Mittwoch, 1. Oktober 2014 von Volker Bitzer

Zu weit über den Wolken

Urlauber, eher jedoch Geschäftsreisende, müssen sich derzeit wieder auf Überraschungen bei ihren Reisen einstellen. Ob auf der Schiene oder in der Luft. Dank streikendem Personal. Während drohende Arbeitsniederlegung bei der Bahn ja noch halbwegs nachvollziehbar ist, habe ich absolut Null Verständnis für die maßlosen Forderungen der Premium-Flieger. Bei allem Verständnis für die Rechte und Belange von Mitarbeitern – als aktiver Betriebsrat sage ich das nicht nur so dahin – muss man sich doch fragen, ob die Piloten bei der Lufthansa hoch droben womöglich zu viel dünne Luft geatmet haben. Oder viellicht war in 10 000 Metern Höhe die Sonneneinstrahlung ins Cockpit ein wenig zu heftig. Anders lässt sich dieses unerträgliche Klagen auf allerhöchstem Niveau nicht mehr erklären. Pilotenstreiks, erst recht auf der für Fluglinien noch einträglichen Langstrecke, sind nicht nur geschäftsschädigend, sondern fast schon wie das Sägen am eigenen Ast. Verluste von zig Millionen Euro stehen unter dem Strich. Täglich. So lange klassische Airlines wie Lufthansa, Air France-KLM oder British Airways intern mit Piloten zu kämpfen haben, die offenbar den Hals nicht voll genug bekommen, lacht sich deren Konkurrenz ins Fäustchen. Seien es die Billigflieger oder die erdrückende Konkurrenz der staatlich subventionierten Flag-Carrier aus dem Nahen Osten. Aber wie heißt es so schön: Ein Jeder ist seines Glückes Schmid.

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Neue Prioritäten im Klimaschutz: Rückenwind für pragmatische Ansätze!


In der Klimapolitik gewinnen pragmatische Ansätze an Boden. Der Wettbewerb um gesunde Luft und günstige Energielösungen wird daher mit der Flugbekämpfung verknüpft.

Auch unsere Bundeswehr ist längst mit dabei. Die technischen Probleme bei den Transall-Flugzeugen etc. sind nur vorgetäuscht. Grund? Ist doch klar: Die dürfen nicht streiken.

So geht Klimaschutz heute!
von Lothar Gerstenecker am 01.10.2014 12:16:52

Und wieder ein Theam zu Tode kommentiert ...

Und wieder mal hat der Alleswisser, Fachmann für dies und das und manische Kommentator zugeschlagen.

Er kennt sich eben aus, er hat zu jedem Thema seine sinnigen [sic] Anfügungen - egal was und wozu, Hauptsache eine "Gerstenecker´sche Emesis" ... - man kann nur auf Theraprtbarkeit hoffen.
von Robert Kode am 01.10.2014 14:50:43

Herr Kode,


anzumerken wäre noch: Ihrer abenteuerlichen Orthografie täte eine Therapie besonders gut!
von Lothar Gerstenecker am 01.10.2014 15:51:44

Antwort auf Und wieder ein Theam zu Tode kommentiert ...

Herr Kode, wer die schillernden Bilder von der Welt kennt, weiss: Ironie ist mehr.
von Lothar Gerstenecker am 01.10.2014 15:33:29

Dienstag, 30. September 2014 von Holger Much

Im Land der Nichtblinker

Blinken scheint immer mehr zur lästigen Pflicht zu werden, die immer mehr motorisierte Mitmenschen ganz entspannt ignorieren. In den vergangenen Jahren äußerte sich das offensichtliche Unvermögen, gleichzeitig das Auto zu lenken und einen dezenten Richtungswechsel mit dem Betätigen des Blinkers auch dem Hintermann anzuzeigen noch darin, dass zahlreiche Autofahrer in den Kreisverkehren fröhlich dort abbogen, wo es sie spontan hinzog – ohne zu blinken natürlich.

Jüngst verbreitet sich die Unsitte, auch ebenso spontan am Fahrbahnrand zu halten oder auch an ganz „normalen“ Kreuzungen abzubiegen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass der genervte Hintermann die sorgen- und blinkerfreie Fahrt mit doppelter Aufmerksamkeit bezahlen muss.

