Samstag, 31. Januar 2015 von Gudrun Stoll

Es bleibt winterlich

Der Winter macht es sich gemütlich auf der Alb. Den Wintersportvereinen ist nach der schlechten Saison im Vorjahr wahrlich zu gönnen, dass an ihren Liftanlagen Hochbetrieb herrscht. Albstadts neueste Attraktion verdient Bestnoten: Die Winterwanderwege in Burgfelden und Onstmettingen ziehen die Gäste magisch an, bei strahlendem Sonnenschein möchte man wahrlich Schneewalzer durch ein glitzerndes Märchenland tanzen. Die mit der Pflege betrauten Vereine legen sich mächtig ins Zeug, um diese Visitenkarte der Stadt auf Hochglanz zu polieren. Erste Erfahrungen zeigen, dass es Parkplatznot an den Einstiegen gibt. Ein Thema, das die Touristiker auf ihre Tagesordnung nehmen müssen. Die Kehrseite der Medaille: So schnell wird man Bahnschaufeln und Streueimer nicht auf die Seite stellen können. Es bleibt winterlich – auch auf den Straßen. Und nahezu täglich rumpelt's in der Erde. Zum Glück nur leicht.

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Freitag, 30. Januar 2015 von Lydia Wania

Ohne Büchlein in der Hand

In einer Sache bin ich echt altmodisch: Ich liebe Stadtführer in Buchform. Für einen Städtetrip kaufe ich mir schon Wochen oder Monate vorher ein kleines Büchlein von der betreffenden Metropole und ackere das dann durch. Seite für Seite verschlinge ich und markiere die Stationen, die ich auf jeden Fall besuchen möchte. So wird aus dem Stadtführer schnell ein kleines Heftchen mit vielen eingelegten Zetteln. Manchmal übertrage ich meine wichtigsten Informationen sogar auf ein Extrablatt und lege das in das Büchlein hinein.

Kürzlich war ich ganz spontan in Nürnberg. Die Zeit reichte nicht mehr für meine sonst übliche Vorbereitung. Ich lief also ziemlich unvorbereitet durch die Straßen und lauschte einer Fremdenführerin bei ihren Ausführungen. Nachts im Hotel half mir Wikipedia bei den unbeantworteten Fragen. Wieder zu Hause war ich nicht ganz zufrieden. Ich bestellte mir einen Stadtführer der fränkischen Metropole. Heute ist er angekommen und ich bin schon voller Vorfreude auf das Nachbereiten.

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Donnerstag, 29. Januar 2015 von Klaus Irion

Bewegung bei jedem Wetter

Die Deutschen sitzen zu viel. Durchschnittlich siebeneinhalb Stunden pro Tag. Diese Erkenntnis sorgte vor wenigen Tagen bundesweit für Schlagzeilen. Was aber tun? Jeden Schreibtisch gegen ein Stehpult eintauschen, auf dem im Zweifel auch der Laptop anstelle des Tisch-PC abgestellt werden kann? Das Mittagessen an Stehtischen einnehmen, was ja durchaus dem Trend unserer schnelllebigen Zeit entspricht? Beim Telefonieren kreuz und quer durchs Zimmer tigern? Auch das wäre ja nichts Neues. Möglichkeiten, mehr zu stehen, gibt es genügend, ob sie nun sinnvoll sind oder nicht. Bewegung also tut Not. Wie oft hatte ich mir selbst schon vorgenommen, die im Keller gut und weit weg gelagerten Joggingschuhe an die Beine zu schnüren. Einige Male habe ich den inneren Schweinehund überwunden. Von Regelmäßigkeit aber keine Spur. Seit anderthalb Jahren aber ist das anders. Nicht das mit dem Joggen, dafür aber das mit der Regelmäßigkeit. Denn die wird von unseren beiden jungen Hunden naturgemäß eingefordert. Raus bei jedem Wetter, jeden Tag. Und glauben sie mir, es tut gut.

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Mittwoch, 28. Januar 2015 von Daniel Seeburger

Schutzengel serienmäßig

Das Autofahren im Winter ist für mich eine Qual. Da können die Winterreifen nigelnagelneu sein – ich hasse glatte Straßen. Verblüfft bin ich allerdings, wenn ich sehe mit wie viel Verve und Unbeschwertheit manche Verkehrsteilnehmer mit den widrigen Wetterbedingungen umgehen. Während ich auf schneematschiger Fahrbahn ziemlich langsam auf der rechten Spur daher zuckele, jagen Autos auf der Überholspur an mir vorbei mit einer Geschwindigkeit, die ich mir nicht einmal nach drei regenlosen Wochen im Hochsommer genehmige. Wenn mir einer dieser Schneepistenjäger das Fabrikat seiner Autobereifung verraten könnte, wäre ich dankbar. Er möge sich bitte bei obiger Mailadresse melden.

