Mittwoch, 30. Juli 2014 von Klaus Irion

Ein ärgerliches Schaumbad

Ein Schaumbad kann entspannend sein. Auch eine Schaumparty – ich selbst habe bislang noch keine erlebt – ist sicherlich für den einen oder anderen reizvoll. Gästen des Albstädter Spaßbads „Badkap“ ist dieser Tage jedoch angesichts von Schaum das Lachen vergangen. „Stell schnell das Wasser ab“, rief eine Bademeisterin ihrer Kollegin zu. Diese verschwand daraufhin flugs im Technikraum und brachte die allseits beliebte Wildwasserrutsche zum Erliegen. Einige Halbstarke, die auf halber Rutschenlänge noch die beiden „Ruhezonen“ belagert hatten, mussten genervt den Rückmarsch durch die zweite Hälfte der abrupt trockengelegten Röhre antreten. Am Rutschenausgang stand derweil eine völlig frustrierte Familie, die nicht fassen konnte, dass die Attraktion deretwegen sie kurz zuvor das Bad betreten hatte, nicht mehr laufen sollte. Der Grund für die Enttäuschung lag zu Füßen der Bademeisterin. Zwei leere Shampooflaschen, die „Spaßvögel“ ins heftig sprudelnde und entsprechend schäumende Wildwasser-Auffangbecken gekippt hatten. Ich selbst hatte Glück im Unglück. Die angepeilten drei Wildwasserrunden, die sich auf Drängen meines Sohnes am Ende zu elf Runden summiert hatten, lagen da bereits hinter mir.

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Dienstag, 29. Juli 2014 von Volker Schweizer

Unrühmlicher Eintrag

Meßstetten soll ins Guinness Buch der Rekorde eingetragen werden. Nein, nicht dafür, dass die Stadt seit Jahren schuldenfrei ist oder dafür, dass sie sich brüsten kann, bei der Höhe der Wohnbauförderung für junge Familien an der Spitze des Kreises zu liegen. Der Anlass ist eher unrühmlich. Nach wie vor gibt es auf Heubergshöhen keine einheitlichen Wegweiser zu öffentlichen Gebäuden und Plätzen, zu Betrieben ganz zu schweigen. Josef Fischer hat dies im Gemeinderat bedauert. Für die Zeit, und das sind über zehn Jahre, die die Stadt daran „arbeite“, müsse sie ins Guinness Buch kommen, meinte er augenzwinkernd. Hat sich der Wunsch aber eigentlich nicht schon überlebt? Braucht im Navi-Zeitalter und mit Hilfe von Google noch irgendjemand einen Schilderwald? Die Meßstetter wagen einen neuen Versuch. Der neu konstituierte Gemeinderat hat wieder eine Arbeitsgruppe „Verkehrsleitsystem“ gegründet. Anregungen können sich die vier Männer in Bitz holen, dort hat der Gemeinderat vor einer Woche ein Beschilderungskonzept beschlossen. Oder in Straßberg. Dort ließ die Gemeinde schon vor 15 Jahren an 15 markanten Standorten 30 Schilder platzieren. Alle in rot, passend zu den Straßenlampen und zum Ortswappen.

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Oh la la!

Der von „seinem“ ZAK immer hochgelobte Meßstetter Bürgermeister wird den gut fundierten Kommentar nicht toll finden. Gratulation dazu.

Wir können nur hoffen, dass der mutige Redakteur Schweizer für die Darstellung des Sachverhalts nicht büßen muss.
von Lothar Gerstenecker am 30.07.2014 10:48:36

Antwort auf Oh la la!

Verkehrsleitsystem in Meßstetten ist einfach. Einmal durch die Hauptstrasse und wenn die nicht befahrbar ist, Umleitung über die Gartenstrasse, für größere Projekte Umleitung über Wildgehege, Ringstrasse, alter Hau. Und das Rathaus wird man wohl auch ohne Verkehrsleitsystem finden. Von Lautlingen her kann man es sowieso nicht verpassen und das einzige Hotel der Stadt ist auch gleich nebenan. Wo ist das Problem? Es hat sich noch nie jemand in Meßstetten verirrt, höchstens nach Meßstetten.
von Otto Schneider am 30.07.2014 21:45:33

Samstag, 26. Juli 2014 von Dagmar Stuhrmann

Glückszwang im Urlaub

Waren Sie schon im Urlaub? Oder gehören Sie, wie ich, zu den Glücklichen, die „die schönsten Wochen des Jahres“ in diesem Sommer noch vor sich haben? Apropos schönste Wochen: Die Einschätzung eines Psychologen, die ich kürzlich gelesen habe, hat meine Vorfreude auf die freien Tage – ich gebe es zu – ein wenig getrübt. Urlaub sei oftmals mehr Stress als Erholung, sagt er und formuliert überspitzt: „Urlaub bringt das Schlechteste im Menschen zum Vorschein.“ Tatsache ist, dass der selbstgesteckte Erwartungsdruck hinsichtlich Entspannung und Glücksseligkeit (auf Knopfdruck) ganz schön an den Nerven zerren und, sofern man den Urlaub zu zweit verbringt, leicht zum „Beziehungskiller“ werden kann. Jede dritte Scheidung wird offenbar nach dem Urlaub eingereicht. Ist doch auch der „Glückszwang“ immens: Alles soll harmonisch sein, das Wetter super, die Stimmung unbeschwert, das Urlaubsziel paradiesisch... An den Urlaub werden so hohe Wunschvorstellungen geknüpft – da muss die Realität notwendigerweise dahinter zurückbleiben. Wer die „Sommerfrische“ (warum benutzt eigentlich niemand mehr dieses schöne Wort?) so richtig genießen will, der sollte also am besten nichts erwarten und es einfach so nehmen wie es kommt. In diesem Sinne: Erholen Sie sich gut!

