Freitag, 28. November 2014 von Volker Bitzer

Unrecht per Gesetz

Nehmen wir mal an, Sie sind Vorsitzender eines Vereins. Bei der nächsten Hauptversammlung gilt es, die neue Führungsmannschaft zu wählen. Für die zehn vorhandenen und zu bekleidenden Ämter haben Sie zwölf engagierte, dem Verein sehr verbundene Interessenten. Alles Männer. Dann gibt es aber noch vier Frauen, die zwar gerne im Ausschuss mitmischen wollen, von denen aber nachweislich bekannt ist, dass deren Herzblut weniger dem Club gilt und diese auch weitaus weniger qualifiziert sind, um konstruktiv im Ausschuss mitzuarbeiten. Welche Personen würde jeder Verantwortungsbewusste und Vernünftige wählen? Die Frage beantwortet sich von selbst: Qualität zählt!

Dreht es sich nicht um den „harmlosen“ Verein, sondern um ein milliardenschweres Unternehmen mit Zehntausenden Arbeitsplätzen, zählt künftig nicht mehr alleinig der Qualitätsmaßstab, um Führungsriegen zu besetzen, sondern die (Frauen)-Quote. Der Gesetzgeber will es so. Auch dann, wenn womöglich Bewerberinnen weitaus schlechter sind, als deren männliche Kollegen. Solche Frauen kommen zum Zuge – per Quote eben, nicht durch Leistung und nicht durch Können. Warum den Gleichbehandlungswahn nicht gleich auf die Spitze treiben? Dann müsste man bei der Gremien-Besetzung künftig auch Quoten für beispielsweise Farbige, Junge und Alte, Schwule und Lesben, Menschen mit Handicap und so weiter geltend machen.

Eine Zwangs-Frauenquote ist absoluter Nonsens und höchst ungerecht. Einziger Maßstab bei der Besetzung von Spitzenposten, Ämtern oder auch Polit-Sesseln muss im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit die Qualität eines Bewerbers oder einer Bewerberin sein. Ob es dann am Ende zehn Männer sind, halbe-halbe oder auch zehn Frauen, was ja ebenso der Fall sein könnte. Und auch müsste. Abgesehen davon: Welche Frau möchte schon gerne „die Quotenfrau“ sein? Um sich dann – gerechterweise natürlich – anhören zu müssen: Ach, das ist die, die zwar nix kann, aber kraft Quote halt den Job hat.

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Donnerstag, 27. November 2014 von Lydia Wania

Schlange stehen für ein „Ja“

Montagmorgen um viertel nach sechs in der Düsseldorfer Innenstadt: Direkt gegenüber des Kunstmuseums K21 bildet sich eine lange Schlange von Menschen. Der geneigte Passant denkt an Rabattverkäufe oder Sonderangebote a là Aldi, Lidl und Co. Doch weit gefehlt – Die vielen Menschen möchten zum Standesamt. Sie stehen stundenlang an, um einen der begehrten Trautermine für Freitag, 15. 5. 2015, zu ergattern. Da die Düsseldorfer Behörde erst ein halbes Jahr vorher Reservierungen für das Jawort annimmt, müssen Heiratswillige mit speziellen Terminwünschen früh aufstehen. Manche hatten sich sogar Klappstühle und Tee mitgebracht, um die Wartezeit zu verkürzen. Wer erst um halb acht zur Öffnung des Standesamt kam, musste wahrscheinlich auf andere Termine ausweichen. Wie wäre es mit Freitag, 13. Februar, oder Freitag, 13. März, nächsten Jahres? Die kann man jetzt auch schon reservieren und das vermutlich ganz ohne lästige Warterei. Oder sind Zahlen wirklich so wichtig am schönsten Tag im Leben?

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Sag Ja, Schatz!

Alles nur einfallslos. Auf der Insel Koh Kradan kann man sich unter Wasser trauen lassen – natürlich ohne Sauerstoffflasche.

Jedes Jahr zahlen Dutzende von Heiratswilligen rund 1500 Euro für die Zeremonie.

Damit gehört man bestimmt nicht zum Durchschnitt, was das Heiraten angeht!
von Lothar Gerstenecker am 27.11.2014 13:54:53

Mittwoch, 26. November 2014 von Holger Much

Alte Helden kommen wieder

Früher – das waren noch Zeiten. Da gab es noch richtig gute Musik! Und da gab es Sendungen wie „Formel eins“ oder die „Plattenküche“ mit Frank Zander, in denen man die neuesten Videos samt der dazugehörenden Musik ins heimische Wohnzimmer geliefert bekam. Später dann konnte man immerhin auf MTV oder Viva der Kombination aus optischem und akustischem Musikgenuss frönen.