Jetzt fehlt nur noch, dass Leute auf die Idee kommen, den Verkehr zu blockieren, weil sie einfach mitten auf der Straße auf einen Platz an der Tankstelle warten. Aber soweit kommt es sicher nie. Noch mal Glück gehabt.

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Nichtblinker – alles harmlos!

Kein Witz!

In den USA werden vom Handy abgelenkte Fußgänger immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko. Die Behörden reagieren. Manche versuchen es mit sprechenden Bussen, andere mit Strafzetteln.




von Lothar Gerstenecker am 30.09.2014 21:20:58

Antwort auf Nichtblinker – alles harmlos!

Fussgänger sind in den USA -dem Land der drive thrus- eine vernachlässigbare Minderheit. Wer geht da schon zu Fuß außer zum einen oder anderen Viewpoint am Grand Canyon oder um im Yellowstone Bären zu füttern?
von Lisa Witsch am 30.09.2014 21:30:52

„Yogi Bär und auch Bubu“

Im Yellowstone haben mir „Yogi Bär und auch Bubu“ gesagt, dass die Autofahrer in Amerika auf die Bremse treten. Die Benzinpreise sind inzwischen sehr hoch. Sie entdecken Busse, Bahnen und Wanderschuhe.

Das hätte den Vorteil, dass im Yellowstone immer mehr Wanderer unterwegs sind. Buchstäblich ein gefundenes Fressen.

Fazit: Bleib auf der Alb Lisa. Da wirst du nicht gefressen. Es könnte dir aber passieren, dass du nach der Wanderung verhungerst.

Reizwort: Nägelehaus und Palmer!

von Lothar Gerstenecker am 01.10.2014 10:30:58

Zu viel verlangt

Es ist schlichtweg zu viel verlangt, gleichzeitig zu fahren, zu telefonieren und dann auch noch zu blinken. Rein technisch sind die meisten damit überfordert.
von Lisa Witsch am 30.09.2014 17:57:29

Und Sex während der Fahrt?

Da kommt die Frage: Wie scharf sind die Kurven?
von Lothar Gerstenecker am 01.10.2014 12:27:52

Samstag, 27. September 2014 von Volker Bitzer

Flucht vor Verantwortung

Täglich bearbeiten wir in der Redaktion den polizeilichen Pressebericht für den Zollernalbkreis. Dabei vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht die Überschrift „Unfallflucht“ benutzten könnten. Oft sogar mehrfach. Vornehmlich natürlich für Meldungen aus den großen Kreisstädten Albstadt und Balingen, aber auch für Polizeinotizen aus kleinen Gemeinden wie Dotternhausen, Grosselfingen oder Obernheim. Haben die Leute denn jeglichen Anstand und den Respekt vor dem Eigentum anderer verloren? Es müsste doch selbstverständlich sein, dass wenn ich als Verkehrsteilnehmer (oder auch abseits der Straße) jemandem einen Schaden zufüge, dafür auch gerade stehe. Das gehört sich so. So habe ich das schon als Kind gelernt. Was mir bei den Polizeimeldungen hinsichtlich der offensichtlichen Ignoranz vieler Mitmenschen aber noch mehr auffällt: Es sind bei weitem nicht nur die Jüngeren, sondern tatsächlich auch viele ältere Autofahrer jenseits der 60 oder gar 70, welche Fahrerflucht begehen. Diese Tatsache ist erstaunlich, unterstellt man doch gerade dieser Generation eigentlich eine gute Kinderstube und somit Rückgrat, zu Fehlern zu stehen. Nachweislicher Irrtum, wie die Polizeipressearbeit zeigt, wenn „Unfallflüchtige“ zufällig von Zeugen gesehen werden und das Alter publik wird. Egoismus und Gleichgültigkeit gegenüber dem Wohl anderer – dieses Credo ist wohl so modern wie „Geiz ist geil“. Betrübliche Aussichten.

