Freitag, 24. Oktober 2014 von Rosalinde Conzelmann

Du!

Peter Maffay ist schuld, dass ich gestern morgen beinahe in einen Blitzer gefahren bin. Denn seine Schnulze „Du“, das Lied aller Verliebten aus den 70er Jahren, lief im Radio, als ich ins Geschäft gefahren bin. Maffay hat meine Jugend begleitet, seine Lieder ratterten auf unseren Kassettenrekordern rauf und runter. Und nun lief dieser Schmachtfetzen gestern morgen im Radio auf Platz 309 in der SWR-1-Hitparade. Ich musste einfach mitsingen – es hat ja sonst keiner gehört – und schwelgte so in Erinnerungen, dass ich den Blitzer gerade noch rechtzeitig gesehen habe. Glück gehabt. Beim nächsten Hitparadensong, Nummer 310, bin ich dann abrupt aus meinem Tagträumen erwacht: Mit harten Gitarrenriffs holten mich die Rockveteranen Iron Maiden mit ihrem Song „Halloween be the Name“ zurück in die Wirklichkeit raus aus Maffays heiler Welt. Darum höre ich die Hitparade so gerne.

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Donnerstag, 23. Oktober 2014 von Benno Schlagenhauf

Arrivederci Amarena-Kirsch

Kalendarisch war der Herbstanfang schon vor etwa einem Monat, die Meteorologen sprechen bereits seit dem 1. September von Herbst. Für mich hat die neue Jahreszeit aber erst mit dieser Woche angefangen, denn das Ende des Sommers markiert für mich nicht irgendein von Wissenschaftlern festgemachter Tag im Kalender oder der Farbwechsel des Laubs, sondern der Tag an dem meine Lieblingseisdiele in die Winterpause geht.

Solange man draußen im Café sitzen kann und noch ein paar verirrte Sonnenstrahlen genießen kann, solange ist auch Sommer. Oder besser: war. Denn meine Stammeisdiele hat seit Montag geschlossen.

Nun ist leckeres Eis für mich absolut kein reines Sommerprodukt – das schmeckt auch an Weihnachten – aber es ist ähnlich wie bei der Tiefkühlpizza nicht das selbe. Am besten schmeckt das Eis (und die Pizza) nur beim Italiener – im Idealfall bei reichlich Sonnenschein. In einer Eisdiele in der man mit „So wie immer?“ nach der Bestellung gefragt wird.

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Mittwoch, 22. Oktober 2014 von Volker Bitzer

Lieber zahlen statt ärgern

Amerikanischer Serienmist und Sitcoms (mit den obligaten, aber grässlichen eingeblendeten Lachern); Bumbum und seichte Seifenopern (oder neudeutsch soaps); schlichte Unterhaltung, dritt- und viertklassige Schauspieler, vor allem aber massenweise Werbung. All das eint in meinen Augen die privaten Fernsehsender. Tagtäglich die gleiche Erkenntnis beim Zappen durch die Kanalvielfalt. Und tagtäglich auch die Verärgerung über das unterirdische Niveau, welches, zumindest einem halbwegs anspruchsvollen Zuschauer, auf dem Schirm geboten wird. „Jetzt ist Schluss damit!“ sagte ich mir neulich und so habe ich meinem Frust Taten folgen lassen. Und alle privaten Sender von der Kanalliste verbannt. Einfach gelöscht! Es tat nicht weh, sondern gut. Künftig war es also nicht mehr notwendig, die Privaten durch mehrfaches Drücken der Vorwärts- oder Rückwärts-Taste auf der Fernbedienung zu überspringen. Sie waren schlichtweg nicht mehr da. Jetzt also nur noch Qualitätsfernsehen? Naja, klar ist beim Verbliebenen auch nicht alles Gold, was glänzt…. Aber als einstiger GEZ-Kritiker und harscher Gegner von Pflichtgebühren für Öffentlich-Rechtliche bezahle ich diesen Obolus ob der gebotenen Alternativen mittlerweile doch einigermaßen gerne.

