Zollernalbkreis, 15.01.2011

An Impfstoff mangelt es nicht

Bislang keine gemeldeten Schweinegrippe-Erkrankungen im Zollernalbkreis

An Impfstoff mangelt es nicht
Medien berichteten kürzlich über neue Schweinegrippe-Tote in Deutschland. Vertraut man dem Landesgesundheitsamt, gibt’s keinen Grund zur Panik – weder im Kreis, noch im restlichen Bundesgebiet.

Schaut man sich aktuelle Tabellen und Berichte des Statistischen Bundesamtes oder der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert-Koch-Institutes (RKI) an, ist deutlich zu erkennen, dass Grippe nach wie vor eine große Rolle spielt. Wohl bemerkt: Zur Grippe zählt auch die Schweinegrippe.

Dennoch besteht ein Unterschied zwischen den beiden Erregern. Der im Volksmund Schweinegrippe genannte Influenza-Subtyp A(H1N1) hatte zwar in der Grippesaison 2009 / 2010 über die kalten Monate dank einer weltweiten Pandemie Hochkonjunktur – mittlerweile sollte man sich aber über die saisonale Grippe wieder mehr Sorgen machen. Eben auch deshalb, weil sich der Schweinegrippevirus laut der AGI in den saisonalen Rhythmus eingereiht hat und nun verstärkt auftritt.

Und trotzdem meldeten die Medien drei Schweinegrippetote in der aktuellen Saison 2010/2011. Doch laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes gibt es jährlich bundesweit insgesamt schon 7000 bis 13 000 Grippetote – Schweinegrippetote inklusive. Über diese große Zahl abseits der reinen Schweinegrippeerkrankungen wird seltener ein Wort verloren. Regierungsvizepräsident Dr. Christian Schneider aus Stuttgart meint in einer Pressemitteilung: „Die Virusgrippe wird häufig unterschätzt. Es handelt sich um eine ernst zu nehmende Krankheit.“

Auch im Kreis muss man sich über das reine Schweinegrippevirus weniger Sorgen machen, als über die saisonale Grippe. Laut aktuellen Berichten des Landesgesundheitsamts gab es in ganz Baden-Württemberg in der momentanen Grippesaison seit Oktober gerade mal 18 Fälle, im Zollernalbkreis sogar keinen einzigen gemeldeten Fall des Grippetyps A(H1N1).

Zwar gibt es deutschlandweit in den letzten Wochen einen Anstieg sowohl der saisonalen Grippe-, als auch der Schweinegrippefälle. Allerdings seien diese laut RKI auf die jährlich zu beobachtende Zunahme akuter Erkrankungen zwischen Weihnachten und Neujahr zurückzuführen. Also nichts, was von der Norm abweichen würde – keinerlei Grund zur Panik.

Wer sich vor dem Virus schützen will, sei es vor der klassischen oder vor der Schweinegrippe, dem bleibt der Weg zum Arzt wohl nicht erspart. Dort kann man sich dagegen impfen lassen. Den Vorteil erklärt Andreas Schenkel, Apotheker in der Friedrich Apotheke in Balingen: „Im aktuellen Impfstoff sind neben zwei anderen Komponenten auch eine Komponente mit dem Impfstoff gegen die Schweinegrippe enthalten. Einer extra Impfung bedarf es also nicht mehr.“

Auch seien die kritisierten Wirkverstärker, die in dem Pandemie-Impfstoff gegen die Schweinegrippe enthalten waren, nicht mehr beigemischt. Den Pandemie-Impfstoff der letzten Grippesaison kann man so oder so nicht mehr verwenden: „Meistens ist er bereits abgelaufen, aber auch, weil im Moment kein Pandemie-Status vorliegt“, erklärt Schenkel. Der Kühlschrank ihrer Apotheke sei zumindest noch gut mit aktuellen Impfstoffen gefüllt. „Das sind Notfallreserven, falls den Ärzten der Impfstoff ausgehen sollte“, meint er. Dann könnte die Apotheke schnellen Nachschub liefern. Aber aktuell sei der Impfstoff nicht knapp.

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