Donnerstag, 17. Januar 2019 von Volker Bitzer

Wachsen oder warten

Viele Albstädter und natürlich alle anderen Höhenbewohner des Kreises, die fleißig Schneeräumen müssen, dürften nach den zurückliegenden Tagen einen spürbaren Zuwachs an Muskeln bekommen haben. Oder zumindest ziehende Schultern oder einen schmerzenden Rücken. Die Last mit der weißen Pracht hat Tücken. Wie vergangene Woche an dieser Stelle geschildert, klebt der Schnee häufig an der Schaufel. „Was tun?“ war die Frage.

Einige Leser haben sich gemeldet und Tipps gegeben, damit das Schippen besser flutscht. Ein Geislinger rät zum Einreiben der Schaufel mit hartem Skiwachs oder mit einer noch nicht ganz verbrauchten Adventskerze. Auch eine Tailfingerin hilft sich mit Kerzenwachs, allerdings sollte die Schaufel zuvor ganz trocken sein, so ihr Rat.

Eine besonders gut umsetzbare und obendrein gelenkschonende Lösung hat ein Meßstetter parat; wörtlich schreibt er: „Wir kommen gerade aus Ebingen, Markt- und Sonnenstraße. Unser Tipp: Machen Sie es wie die Ebinger Stadtverwaltung. Lassen Sie den Schnee einfach liegen. Der Schnee geht, wie er kam, von selbst.“

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Freitag, 11. Januar 2019 von Volker Bitzer

Anhängliche Schneelast

Nun also haben wir den Salat: Schnee in solchen Mengen, die selbst eingefleischte Winterfans auf ihre Kosten kommen lassen sollten. Mag die weiße Pracht auf Feld und Flur schön anzusehen sein und die Natur in winterliche Ruhe betten, so ist der bisweilen extrem schwere Pappschnee für Autofahrer, Mieter und Grundstückseigentümer im wahrsten Sinne eine regelrechte Last.

Zusammen gerechnet täglich zwei Stunden Schneeschippen ist vor allem für die Albstädter – und alle anderen, die weit genug oben wohnen – derzeit keine Seltenheit. Und auch dann, wenn man das Positive daraus ableitet und sich einredet, das Fitness-Studio gespart zu haben, ist irgendwann Schluss mit lustig.

Ziemlich nervig ist, dass der nasse Schnee vielmals regelrecht an der Schaufel klebt. Das arme Kreuz also bei jedem Aufladen noch mehr heben muss, weil ein Teil vom „Vor“-Schnee noch am Metall, Plastik oder Holz haftet. Ich habe mal im Internet recherchiert, welche Lösungen es denn gibt, um Klebe-Schnee auf der Schaufel zu vermeiden. Manche raten zu Haushaltsöl, andere zu Silikonspray. Ersteres funktioniert nicht, das habe ich probiert. Zweiteres vielleicht? Oder haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, andere gute Tipps auf Lager? Sehen wir mal vom Verwenden einer Schneefräse ab.

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Freitag, 7. Dezember 2018 von Volker Bitzer

Biene Maja wird es danken

Das Frühstück ist für viele Menschen die wichtigste Mahlzeit. Als stärkender Start in den Arbeitstag. Aber auch am Wochenende oder im Urlaub, wenn man – frei von Hektik und ohne auf die Uhr zu schauen – gemütlich am Kaffeetisch verhocken kann. Und während der Zeitungslektüre die frischen Semmeln vom Bäcker genießt. Mit was drauf? Marmelade oder Honig? Beim flüssigen Gold gibt es wohl zwei klar getrennte Lager: Ausgesprochene Honigliebhaber und solche, die mit dem extrem süßen Brotaufstrich gar nichts anfangen können.

Die Zollernälbler verzehrten im vergangenen Jahr rund 214 Tonnen Honig. Diese Zahl nennt die IG Bauen-Agrar-Umwelt. Das entspricht statistisch gesehen 1,14 Kilogramm pro Einwohner. Interessant dabei: Die Bürger im Zollernalbkreis sind dabei exakt auf Augenhöhe mit dem Durchschnittsdeutschen, der 2017 ebenfalls 1,14 Kilogramm (Quelle: Statista.com) Honig verzehrt hat.

