Montag, 7. Juli 2008

Na dann, küss mal wieder !

Wundern Sie sich nicht, wenn am Sonntag mehr Pärchen als sonst küssend auf der Parkbank und im Straßencafé sitzen. Nach einer Woche schmerzlichen Entzugs öffentlicher Fußball-Emotionen ist es allerhöchste Zeit, überbordenden Gefühlen wieder freien Lauf zu lassen. Wie gut, dass es den internationalen Tag des Kusses gibt. Am 6. Juli. Ob ihn die UNO oder eine knitze Werbeagentur ausgeheckt hat, wissen wir nicht. Im Prinzip kann jeder Verein und jede Interessengruppe so einen Tag in die Welt setzen.

Na dann, küss mal wieder ! Soll gesund sein. Baut Stress ab, regt den Kreislauf an, stärkt das Immunsystem, hilft gegen Schluckauf. Erstaunlich, dass Ärzte das Wundermittel noch nicht auf Rezept verordnen. Frauen sollten sich oft und leidenschaftlich trauen, denn zwei Minuten Küssen verbraucht 15 Kalorien und aktiviert 38 Gesichtsmuskeln. Das hält den Teint länger faltenfrei.

Klingt amüsant und ist zugleich Ergebnis ernsthafter wissenschaftlicher Forschung. Selbst Emnid treibt nicht nur die Sonntagsfrage nach dem Wahlverhalten der Bürger um, sondern auch die Neugier, wer beim ersten Kuss die Initiative ergreift. Die Regionen zeigen Eigenheiten. Der Osten küsst emanzipiert, im Westen warten Frauen lieber auf den ersten Schritt des Allerliebsten - und in Berlin gilt die Devise „Hauptsache geküsst“. Auch gut. Für den Sonntag noch ein Trost für Singles: Auch das Bussi auf die Wange macht glücklich - und erhält die Freundschaft.

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Freitag, 4. Juli 2008

Urlaubslaune mit dem ZAK

Das Telefon klingelt, kurz vor 12 Uhr mittags. Ich melde mich und ein Herr teilt mir mit: „Hallo, ich rufe an, weil ich den ZAK abbestellen möchte...“.

Gleich schießen mir verschiedene Fragen durch den Sinn: Warum will er abbestellen, womit ist er als Leser unzufrieden? Kann ich ihn vielleicht doch von seinem Vorhaben abbringen?

Doch dann vollendet er den Satz: „...über den Urlaub. Und ich bitte darum, mir die Zeitung an meine Urlaubsadresse nachzusenden. Ich möchte auch im Urlaub einfach nicht auf Nachrichten aus der Heimat im ZOLLERN-ALB-KURIER verzichten. Das habe ich im vergangenen Jahr auch schon so gemacht und ich muß sagen: Es hat super geklappt“.

Da macht sich auch bei mir sonnige Urlaubslaune breit. Solch ein Lob – ich darf es mal als ein solches werten – tut dann doch einfach gut. Mit dem ZAK jeden Tag gut informiert, auch im Urlaub, das ist eben eine tolle Sache.

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Donnerstag, 3. Juli 2008

Sommer, Sonne – Hautkrebs!

Sommer, Sonne – Hautkrebs! Gestern kam mir eine Rennradfahrerin mit modischem Sportbustier entgegen. Die Sonne brannte gnadenlos, der Schweiß perlte über die glänzende Haut. Kurz danach schnaufte ein Jogger mit hochrotem Kopf an mir vorbei – ohne T-Shirt. Ist es Leichtsinn oder Unwissenheit?

54 000 Menschen erkranken jährlich europaweit an einem malignem Melanom, auch Schwarzer Hautkrebs genannt. Diese aggressivste Form von Hauttumoren ist auf dem Vormarsch. Vor allem die UVB-Strahlen, die nur zu 90 Prozent von der Ozonschicht absorbiert werden, aber auch die UVA-Strahlen, die die Ozonschicht fast ungebremst passieren, greifen die Haut an und führen zu Sonnenbrand und im schlimmsten Fall zu Krebs. Bestes Mittel gegen zu viel Sonne sind immer noch dunkle und trockene Textilien. Wenn sich der Aufenthalt in der prallen Sonne nicht verhindern lässt, sollte man auf das richtige Sonnenschutzmittel achten.

Ganz wichtig: Seit dem 1. Juli können gesetzlich Krankenversicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre beim Hautarzt eine Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs durchführen lassen.

Trotz Vorsorgeuntersuchung und Sonnencremes – Radfahren und Joggen in der prallen Sommersonne ist gesundheitsschädlich. Für die Haut und für den Kreislauf. Etwas Vernunft muss schon sein. Erst dann gilt: Sommer, Sonne – gute Laune!

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Mittwoch, 2. Juli 2008

Das kann teuer werden

Die Sonnwendfeuer sind abgebrannt und wenn die Entwicklung so weiter geht, dann sind im Herbst auch etliche private Haushalte so weit. Dann werden zwangsläufig nicht nur die Tage kürzer , sondern auch die Einkaufslisten. Denn aufgefressen werden die teilweise erstreikten Lohnerhöhungen vom Ölpreis und von den steigenden Nahrungsmittelpreisen. Aber inzwischen ziehen alle anderen nach, wie erstaunlich. Die Stahlindustrie zum Beispiel braucht viel Energie, Energie ist aber teuer, also wird auch das Produkt Stahl teurer. Und diese Anhebung der Preise wird an den Kunden weiter gegeben. Aber aus Stahl werden Autos gebaut und die Automobilindustrie wird ebenfalls versuchen, den Preis an die Kunden weiter zu geben. Die können sich aber die teureren Autos und Spritpreise nicht mehr leisten. Dann werden keine Autos mehr verkauft und dann kommt der Stellenabbau. Und das kann für alle richtig teuer werden.

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Dienstag, 1. Juli 2008

Fußball – Fast schmerzlos

Beinahe 26 Millionen Deutsche verfolgten das EM-Endspiel ihrer Elf vor der Mattscheibe in den eigenen vier Wänden. Hinzu kommen natürlich noch mehrere Millionen, welche das Wiener Finale öffentlich, in siegesseliger Laune gleich Gesinnter vor Großleinwänden begleiteten. Nur, dass am Ende von Feierlust nicht viel übrig blieb. Die Ernüchterung siegte, Depri-Stimmung machte sich breit und für manchen kam das Null-zu-eins einem Weltuntergang gleich. Sich der schicksalhaften Faszination des runden Leders entziehen konnte sich wohl keiner ganz, selbst ein bekennender Nicht-Fußballfan, wie ich es bin, nicht. Aber habe ich zumindest einen Weg gefunden, eine drohende Niederlage sehr erträglich zu gestalten. Nämlich das Spiel erst gar nicht anzuschauen. Zwar den Fernseher laufen lassen, diesen aber stumm schalten und statt im Wohnzimmer mitzufiebern lieber im Heimbüro am Computer arbeiten. Schon beim Spiel gegen die Türken hat sich diese Variante bewährt. Dringen dann plötzlich Böllerschüsse, Gehupe und Jubelschreie durchs geöffnete Fenster, reicht's locker, den Treffer in der Zeitlupe noch mitzubekommen und um sich mit zu freuen. Bleibt es hingegen absolut leise – so wie leider am Sonntag Abend – ist wenigstens die Enttäuschung über die deutsche Torlosigkeit und über die gegnerischen Treffer nicht ganz so stechend.

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