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"Sommerfrische"



Sehr geehrte Frau Stuhrmann,

geschäumte Milch ins hohe schlanke Glas und rein mit dem starken Espresso. Den trinkt man gerne draußen im Straßencafé – bei entsprechenden Temperaturen auch unter den orangefarbenen Sonnenschirmen.

Bei der „Sommerfrische“ schmeckt der Espresso drinnen natürlich genauso gut!
Lesetipps: Madleine Bourdouxhe – „Auf der Suche nach Marie“ und „Unterm Pont Mirabeau fließt die Seine“.
Und für ganz kühle Sommertage: Sándor Márai – „Die Glut“.

Lassen Sie uns aber zunächst auf einen Wandel beim Wetter hoffen.


von Lothar Gerstenecker am 30.07.2014 11:21:13

Freitag, 25. Juli 2014 von Hannes Mohr

Herzlichen Glückwunsch

Kennen Sie das? Weißes Hemd, Mittagspause, Pasta mit Tomatensoße – muss ich weiter ausholen? So ist es mir kürzlich ergangen. Eigentlich sollte ich gewarnt sein und keine Nudeln mit roter Soße bestellen. Ich war nicht mal Schuld; der Parmesanlöffel war's. Er glitt aus der Dose und flog in den Teller. Just im Moment des Aufschlags verdrängte das rund geformte Metall mit hoher Kraft den fluiden Tomaten-Gewürz-Mix, der als Reaktion mit hoher Geschwindigkeit in Richtung meines weißen Polo-Hemdes flog. Schwups, schon bekleckert. Was nun? Auswaschen auf der Restauranttoilette? Wird nur schlimmer. Fleck-Weg-Stift? Sonst eigentlich ständiger Begleiter in der Handtasche meiner Freundin. Heute aber Fehlanzeige. Schnell auf die Uhr geschaut: Das reicht noch, um heimzufahren und sich umzuziehen. Zum Glück habe ich mehrere weiße Polo-Hemden im Schrank. Meinen Kollegen ist der Wechsel zumindest nicht aufgefallen. Und ich konnte wieder beruhigt zu Terminen ohne peinliche Erklärungen gehen. Lustig wurde es erst ein paar Tage später, als ich mal wieder beim Mittagessen ein weißes Hemd trug. Nach dem Essen stand meine Freundin auf, stellte sich demonstrativ vor mich, streckte mir die Hand zum Gruß hin und sagte breit grinsend: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben sich heute mal nicht bekleckert.“ Na vielen Dank auch. Fehlt nur noch die Urkunde – am besten in Latz-Form.

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Hallo Herr Mohr,

Die Ursachen dieses „Trialens“ lassen sich psychologisch erklären. Lassen wir jetzt besser.

Mein Tipp: Bei Joop und Kenzo gibt es Hemden und Shirts mit Blumenprints. Und dazu Hosen mit Druckmotiven die an David Hockneys faszinierende Landschaftsmalerei erinnern.

Dann können Sie auch unbekümmert eine Crème brûlée mit Pfirsich-Lavendel-Kompott genießen!

Guten Appetit.
von Lothar Gerstenecker am 25.07.2014 18:56:48

Donnerstag, 24. Juli 2014 von Holger Much

Warteschleife für „Hot Spot“

Albstadt wird verstrahlt. So ein bisschen zumindest. Und gänzlich positiv zu verstehen. Denn rund ums Ebinger Rathaus soll ein so genannter „Hotspot“ entstehen. Ein Hot Spot ist ein WLAN, dessen Betreiber ihn für andere Benutzer zur Verfügung stellt, ohne für die Nutzung Geld zu verlangen. Die Idee, ein „Open WLAN“ im Herzen Ebingens anzubieten, hatte im vergangenen Jahr CDU-Stadtrat Lambert Maute. Seither werkelt die Stadtverwaltung an der Verwirklichung dieses Angebots und wandelt damit ein bisschen auf den beeindruckenden Spuren Londons. Dort hatte für die Olympischen Spiele 2012 Bürgermeister Boris Johnson die Vision, London im Gedenken an den in London geborenen „Internet-Erfinder“ Tim Berners-Lee zu gigantischen Hot Spot aufzurüsten. Alles, selbst Laternenmasten und Telefonhäuschen, sollte WLAN-Boxen erhalten.

In Albstadt soll es zunächst nur das Gebiet rund ums Rathaus werden, das hippen Flaneuren und immer erreichbaren Mittagspäuslern kostenlosen Zugang in die große weite Welt des Internets bietet. Doch ob es diesen Sommer noch klappt, steht noch nicht fest. „Wir arbeiten noch dran“, versichert Pressesprecher Michael Röck aber voll Zuversicht.

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London - warum in die Ferne schweifen?


Die Wall AG betreibt ein solches WLan-Netz, das für die Nutzer gratis ist, seit vergangenem Jahr in der Innenstadt von Düsseldorf.

Noch näher Freiburg! Wie sagte Freiburgs Tourismus-Chef: "Das Angebot von WLan an ausgesuchten Plätzen in der Innenstadt ist heute ein wichtiges und zeitgemäßes Infrastrukturangebot für Gäste und Einheimische".
von Lothar Gerstenecker am 25.07.2014 14:07:40