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Ich zahle ungern

Wenn man sieht, was die Öffentlich-Rechtlichen mit unserer Zwangsgebühr so fabrizieren, könnte man aus der Haut fahren. Was mich dabei vor allem stört, ist die zunehmende Gewalt und Brutalität. Ich mag die Privaten auch nicht, aber gewisse Nachrichten lassen das eine oder andere doch in einem anderen Licht erscheinen als die heile Welt, die uns ARD-Tagesschau und ZDF-heute suggerieren wollen.
von Lisa Witsch am 22.10.2014 15:25:23

Die Frage der Woche:


Lässt sich die Qualität einer Sendung an der (GEZ)-Gebühr ablesen?
von Lothar Gerstenecker am 23.10.2014 10:32:55

Dienstag, 21. Oktober 2014 von Karl-Otto Müller

Kein Zug kein Sprit

Vergangenen Sonntag, 20.30 Uhr: Zwei Dutzend Zapfsäulen, aber kein Tropfen Sprit mehr. Noch immer rollen Fahrzeuge auf das Gelände der Balinger Aral-Tankstelle in der Wilhelm-Kraut-Straße, der Tankwart indes winkt ab: „Wir sind leer, versuchen Sie es mal bei Shell.“ Ein jeder rollt mit seinen letzten Tropfen weiter.

Der Grund: der Lokführer-Streik. Keine Züge, kein Benzin. Mit diesen spektakulären Streikaktionen auf der Schiene war auch der Straßenverkehr am Wochenende massiv betroffen. Nicht nur ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen, weil Züge und S-Bahnen stehen blieben, nein, diese zusätzlichen Straßenkilometer fordern ihren Tribut an den Tankstellen – siehe Aral in Balingen.

Tatsächlich ließ sich am Sonntag auch nach 20.30 Uhr der persönliche Mangel bei der zweiten Balinger Tankstelle beheben.

Gleichwohl: Als Wenig-Bahnfahrer wurde mir in dieser Minute deutlich, dass Schiene und Straße sich nicht erst am Bahnübergang überschneiden.

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Balinger Ferien(s)pass?

Benzinsuche ist im Trend!

Die neue Sportart macht deutlich, dass die lustvolle Freizeitbeschäftigung längst auch die Menschen auf der Schwäbischen Alb erfasst hat.

Zahlreiche Zusatzangebote wie Schlauchbootfahren auf der Eyach können separat gebucht werden!
von Lothar Gerstenecker am 21.10.2014 19:59:55

Samstag, 18. Oktober 2014 von Holger Much

Weg mit den Schlotterhosen

Heute mal ein Appell an die Herren der Schöpfung: Vergesst endlich diese provinzielle, peinliche „Mode“, die Hosen unterhalb des Hinterns zu tragen. Wenn man dabei nur die mehr oder minder geschmackvolle Unterhose sieht, ist das ja schon albern genug, doch gerade noch zu ignorieren.

Aber in letzter Zeit musste ich es immer öfter erleben, dass die sich mit solcher „Mode“ vergeblich als cool darstellenden Herren – erstaunlicherweise in schon fortgeschrittenerem Alter – bückten, die Boxershorts rutschen dabei unglücklich mit und präsentierte dabei das unbedeckte bleiche Hinterteil des Trägers. Nähere Details verschweige ich hier gnädig. Kurz: der Anblick war selten nett. Und zudem vollkommen unerwünscht.

Daher meine dringende Bitte an alle breitbeinig gehenden Schlotterhosenträger: Bitte lasst es! Zumal diese tief peinliche Art, die Hose zu tragen, schon längst out ist. Nun zwängt man sich als hipper Jungmann in knackenge Beinkleider, aus denen man sich jeden Abend herausschneiden muss. Das sieht zum einen viel cooler aus. Und der Rest der Bevölkerung wird nicht mehr mit Körperteilen konfrontiert, die lieber im ewigen Dunkel blieben.

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Die Dinger haben sogar Namen

Herr Much,
die Dinger heißen Arschhänghose und das Resultat ist ein Maurer-De­kolle­té. Wussten Sie das etwa nicht?
von Lisa Witsch am 18.10.2014 11:50:58

Der bewegte Mann

Modisches Coming-out!

Dress for success“ lautet das Gebot der Stunde. Der Mann besinnt sich auf Produkte, die eine gewisse Transparenz suggerieren.
Nicht nur für das eigene Selbstbild.

von Lothar Gerstenecker am 18.10.2014 19:09:21