Häufig stammt das gelbe oder braune Naturprodukt von regionalen Imkern. Wie lange noch, das ist laut IG Bau offenbar fraglich. „Wenn wir in Zukunft überhaupt noch heimischen Honig essen wollen, dann muss es ein Umdenken in der Landwirtschaft geben“, fordert Regionalleiter Andreas Harnack. Mehr Vielfalt und weniger Einsatz von Chemie lautet dabei die Devise. Wichtig wäre vor allem ein Verbot von Glyphosat. Das Herbizid ist zuvorderst mitverantwortlich fürs zunehmende Bienensterben. Hoffen wir auf Einsicht der Bauern und Politiker, denn wir wollen auch in vielen Jahren noch – so wie heute – den Tag des Honigs feiern.

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Freitag, 9. November 2018 von Volker Bitzer

Geldbeutel hilft bei Mülltrennung

Die Deutschen gehören zu den zuverlässigen Abfallsammlern und vor allem auch -Trennern. Ob das an ihrem in die Wiege gelegten Ordnungstrieb oder der aus der Vergangenheit resultierenden Obrigkeitshörigkeit liegt oder einfach nur an der puren Einsicht, sei dahingestellt. Wichtig ist, sie tun es! Und taugen damit als Musterbeispiel für viele andere auf diesem Globus, denen Müllberge, „Plastik-Ozeane“ und die Umwelt schnuppe sind.

Dass die deutsche Treue zur Mülltrennung aber nicht nur ein verordnetes Dekret, sondern sinnvoll ist, versteht jeder erst so richtig, wenn er mal mit eigenen Augen erleben durfte, wie aus vermeintlichem Abfall wieder ein kostbarer Wertstoff wird. So staunte auch ich nicht schlecht, als ich jüngst die ZAK-Leserfahrt nach Eppingen begleitete. Und hautnah erleben durfte, welche verwertbaren Rohstoffe zum Beispiel in Elektroschrott stecken. Wir berichteten darüber ausführlich mit einer Sonderseite (am Donnerstag) und online auf zak.de.

Schade ist es, dass sich der Recycling-Gedanke noch immer nicht in allen Köpfen verankert hat. Beispielsweise lassen viele, nicht selten jugendliche Konsumenten, leere Pfandflaschen oder Dosen einfach irgendwo liegen, „entsorgen“ sie im Restmüll oder schlimmstenfalls sogar in Feld und Flur. Das muss aufhören! Mein Vorschlag: Pro Flasche und pro Dose einen, oder besser gleich zwei Euro Pfand drauf; ähnlich wie bei Bierkrügen im Festzelt. Dann kommen sie garantiert in den Laden zurück.

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Freitag, 12. Oktober 2018 von Volker Bitzer

Ziemlich abgekühlt

Ein jedes neue Auto hat mittlerweile eine Klimaanlage an Bord. Bei guter Ausstattung sogar eine Klimaautomatik mit mehreren Zonen. Eingestellt wird die gewünschte Grad-Zahl und flugs soll der Innenraum auf die Wohlfühltemperatur – je nachdem – gekühlt oder beheizt werden. Beim Wärmen hat die Elektronik der drei deutschen Premiumhersteller aber so ihre Probleme. Das habe ich schon mehrfach getestet. Mit Thermometer. Beispiel gestern: Zuhause in der Garage steht die Quecksilbersäule auf 15 Grad. Die Klimaautomatik ist auf 23 Grad eingestellt. Heizen ist also gefragt.

Aber was passiert? Zwar kommt nach einigen gefahrenen Kilometer warme Luft aus den Düsen, aber nicht lange. Noch während mein Hand-Thermometer um die 19 Grad zeigt, wird bereits wieder leicht gekühlt. Warum? Häufig argumentieren die Hersteller mit Sonneneinstrahlung. Gerade im Herbst, wenn es draußen 14 Grad hat, aber die Sonne scheint, wird es tatsächlich problematisch. Dabei ist es doch ganz einfach. Wenn ich 23 Grad einstelle, dann will ich auch, dass der Innenraum 23 Grad (plus minus eins) hat und nichts anderes. Sonne hin oder her. Ich möchte mich als Kunde von den Autoherstellern nicht bevormunden lassen, wo mein Empfinden 23 Grad fühlt. Das ist eine physikalische Größe, also messbar.

Während in München die Ingenieure noch am ehesten die echten Temperaturen in den Innenraum bekommen, sieht es bei jenen in Stuttgart schon schlechter aus. Ganz schlimm ist es jedoch in Ingolstadt, wo offenbar ganzjährig tropische Verhältnisse herrschen.

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