Heute bringen die früheren Musiksender zumeist grausige Zeichentrickserien oder so genannte, noch viel grausigere „Realityshows“. Und wenn man dann wirklich mal Musik erwischt, dann, gestehe ich, trifft diese nicht mehr wirklich meinen Geschmack.

Aber andererseits kommen grad all die alten Helden wieder: AC/DC lassen mit einer neuen Scheibe von sich hören, Pink Floyd haben mit „The Endless River“ ihr finales Album abgeliefert und Steven Demetre Georgiou, der heute Yusuf Islam heißt und früher als Cat Stevens Welthits schrieb, hat ebenfalls eine neue Platte aufgenommen und geht auf Tour.

Auf Tour gehen auch die alten Recken von Queen, Roxy-Musik-Ikone Brian Ferry und Punk-Schmolllippe Billy Idol. Flötenderwisch Ian Anderson geht streng auf die 70 zu und ebenfalls auf Tour, genauso wie die Frost-Elektronik-Pioniere Kraftwerk. Und die Grande Dame Kate Bush füllte 22 Mal das Hammersmith Apollo in London. Leider ohne mich. Dennoch: wenn der Prophet eben nicht zum Berg, sprich, die gute Musik nicht in mein Wohnzimmer kommt, dann kommt eben der Berg zum Propheten. Eigentlich gar nicht schlecht: So kommt man wenigstens mal hinter dem Ofen vor. Und live ist Musik sowieso viel besser. Vielleicht sieht man sich in den Konzertsälen dieser Welt.

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Es gibt den Wind, den Regen und die Rolling Stones

Stones forever!
von Lisa Witsch am 26.11.2014 11:21:08

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Hello darkness my old friend ...
von Lothar Gerstenecker am 26.11.2014 13:38:07

In Afrika ist Muttertag.

Ich rede von Stones, nicht Simon & Garfunkel. In Afrika ist Muttertag.
von Lisa Witsch am 26.11.2014 16:30:55

Die Stones hatten mit der Frauenquote keine Probleme, oder?

Über nur 30% hätten die gegrinst!
von Lothar Gerstenecker am 26.11.2014 19:44:41

Antwort auf Die Stones hatten mit der Frauenquote keine Probleme, oder?

????????????????????????
Ist das Meschderrisch?
von Lisa Witsch am 27.11.2014 10:20:04

Antwort auf Antwort auf Die Stones hatten mit der Frauenquote keine Probleme, oder?

Ta ta ta ta
Femme que j'aime, c'est ta ta ta ta!
von Lothar Gerstenecker am 27.11.2014 11:10:47

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Femme que t'aime mais ce n'est pas moi. (Falls du diese Variante verstehst)

Ist aber nicht Stones, sondern Polnareff.
von Lisa Witsch am 27.11.2014 14:03:49

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Schon ok.

Ich möchte mich nicht noch weiteren Angriffen erwehren müssen!
von Lothar Gerstenecker am 27.11.2014 14:42:43

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Stimmt!

Je me dis ton ami
von Lothar Gerstenecker am 27.11.2014 14:36:42

Antwort auf In Afrika ist Muttertag.

Muttertag in Afrika?

War da nicht ein Lied mit Humba-humba-tätärä?

von Lothar Gerstenecker am 26.11.2014 16:47:43

Schon klar- ich bezog mich auf die Aussichten!


2000 Light years from home!
von Lothar Gerstenecker am 26.11.2014 16:36:34

Antwort auf Schon klar- ich bezog mich auf die Aussichten!

"2000 Light years from home!"

Damit kann nur Meßstetten gemeint sein.
von Lisa Witsch am 27.11.2014 10:18:11

Antwort auf Antwort auf Schon klar- ich bezog mich auf die Aussichten!

Paint it, black!

von Lothar Gerstenecker am 27.11.2014 11:16:03

Antwort auf Antwort auf Antwort auf Schon klar- ich bezog mich auf die Aussichten!

"Paint it, black! "

Was, Meßstetten?
von Lisa Witsch am 27.11.2014 12:04:22

Advent, Advent - kein Lichtlein brennt.

No colours any more ...















von Lothar Gerstenecker am 27.11.2014 12:41:27

Dienstag, 25. November 2014 von Karl-Otto Müller

Unser teuerstes Pflaster

In kaum einer anderen Region Deutschlands gebe es so viele gute Lagen wie im Südwesten, schreibt gestern Handelsblatt-Online: „Hier gehen Immobilienkäufer auf Nummer sicher“. Und anbei eine Karte, aus der die attraktivsten Standorte ersichtlich sind. Keine Frage, allen voran Stuttgart, Freiburg, Tübingen. Übrigens, Letzteren trauen Experten auch gerade bei Neubauten durchaus die gefürchtete Immobilienblase zu.

