Mittwoch, 6. März 2013 von Sabine Weidle

Ein Geschenk des Himmels

Unser letzter Tag war ein Geschenk des Himmels. Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten wir heute Breckenridge. Für unsere Freerider gab es hier mit Bernd zusammen wieder Strecken im unwegsamen Gelände, steile Hänge und Adrenalin-Shots pur. Die ‘”schöne” Gruppe genoss derweil die wunderbaren Abfahrten mit butterweichem Schnee und wieder mal oft menschenleeren Pisten.

Hier werden die Gipfel durchnummeriert. Einer der höchsten ist Peak 7, er erhebt sich fast 4000 Meter hoch und bis kurz vor dem höchsten Punkt kann man liften. Laut Schild ist er der höchste Lift in Nordamerika. Doch dann ging es noch weiter… Die Skier auf die Schulter und den Berg hoch. Höchste Anstrengung bei der dünnen Luft und manchmal tiefem Schnee. Aber es hat sich gelohnt! Ein Wahnsinns-Blick! Und dann die Abfahrt - einer aus der Gastgruppe, die heute mit uns mitfährt, fragt  ungläubig “da soll ich runter?” Aber wir sind ja inzwischen “alte Hasen” und machen die Abfahrt mit Genuss. Peters Mädels-Truppe - wir sind stolz!

Beim Abschiedsessen am Abend in der Dillon Brewery sind alle einig, dass wir gemeinsam eine unvergessliche Woche erlebt haben. Eine tolle Truppe! Danke, dass Ihr mit unserem ZAK unterwegs wart. Und wenn es nach mir geht - gerne wieder!

Dienstag, 5. März 2013

Puttin' on the Ritz

Beaver Creek, der Nobel-Skiort mit Rolltreppen und Ferienhäusern im zweistelligen Millionenbereich (Stichwort Brangelina und dergleichen) stand heute auf unserem Programm. Die Rolltreppen bekam natürlich nur die Damengruppe zu sehen. Die Freerider waren im Gelände unterwegs - zwischen Bäumen, an steilsten Abhängen und engsten Passagen. Cool wars, sagen sie, auch wenn uns das Wetter heut einiges an Aufgaben gestellt hat. Erst dachten wir, es schneit. Dann schien die Sonne und dann hats wieder geschneit; und zwar so, dass man nichts gesehen hat. Zum Schluß hatten wir wieder wunderbare Sicht und Schnee wie aus Federn. Traumhaft! Ein weiterer wunderbarer Tag!

Unser Abschluss heute: Teatime im Ritz Carlton. Da kommt nicht jeder hin. Wir allerdings wurden empfangen mit Häppchen (sehr lecker!) und Getränken. Und einer Führung. Wir sahen wunderbare Zimmer und Suiten und einen SPA-Bereich, der meine mitreisenden Damen zu der Aussage verleitete: Da kommt man ja gar nicht zum Skifahren, kein Wunder sind die Pisten so leer…

Tja: If you’re blue and you don’t know where to go to, why don't you go where Fashion sits - puttin’ on the Ritz!

Montag, 4. März 2013 von Sabine Weidle

Smile - you're in Aspen

Der Spruch an der Bergstation machte neugierig auf einen der berühmtesten und nobelsten Wintersportorte. Aber Aspen war ok. Der Schnee war heute nicht besser als in den Alpen - auch nicht schlechter. Die Pisten allerdings sind leer, ganz im Gegensatz zu den Alpen. Leer und weit, ein Genuss! Das Skigebiet war auch ok .

Und dann gibt es da die Shrines. Geschmückte und versteckte Orte der Erinnerung an berühmte Menschen. Der erste war - laut Internetrecherche - für Elvis, den ein unbekannter Skifahrer kurz nach dem Ableben des King durch das Befestigen eines “Elvis-Presley-Boulevard”-Schildes schuf. Der Shrine wuchs und viele weitere entstanden. Zum Beispiel für Marylin Monroe, die Beatles und natürlich John Denver. Wir haben den Shrine von Jerry Garcia, dem Gründer der Gruppe “Grateful Dead” besucht. Und ich habe die Glocke vom Ast geholt, die jeder Besucher vor dem Verlassen des Shrines berühren muss…Oh, oh!

Aspen selbst ist relativ unspektakulär, dafür gibt es teure und sehr teure Nobelgeschäfte und auch Leute, die Klamotten tragen, die weit über meiner Preisvorstellung liegen. Und das sieht man ihnen an. Sonst gab es eigentlich wenig zu gucken. Bis auf ein paar Partypeople in der Hotelbar, in der wir noch ein Bierchen getrunken haben.

Nicht so “WOW“ wie erwartet - aber: Smile, you’re in Aspen!

Sonntag, 3. März 2013 von Sabine Weidle

Show Time und ich

Tiefschnee pur gab es heute beim Cat-Skiing. Und Abfahrten nur für uns allein -  aus ungeahnten Höhen. Doch zu Beginn erst mal wieder Skier anpassen. Dicke, fette Rocker, die uns besser durch den tiefen Schnee tragen sollten. Und dass jeder seine Skier wiedererkennt, haben sie Namen. "Walk this line", "Monkey Moves", "Sky High" und dergleichen. Meine hießen "Show Time".

Was soll ich sagen, Show Time und ich waren nicht wirklich ein Paar. Was nicht an ihm lag - beileibe nicht! Er hat sein Bestes gegeben, aber meine Kräfte waren vom gestrigen Tag noch zu sehr mitgenommen, der Schnee halt leider nicht mehr so champagne-powdrig wie gestern und die Höhenluft und überhaupt. Na ja...

Dafür hats den anderen super gefallen. Abfahrten aus Höhen bis zu 4000 Metern und am Ende der Abfahrt stand wieder der persönliche Lift, der uns zurück in die Höhe brachte. Dazu atemberaubende Aussichten auf die Rocky Mountains und ein uriges Mittagessen in einer Jurte mitten im Niemandsland. Diese Jurte hatte eine Terrasse auf der drei von uns zwei sonnige Nachmittags-Stunden verbrachten. Eine davon war ich...

Samstag, 2. März 2013 von Sabine Weidle

Welcome to the top - enjoy the pow

Yes! Yes! Yes! We got it! The legendary Champagne Powder! Etwa 40 Zentimeter dieses ultraleichten Federschnees erwarteten uns heute in Vail. Und wir haben ihn ausgenutzt und genossen, auch wenn er uns die letzten Kräfte geraubt hat. Ganz nach dem Motto: Life begins at the end of your comfort zone. Und deshalb ist Karin heute auch den "Lovers Leap" gesprungen; sind Gerda, Helga, Julia und ich entgegen allen Vorbehalten durch den tiefen Schnee. Und unsere Freerider haben heute nach eigenen Aussagen "die beste Abfahrt ihres Lebens" gefahren - mit "Face shots", so nennt man es, wenn der Schnee beim Fahren bis ins Gesicht sprüht.

Und dann zum Schluß - Backcountry meets Saloon. Eine Abfahrt, die an Wahnsinn grenzt. Zuerst wunderbare, tief verschneite Hänge, die wir genüsslich wie im Kissen fahren. Dann ein enges Tal, die Abfahrt ein Weg, der immer enger wird und die Kräfte schwinden...

Aber wir schaffen es, haben unsere comfort zone verlassen und einen unvergesslichen Tag erlebt.

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