Als ich neulich auf der Hochfläche beim Kaiserstein zwischen Geislingen und Isingen auf schneeverwehter und glatter Fahrbahn vorsichtig daherschlitterte, näherte sich mir von hinten eine Limousine aus dem oberen Preissegment. Als ich wenige Augenblicke später wieder in den Rückspiegel schaute, war das Auto weg. Ich war verblüfft, denn überholt hatte mich niemand. Ein erneuter Blick in den Rückspiegel zeigte mir, dass der Wagen so dicht aufgefahren war, dass ich die Karosserie gar nicht mehr sah – dafür aber den telefonierenden Fahrer. Ich fuhr schnell rechts ran. Denn Autos in dieser Preisklasse haben nicht nur Allradantrieb, Traktionskontrolle, ABS, eingebaute Minibar, Fernsehapparat und Massagesessel – sondern auch einen Schutzengel. Natürlich serienmäßig.

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Was vergessen:

"Denn Autos in dieser Preisklasse haben nicht nur Allradantrieb, Traktionskontrolle, ABS, eingebaute Minibar, Fernsehapparat und Massagesessel – sondern auch einen Schutzengel."

Und vor allen Dingen eines, nämlich VORFAHRT*

*Serienmässig eingebaut
von Lisa Witsch am 28.01.2015 10:27:51

Dienstag, 27. Januar 2015 von Holger Much

Herr Klimt mag nun Würmer

Er sitzt gerne regungslos in einem stilvollen Keramikuntersetzer, der ihm als Badewanne dient: Herr Klimt, der bei mir in einem Glaskasten in der Wand wohnt. Ob er weiß, dass er ein Tigersalamander ist und damit mit knapp unter 40 Zentimeter Körperlänge der größte lebende Landsalamander der Welt? Das bleibt für immer ein Geheimnis, denn Herr Klimt spricht leider nicht viel.

Dafür weiß er sehr genau, was er zum Frühstück mag. Waren es früher große Grillen, die morgens den Appetit des amphibischen Raubtieres weckten, so interessieren ihn die nervösen Hopser nun gar nicht mehr. Stattdessen hat er sich jetzt auf „Zophobas“ konzentriert, eine Art große, dicke Mehlwürmer. Wenn er mich morgens schon mit der Schachtel mit den Würmern kommen sieht, hebt er erwartungsvoll den Kopf und nimmt huldvoll den Wurm entgegen: Schnapp! Mahlzeit. Im Dschungelcamp würde er sich, kulinarisch gesehen, pudelwohl fühlen. Langweilig wäre es den Zuschauern mit ihm trotzdem: Herr Klimt spricht leider nicht viel.

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Bravo!

Schon wieder ein Beitrag zum nächsten Literaturnobelpreis!
von Lisa Witsch am 27.01.2015 13:11:50

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AN den H. Müller!

Sie scheinen wie Nietzsches Zarathustra ein vergesslicher Mann zu sein. Wenn du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht!
von Lothar Gerstenecker am 30.01.2015 15:22:25

Antwort auf Bravo!

Sehr geehrte Fr.Witsch!
Ihr Engagement in diesem Medium,sei "aller Ehren Wert".
Aber weniger wäre meiner Ansicht mehr.
Müssen Sie zwanghaft,zur politischen Weltlage,zum entlaufenen Hund-
zum nicht vom schneeeräumten Vorgarten,,immer einen Kommentar abgeben?
Dafür bekommen Sie auch keinen Literaturnobelpreis,eher einen
"Literaturhobelpreis"
von Dieter Müller am 29.01.2015 17:00:10

Antwort auf Antwort auf Bravo!

Herr Müller,

Sie scheinen wie Nietzsches Zarathustra ein vergesslicher Mann zu sein. Wenn du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht!

von Lothar Gerstenecker am 30.01.2015 15:21:23

Antwort auf Bravo!

Wunder der Natur: Sprachbegabter Salamander.
Herr Klimt ist nicht unbegabt oder gar sprachfaul.
Herr Klimt stört sich bestimmt am Dialekt!
von Lothar Gerstenecker am 27.01.2015 19:44:09