen ein Mehr in die Gemeindekasse. Dagegen rechnet man mit einer Reduzierung der Umlagen im Finanzausgleich und bei der Kreisumlage gegenüber dem Vorjahr. Der Vermögenshaushalt ist von zwei Maßnahmen geprägt, der Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges und der Sanierung der Gemeindehalle. Die Verwirklichung wird sich daran orientieren, wie entsprechende Zuschüsse fließen. Die Beschaffung des Feuerwehrfahrzeugs ist bereits mit 45 000 Euro bezuschusst. Die Entscheidung über einen weiteren Antrag in Höhe von 60 000 Euro steht noch aus. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 175 000 Euro. Für die Sanierung der Gemeinde-Gymnastikhalle sind für den ersten Bauabschnitt 230 000 Euro erforderlich. Für diese Maßnahme hat die Gemeinde einen Zuschuss aus dem Ausgleichsstock in Höhe von

160 000 Euro beantragt. Das Vorhaben könnte sich wegen der Bewilligungspraxis allerdings um ein Jahr verschieben, erläuterte Bürgermeister Richard Ege. Bis zum Jahresende wird sich der Schuldenstand der 629 Einwohner zählenden Gemeinde auf rund 16 300 Euro verringern, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von rund 25 Euro. Der Gemeinderat befasste sich auch mit dem Wirtschaftsplan der Wasserversorgung. Bürgermeister Richard Ege sieht keine Notwendigkeit, den bisherigen „Wasserzins“ für die Einwohner zu erhöhen, nachdem der Eigenbetrieb „Wasserversorgung“ einen Jahresgewinn von 2 900 Euro abgeworfen hat.

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