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Freitag, 26. September 2014 von Nico Pannewitz

Die süße Frucht des Herbstes

Schon in meinen vorigen Tagebüchern habe ich es ab und zu erwähnt: Ich bin ein Herbst-Typ. Sonne, Strand und Sonnenmilch sind nicht so meine Welt, bei rotem Laub und trübem Himmel bin ich dagegen voll in meinem Element. Und auch wenn ich mich an Halloween selbst nicht verkleide: Der Feiertag ist mir mit den atmosphärischen Kürbislichtern herzlich willkommen. Gerade deshalb war ich in den vergangenen Wochen unzufrieden, als sich viele Menschen über den vermeintlich zu frühen Herbst beschwerten. Nicht, weil ich ein Fan dieser Jahreszeit bin, sondern weil es damals eindeutig noch Spätsommer war. Während manche anscheinend denken, Kälte und „schlechtes“ Wetter allein machten schon den Herbst aus, gehört meiner Meinung nach noch einiges mehr dazu, um in mir Herbststimmung aufkommen zu lassen. Die Farbe des Himmels, die Stärke der Brisen, der kaum merkliche Duft in der Luft...passen auch nur wenige dieser Puzzleteile nicht, ist es noch nicht soweit. Aber seit gestern ist auch für mich nach einer langen Übergangsphase meine schönste Jahreszeit angebrochen. Denn es gibt in den Supermärkten nun wieder Satsumas zu kaufen. Diese mandarinenähnlichen Zitrusfrüchte gibt es jährlich immer nur ein paar Wochen zu Herbstbeginn zu kaufen, bevor sie von den meiner Meinung nach ledrigen, kernigen Clementinen der Weihnachtszeit verdrängt werden. Der süß-saure Geschmack, die glatte Schale, die winzigen Zitruspartikel, die sich beim Schälen in der Luft verteilen...ja, jetzt ist Herbst! Und die Farbe des Himmels stimmt auch endlich!

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Donnerstag, 25. September 2014 von Thomas Godawa

Schöne Zeit des Erntedankes

Die Apfelbäume hängen voller Früchte, die frisch schmecken und saftig sind. Die Weinreben tragen üppig Trauben und versprechen einen guten Jahrgang. In den Festhallen wird Erntedank gefeiert, nach bayrischer oder auch nach schwäbischer Art. Die Gottesdienste in den Kirchen sind auf Erntedank ausgerichtet, eine schöne Zeit wie jedes Jahr um diese Zeit und zu allem Überfluss scheint auch noch die Sonne, nur kalt ist es schon geworden in den Nächten. Und deshalb empfinde ich zur Zeit morgens so ein leichtes Frösteln, nicht beim morgendlichen Radfahren, sondern beim Lesen der Nachrichten, was denn da, nicht mehr weit von uns passiert, an der Grenze zu Russland, an der Grenze zur Türkei, an der Grenze zu Italien und an der Grenze zu Griechenland oder Spanien. Die Gewalt erschreckt mich, mit der Menschen zu Hunderten, zu Tausenden vertrieben werden, vernichtet werden und wir sind nur noch einen Steinwurf weit entfernt. Da läuft was falsch und das muss ganz dringend geändert werden. Helfen, damit Menschen ihre Heimat nicht verlassen müssen, denn das macht niemand gern. Damit sie leben und nicht nur überleben können und damit Kultur erhalten bleibt und nicht in verbrannte Erde verwandelt wird, das Gegenteil von Erntedank.

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Wie vorausgesagt

Es tritt jetzt genau das ein, was uns der Club of Rome schon Anfang der 1990er-Jahre vorausgesagt hat. Jeder, der einigermassen informiert war, wusste, was auf uns zukommen würde. Nichts wirklich Überraschendes also. Der Verteilungskampf hat längst begonnen.
von Lisa Witsch am 25.09.2014 10:10:17

Vor 42 Jahren

Vor 42 Jahren – für die Nichtmathematiker unter unseren Mitlesern, 1972 - ist die Studie „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome erschienen. Die Ökonomen des Club of Rome wagten vor 2 Jahren für die kommenden vier Dekaden die Prognose – und fragen sich, ob und wie die Menschheit auf unserem Planeten überleben wird.

Lesenswert. Der norwegische Ökonom Jorgen Randers hat dazu eine Studie veröffentlicht. Übrigens: Herr Randers war damals anno 1972 Mitautor.

Lisa, wir wissen das - andere kennen vielleicht noch Rom.
Aber: Wo liegt Rom? Hm.

Dummheit die man bei den anderen sieht, wirkt nicht unbedingt erhebend aufs Gemüt. Habe den Wilhelm Busch um ein Wort
erweitert!

Für die"Doooofen". Der Club of Rome hat seinen Hauptsitz in unsere Nähe verlegt.
Nein, nicht Balingen, und auch nicht in die Heuberg-Metropole Meßstetten. Sind nur 100 km von hier aus.

von Lothar Gerstenecker am 25.09.2014 14:30:46