Donnerstag, 10. Juli 2008

Die Welt ist voller Wunder

Ich gebe es zu: Ich bin fasziniert von Haushaltstipps. Wobei jetzt nicht von denen die Rede sein soll, die ohnehin schon jeder kennt. Wie etwa: Salz beseitigt Rotweinflecken im Teppich. Oder: Essig macht Edelstahltöpfe blank. Nein, solche Tipps meine ich nicht. Sondern jene, bei denen ich mich frage: Wie kommt man bloß auf so was? Durch Zufall? Oder gehen hier verkappte Forscher ganz gezielt ans Werk und probieren alles durch, was der Kühlschrank bzw. das Gewürzregal so hergibt? Hätten Sie beispielsweise gewusst, dass Buttermilch Schimmelflecken den Garaus macht? Oder dass Zimt, wenn man ihn auf die Erde von Topfpflanzen streut, kleine Fliegen vertreibt? Ob's funktioniert, weiß ich leider nicht. Die Buttermilch hab ich getrunken und den Zimt letztes Jahr fürs Weihnachtsgebäck aufgebraucht. Was ich aber unbedingt versuchen muss: CDs mit Kratzern lassen sich offenbar retten, wenn man sie in einem Gefrierbeutel ins Gefrierfach packt. Kälte soll auch helfen, wenn Wollpullover kratzen. Ein paar Stunden in die Gefriertruhe und schon ist der Pulli flauschig. Die Welt ist voller Wunder...

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Mittwoch, 9. Juli 2008

Ich bin kein Trendsetter!

Nein, ich glaube ich bin kein Trendsetter. Ich trage keine superweiten Marlenehosen – die Gefahr, bei meinem Alltagstempo ständig drüberzustolpern, ist mir zu groß, habe keinen Bock auf grellbunte Kutten im Ethnolook – weil es sich anfühlt, als hätte ich mir einen Sack umgehängt, finde pinkfarbene, mit Strasssteinchen geschmückte Krallen – ganz modern als Nail Art bezeichnet – überhaupt nicht kunstvoll, weil sie nach einer Stunde Gartenarbeit alles andere als appetitlich aussehen und weigere mich, knallenge, kurz geschnittene Jeans über meine Hüften zu ziehen – weil ich nicht aussehen will wie eine Presswurst. Und im übrigen auch keine 150 Euro für ne superhüftige Designerjeans ausgeben will, die es meiner Meinung nach eh nur in Kleidergröße 36 und 38 geben sollte. Trends sind trotzdem klasse. Mit Wonne lese ich die Stylingtipps in den Frauenzeitschriften, ziehe meinen Hut vor modischen „Paradiesvögeln“, lasse mich inspirieren und freue mich, dass ich meinen eigenen Stil gefunden habe. Wie sagte schon mein Papa zu uns Kindern, „ma' ka it noach jedera Kuhflieg' schlaga“. Recht hat er.

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Dienstag, 8. Juli 2008

Kein blinkendes Vorbild

Mit den Kreisverkehren haben die Autofahrer noch so ihre liebe Not. Selbst in Albstadt, wo es besonders viele (fast 20 immerhin) dieser schicken runden Kreuzungsregelungen gibt. Doch trotz ausgiebigen Übens, das Rondell verkehrskonform zu passieren, patzen hier noch immer viele Autofahrer. Ja, das Blinken, meine ich. Sei es nun aus Unwissenheit, Bequemlichkeit oder Gleichgültigkeit heraus, richtig geblinkt, nämlich „rechts“ beim Ausfahren aus dem Kreisel, wird allenfalls von jedem Zweiten. Schade. Besonders aber, dass selbst Verkehrsteilnehmer mit amtlicher Vorbild-Funktion es mit der korrekten Lichtzeichen-Gebung nicht immer so genau nehmen. Erst gestern Morgen, auf dem Weg ins Geschäft, musste ich in Tailfingen diesbezüglich wieder über unsere Polizei staunen. Das Schöne daran: Auch unser aller Freund und Helfer ist nur Mensch. Mit Fehlern und Versäumnissen.

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Montag, 7. Juli 2008

Na dann, küss mal wieder !

Wundern Sie sich nicht, wenn am Sonntag mehr Pärchen als sonst küssend auf der Parkbank und im Straßencafé sitzen. Nach einer Woche schmerzlichen Entzugs öffentlicher Fußball-Emotionen ist es allerhöchste Zeit, überbordenden Gefühlen wieder freien Lauf zu lassen. Wie gut, dass es den internationalen Tag des Kusses gibt. Am 6. Juli. Ob ihn die UNO oder eine knitze Werbeagentur ausgeheckt hat, wissen wir nicht. Im Prinzip kann jeder Verein und jede Interessengruppe so einen Tag in die Welt setzen.

Na dann, küss mal wieder ! Soll gesund sein. Baut Stress ab, regt den Kreislauf an, stärkt das Immunsystem, hilft gegen Schluckauf. Erstaunlich, dass Ärzte das Wundermittel noch nicht auf Rezept verordnen. Frauen sollten sich oft und leidenschaftlich trauen, denn zwei Minuten Küssen verbraucht 15 Kalorien und aktiviert 38 Gesichtsmuskeln. Das hält den Teint länger faltenfrei.

Klingt amüsant und ist zugleich Ergebnis ernsthafter wissenschaftlicher Forschung. Selbst Emnid treibt nicht nur die Sonntagsfrage nach dem Wahlverhalten der Bürger um, sondern auch die Neugier, wer beim ersten Kuss die Initiative ergreift. Die Regionen zeigen Eigenheiten. Der Osten küsst emanzipiert, im Westen warten Frauen lieber auf den ersten Schritt des Allerliebsten - und in Berlin gilt die Devise „Hauptsache geküsst“. Auch gut. Für den Sonntag noch ein Trost für Singles: Auch das Bussi auf die Wange macht glücklich - und erhält die Freundschaft.

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Freitag, 4. Juli 2008

Urlaubslaune mit dem ZAK

Das Telefon klingelt, kurz vor 12 Uhr mittags. Ich melde mich und ein Herr teilt mir mit: „Hallo, ich rufe an, weil ich den ZAK abbestellen möchte...“.

Gleich schießen mir verschiedene Fragen durch den Sinn: Warum will er abbestellen, womit ist er als Leser unzufrieden? Kann ich ihn vielleicht doch von seinem Vorhaben abbringen?

Doch dann vollendet er den Satz: „...über den Urlaub. Und ich bitte darum, mir die Zeitung an meine Urlaubsadresse nachzusenden. Ich möchte auch im Urlaub einfach nicht auf Nachrichten aus der Heimat im ZOLLERN-ALB-KURIER verzichten. Das habe ich im vergangenen Jahr auch schon so gemacht und ich muß sagen: Es hat super geklappt“.

Da macht sich auch bei mir sonnige Urlaubslaune breit. Solch ein Lob – ich darf es mal als ein solches werten – tut dann doch einfach gut. Mit dem ZAK jeden Tag gut informiert, auch im Urlaub, das ist eben eine tolle Sache.

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