Und die Zollernalb? Nun gut, wir spielen sicherlich mindestens eine Liga tiefer. Das ist kein Beinbruch, das hat durchaus auch seine Vorteile. Weil es auf der Zollernalb glücklicherweise nicht die Regel ist, dass Wohnen einen Großteil des Monatseinkommens auffrisst.

Gleichwohl stellen die Handelsblatt-Redakteure auch auf der Zollernalb ein Gefälle der Mietpreisentwicklung fest: An der Spitze als attraktivstes Pflaster der Zollernalb liege – nicht wie etwa gedacht die Kreisstadt, nein: Dotternhausen als einzige Triple-B-Region mit Mietpreissteigerungen in 2013 von 17 Prozent. Balingen kam derweil auf elf, Hechingen auf neun und Bisingen auf sieben Prozent. In Albstadt machen die Analysten eine Mietpreissteigerung von immerhin sechs Prozent aus.

Weit abgeschlagen indes als Schlusslichter im Kreis rangieren Straßberg mit minus drei Prozent, Meßstetten und Obernheim gar mit minus fünf Prozent.

Zumindest um obige Blasen muss man sich hier nicht sorgen.

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Nichts vergessen?

Leider wurde vergessen zu erwähnen, dass nach Einrichtung der Landesflüchtlingserstaufnahmestelle und weiterhin angestrebtem Großgefängnis die Immoblilienpreise in Meßstetten eine rasante Talfahrt erleben dürften. Das nenne ich mal eine wirklich verantwortungsvolle und vorausschauende Politik. Nicht umsonst sind die auch Mietpreise in Meßstetten ganz unten.
von Lisa Witsch am 26.11.2014 09:54:11

Samstag, 22. November 2014 von Volker Schweizer

Hauptsache laut und schrill

Obwohl die Privatsender ihren primitiven Mist längst aus dem Nachmittagsprogramm verbannt haben, gibt es im deutschen Fernsehen Talkshows noch wie Sand am Meer. Ein Format sticht aus der Masse aber als höchst sehenswert heraus: Das SWR-Nachtcafé. Jeden Freitag freue ich mich darauf, im besonderen natürlich auf Wieland Backes, der seriös und respektvoll mit seinen Gästen umgeht. Er lässt sie ausreden und stellt kompetente Fragen. Schade also, dass der Österreicher Ende des Jahres endgültig aufhört. Wenn es nur mehr so unaufgeregte und souveräne Moderatoren geben würde. Auch im Radio. Wer morgens Nachrichten hören möchte, braucht starke Nerven. Die Radiomacher, mittlerweile meist im Doppelpack, versuchen sich, an Witzigkeit und Spontanität zu übertrumpfen. Da wird gegackert, ins Mikrofon geschrien und jeder noch so schlechte Witz alle Viertelstunde erneut zum „Besten gegeben“. Hauptsache laut, schrill und schräg. Ich informiere mich mittlerweile über die Neuigkeiten aus der Nacht kurz in den öffentlich-rechtlichen TV-Morgenmagazinen.

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Es gibt auch ÖR-Mist

Nach meiner Erfahrung können auch öffentlich-rechtliche TV-Morgenmagazine primitiver Mist sein. Einziger Lichtblick ist hierbei ARD-Wetterfritze Donald Bäcker und beim ZDF ist die Qualität nach dem Abgang von Ben Wettervogel für mich signifikant gestiegen.
von Lisa Witsch am 24.11.2014 11:35:03

Das tut weh!

Wer Wieland Backes gut findet, lebt meiner Meinung nach nicht in dieser Welt.
von Lisa Witsch am 23.11.2014 11:16:07

Antwort auf Das tut weh!

Das unerschöpfliche Chaos dieser Welt!
von Lothar Gerstenecker am 24.11.2014 12:46:55

Antwort auf Das tut weh!

P.S.: Es erklärt aber so einiges.
von Lisa Witsch am 23.11.2014 11:18:02

Medienqualität: Es geht abwärts!


Medienforscher sprechen, was inzwischen politisch recht unkorrekt ist, schnörkellos von qualitätsniedrigen Medien.
von Lothar Gerstenecker am 22.11.2014 12:19:05

Na dann...

Das erklärt alles.
von Lisa Witsch am 22.11.2014 12:09:52