Ein weiteres Kapitel Endingen

Dieter Gaiser erweitert Ortschronik um Persönlichkeiten, Wirtshäuser, Feuerwehr

Balingen, 08.01.2011 von Klaus Irion

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Honoratioren aus zwei Jahrhunderten, die Geschichten der drei alten Dorfgasthäuser und vieles mehr. Mit Zahlen, Fakten und Bildern hat Dieter Gaiser seinem Endingen ein weiteres Denkmal gesetzt.

Dieter Gaiser liebt sein Endingen. Das hat der Heimatforscher in der Vergangenheit schon häufiger bewiesen. Eine Ortschronik, ein Endinger Wörterbuch, und nicht zu vergessen das örtliche Heimatmuseum, für das einst eigens der Endinger Bürgerverein gegründet worden war: all das hat Gaiser bereits vollbracht. Doch ruhen lässt ihn seine Heimatgemeinde deswegen noch lange nicht.

„Zehn Dokumentationen zur Endinger Vergangenheit und Gegenwart“ heißt das neueste Werk aus seiner Feder. „Es ist eine Erweiterung meiner früheren, geschichtlichen Arbeiten dabei herausgekommen.“ Als Quellen standen Gaiser unter anderem alte Kirchenbücher und Gemeinderatsprotokolle zur Verfügung. „Einmal war ich aber auch in Sigmaringer Staatsarchiv zugange.“

Erstmals zieht es den Endinger durch und durch aus seiner Heimatgemeinde hinaus. Nur um dann wieder in Endingen zu landen. Nämlich in Endingen am Kaiserstuhl, in Endingen in der Schweiz und in Endingen in Vorpommern. In einer kurzen Zusammenfassung erfährt der Leser mehr über die drei „Namensvetter“ im deutschsprachigen Raum.

Doch zurück ins Balinger Endingen. Dort nehmen auch Personen in Gaisers Abhandlung eine zentrale Rolle ein. So listet er minutiös alle hiesigen Endinger Gemeindevorsteher, später Schultheißen, Bürgermeister und Ortsvorsteher auf . Dazu kommen sämtliche kommunalpolitischen Gemeindevertreter der vergangenen rund 200 Jahre, aber auch die Endinger, die im Ort eine herausragende Position eingenommen haben.

Weitere Kapitel des 249 Seiten dicken Werks sind den alten Endinger Wirtschaften „Zum Ochsen“, „Zur Krone“ und „Zum Adler“, der von 1885 bis 1930 bestehenden Pflichtfeuerwehr, der Dorfarbeitswelt, den Soldaten und Kriegsopfern beider Weltkriege sowie allen „wichtigen Geschehnissen und Veranstaltungen im Dorf seit 1993“ gewidmet.

Gaiser hat seine Dokumentationen, die unter anderem auch aus gemeindeeigenen Mitteln mitfinanziert wurde, im Selbstverlag in kleiner Auflage herausgegeben. Wer Interesse daran hat, sollte sich mit dem Autor selbst in Verbindung setzen.

Wie aber geht es nun mit Gaisers heimatkundlicher Forschung weiter. „Ich habe immer mehrere Projekte gleichzeitig am Laufen.“ Am weitesten fortgeschritten sei die Familienchronik eines inzwischen ausgestorbenen Endinger Geschlechts. Mehr möchte er bisher noch nicht verraten. Und dann ist da ja auch noch das Heimatmuseum. „Wir haben inzwischen um die 2000 Exponate“, betont der Vorsitzende des Endinger Bürgervereins. Natürlich seien die nicht alle gleichzeitig ausstellbar. „Dafür aber gilt es, sie zu sichten und katalogisieren.“ Eines ist sicher, die Arbeit geht dem Mitglied der Heimatkundlichen Vereinigung nicht so schnell aus.

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