Mittwoch, 14. November 2018 von Rosalinde Conzelmann

Keller anstatt Kompost

Bye, bye Geranien hatte ich in meinem Tagebuch im Oktober angekündigt. Das hat eine Leserin, die ein Herz für Geranien hat, auf den Plan gerufen. Sie hat mir in einem Brieflein den Tipp gegeben, wie ich die dankbaren Blüher über den Winter bringe. Sie hatte sich zuvor sogar auf den Weg zur Redaktion gemacht, mich allerdings nicht angetroffen, weil ich unterwegs war.

Als ich die netten Zeilen erhalten habe, war es leider zu spät und meine Geranien schon auf dem Kompost beziehungsweise in der Biotonne. Ich werde den Zettel mit der Anleitung aber aufheben und im nächsten Jahr den Versuch wagen, die Blumen zu überwintern. Und an die aufmerksame Blumenfreundin sende ich ein dickes Dankeschön.

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Dienstag, 30. Oktober 2018 von Rosalinde Conzelmann

Die Natur legt vor

Eiskalt erwischt hat es mich am Wochenende. Besser gesagt, meinen Garten. Da ich (ebenso wie meine Pflanzen und Sträucher) immer noch im Sommermodus war, habe ich es nicht übers Herz gebracht, sie abzuschneiden und in den Winterschlaf zu schicken. Und jetzt habe ich den Salat. Wobei, so schlimm ist das Ganze nicht. Die Natur hat mir jetzt eine Menge Arbeit abgenommen. Ich brauche jetzt nur noch einsammeln, was auf dem Boden liegt. Und mein Olivenbaum, das Zitronenbäumchen und die Palme haben den Wintereinbruch gut überstanden. Glück gehabt. Die kommen jetzt ins Winterquartier. Tapfer durchgehalten bis jetzt haben auch meine Geranien. Für sie heißt es jetzt bye bye – ab auf den Kompost. Und ich hoffe auf einen trockenen Tag für meinen letzten großen Arbeitseinsatz im Garten.

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Samstag, 29. September 2018 von Rosalinde Conzelmann

Wie in der Achterbahn

Haben Sie schon Heizöl getankt? Dann sind Sie zu beneiden. Ich habe zwar noch eine Reserve im Tank, dieser Tage aber für die Nachbarn die gemeinsame Bestellung organisiert, weil deren Bestände zur Neige gehen. Außerdem wird es einem Schwaben ja auch mulmig, wenn zum einen ein kalter Winter prophezeit wird und der Tank nicht randvoll sind, zum anderen man dauernd die Preise vergleichen muss, um ja den richtigen, sprich preisgünstigsten, Zeitpunkt nicht zu verpassen. Also wir haben ihn wahrscheinlich verpasst, denn ich habe vorgestern bestellt. Weil mich das sonst kirre macht und mich Trumps „Zündeleien“ auf dem weltweiten Ölmarkt maßlos aufregen. Mit dem Sprit ist es ja das selbe Theater. Als ich gestern nach Feierabend an die Zapfsäule fuhr und voll machte, meinte die nette Verkäuferin, dass es vor einer halben Stunde noch zehn (!!!) Cent günstiger gewesen ist. Ableiten ließe sich daraus aber überhaupt nichts: „Heute Nachmittag ist es stündlich rauf und runter.“ Ich weiß schon, warum ich auf dem Rummel nie mit der Achterbahn fahre.

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Donnerstag, 27. September 2018 von Rosalinde Conzelmann

Der letzte (Blüten)-Zauber

Nach dem wunderbaren Sommer und den heißen Tagen und Nächten atmet mein Garten wieder auf – und ich auch. Denn ich habe die langen, warmen Sommerabende ausgekostet, jede Sekunde. Ich bin nun „sonnensatt“ und bereit für die neue Jahreszeit, die ihren eigenen Zauber hat. Bevor aber der Raureif meine Stauden überziehen wird und ich den Winterschnitt machen werde, genieße ich noch jede freie Minute im Garten. Die Regentage haben die Pflanzen nochmals erblühen lassen. Besonders die auf den ersten Blick unscheinbare Fetthenne und die leuchtenden Herbstastern wirken zauberhaft. Noch immer habe ich reichlich Besuch von Bienen und Wespen, die sich an den zuckersüßen Weintrauben laben. Schade nur, dass mir wenig Zeit für diesen Anblick bleibt, denn wenn ich von der Arbeit heim komme, ist es schon kühl und ruckzuck dunkel. Aber der goldene Herbst hat ja erst begonnen und der Zauber wirkt noch eine Weile.

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Freitag, 24. August 2018 von Rosalinde Conzelmann

Vuole un caffè?

H at man Ihnen beim Lebensmitteleinkaufen schon einmal einen Kaffee angeboten? Mir ist dies zum ersten Mal dieses Jahr im Urlaub passiert. In unserem kleinen Lebensmittelladen in dem verwinkelten ligurischen Dörfchen Costarainera habe ich morgens immer Pane und duftende Brioche geholt und wurde jedes Mal freundlich willkommen geheißen. An einem Morgen plauderten die beiden Betreiberinnen mit einer Kundin, jede hielt eine kleine Kaffeetasse aus Plastik in der Hand. Auf mein „Buon giorno“ folgte ein Lächeln und die Frage, ob ich nicht auch ein Tässchen möchte: Voule un caffè , Signora? Ich habe dankend abgelehnt, die Geste aber hat mich richtig gefreut. Bei uns werden die Lebensmittelmärkte immer größer und anonymer; während es in Italien nahezu in jedem Dörfchen noch einen Tante-Emma-Laden gibt. Dort ist die Auswahl zwar nicht riesig, aber man findet wirklich alles für den täglichen Bedarf. Auch wenn man viel Zeit mitbringen muss, denn die netten Mitarbeiter lassen sich weder beim Schinkenaufschneiden noch beim Abwiegen der Pfirsiche aus der Ruhe bringen, hat mir dieses Einkaufserlebnis gut gefallen. Und beim nächsten Mal werde ich annehmen: Volentieri!

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