Glatteisfalle Kreisel
Besonders heimtückische und rutschige Angelegenheit
Albstadt-Ebingen, 30.12.2010 von Holger Much
Vom „Schneefegen“ spricht man im Frankfurter Raum. Dass bei uns auf der Alb mit Fegen nicht viel geholfen ist, weiß jeder, der hier einen richtigen Winter erlebte. Und jeder weiß auch, wie er bei Schnee, Matsch und Eis mit seinem – mit guten Winterreifen versehenen – Auto zurande kommt: Vorsichtig und, wie es ein Beamter des Polizeireviers formuliert, „den Witterungsverhältnissen angepasst“ fahren.
All dies half an einigen Tagen denen jedoch gar nichts, die auf ihrem Weg durch die Stadt den ein- oder anderen Kreisverkehr passieren mussten. Da verwandelte sich die Straße vor allem im Bereich der Einfahrten zu den Kreiseln in dermaßen blank gewienerte Deluxe-Eisbahnen, dass auch bei noch so gedrosseltem Tempo ein Manövrieren von einem Meter auf den anderen plötzlich absolut unmöglich wurde.
Von allen Lenk- oder Bremsbemühungen völlig unbeeindruckt setzen die Autos unvermindert ihren von einer Fahrt zum Gleitflug mutierten Weg auf die drohende Kreiselinsel zu. Und während die meisten dann doch mit mehr Glück als Geschick das Hindernis umschifften, endete manche Fahrt eben doch nicht ganz so sanft.
Vermutlich durch das vor den Kreiseleinfahrten öfters nötige Abbremsen und wieder Anfahren scheinen bei manchen Kreisverkehren gerade diese Straßenabschnitte durch unzählige Reifen den letzten, gefährlichen Feinschliff zu bekommen, der nötig ist, um sie in heimtückische Glatteisfallen zu verwandeln.
„Wir sind uns dieses Problems bewusst“ erklärt Wilma Grzywna, stellvertretende Betriebsamtsleiterin. Wie sie von den Einsatzleitern der Räum- und Streufahrzeuge erfahren habe, seien beispielsweise der „Rebi-Kreisel“ zwischen Ebingen und Truchtelfingen, sowie einige andere Kreisel als besonders glatteisgefährlich bekannt. Hier werde nun beim Winterdienst rund um diese Kreisverkehre ganz besonders gestreut, um die Situation zu entschärfen.
