Donnerstag, 17. Juli 2008

Ohne PC und Gameboy

Es ist schon kurios: Während man im Meßstetter Norden, der „Eichhalde“, vehement gegen einen weiteren Mobilfunkmasten kämpft, ist man in Heinstetten, froh, dass die Telekom nun ein 25 Meter hohes Teil aufstellen will. Vier Jahre sind seit dem ersten Versuch, die, wie es im Ortschaftsratsprotokoll heißt, „schlechte Versorgung“ zu verbessern, ins Land gezogen. Immer wieder war die Bundeswehr dagegen.

In der ganzen Diskussion um das Für und Wider der „Handymanie“ darf nicht vergessen werden, dass es auch mal „ohne“ ging. Anfang der 90er-Jahre hatten nur Börsenbroker ein Handy und man machte Witze, wenn ein Nadelstreifen-Mann ein Riesentelefon mit ausziehbarer Antenne aus der Jackentasche zog.

Ob Fluch oder Segen – die Technik ließ und lässt sich nicht mehr aufhalten. Und dies gilt nicht nur für die ständige Erreichbarkeit. Wenn Sie heute Ihren Kindern erzählen, sie seien ohne Fernbedienung, PC und Gameboy aufgewachsen, schauen die wohl nur ungläubig drein. Und was wird in der Zukunft sein? Es gibt mit Sicherheit noch kleinere Handys, noch größere HD-Fernseher, ... – eventuell aber auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die von den „Eichhaldern“ immer wieder angeführte negative Wirkung von elektromagnetischen Feldern. War die Angst unbegründet oder gibt es gar ein böses Erwachen?

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Donnerstag, 17. Juli 2008

Auf die richtige Karte setzen

Sind die Koffer schon gepackt für die Urlaubsreise ? Eine Kleinigkeit hat bestimmt noch Platz im Reisegepäck: Ein handlicher Notfallpass für den Fall, dass die Kreditkarte gestohlen wird. Bargeld ist out - die Kreditkarte die bequeme und beliebte Alternative, um in Hotel und Restaurant die Rechnung zu begleichen oder shoppen zu gehen - in Ländern mit Dollarwährung durch den starken Euro derzeit ganz besonders lohnend.

Das Geld anderer Leute übt seit jeher eine magische Anziehung auf Diebe und Betrüger aus. Ob in Bar oder Plastik, spielt dabei keine Rolle. Allein in Baden-Württemberg wurden im vorigen Jahr 8000 Fälle aktenkundig, in denen Kredit- und EC-Karten gestohlen wurden. Vorsicht ist angesagt, denn Diebe sind abgebrüht und arbeiten mit vielen Tricks. Männer stopfen Geldbeutel samt Karte gerne in die Hosentasche und machen Langfingern den Zugriff auf überfüllen Plätzen und in der U-Bahn leicht. Auch Damenhandtaschen sind begehrtes Objekt - also im Auge und möglichst an der Hand behalten. Wenn die Karte weg ist oder vom Geldautomaten geschluckt wird, hilft nur eines: Sofort sperren lassen und Anzeige erstatten. Die neue zentrale Sperrnummer ist leicht zu merken: 116 116. Wer sicher gehen möchte, sollte sich auf dem nächsten Polizeirevier die Notfallkarte besorgen. Auf ihr sind Nummer und alle notwendigen Schritte vermerkt.

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Dienstag, 15. Juli 2008

Fest im Griff der Pedaleure

2500 Radler, das Vielfache davon an begeisterten Zuschauern und einige Hundert Helfer – Das ist eine zahlenmäßige Bilanz des 14. Albstädter LBS-Bike-Marathons, der am zurück liegenden Wochenende die (Rad)-Sportstadt wieder fest im Griff hatte. So allerdings auch einige Zeitgenossen, die sich durch diese Mammut-Veranstaltung regelrecht eingezwängt fühlten. Wer beispielsweise versäumte, rechtzeitig sein Auto aus der Rennstrecke zu entfernen, musste für einige Zeit auf sein Vehikel verzichten; ohnehin war die persönliche Mobilität von Anwohnern durch Absperrungen und Sicherheitskorridore bisweilen arg eingeschränkt; und auch die abendlichen Partys in der Ebinger City stießen nicht nur auf Musik begeisterte Ohren. Immer wieder gilt „Des einen Freud' ist des anderen Leid“. An diesem Wochenende hatten mal wieder die Biker Vorfahrt. Recht so. Schließlich ist der Marathon eine Image trächtige Veranstaltung – für Albstadt, aber auch die gesamte Region – und so etwas brauchen wir.

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Montag, 14. Juli 2008

Ein Hoch auf die „Linke“

„Unser Kind soll mit der richtigen Hand schreiben.“ Ein Satz wie in Stein gemeißelt. Gefallen erst vor wenigen Monaten. So jedenfalls berichtete neulich die Klassenlehrerin meines Sohnes beim Elternabend. Sie ahnen es schon: „Richtig“ wurde gleichgesetzt mit „rechts“. Mir hat es glatt die Sprache verschlagen. 31 Jahre ist es jetzt her, dass mir meine Eltern meinen ersten Schulfüller kauften. Wie stolz war ich damals auf meinen „Pelikan“ – so viel Schleichwerbung darf schon sein, denn so viel verschiedene Füller gab es anno 1977 noch nicht. Und schon gar nicht spezielle Füller für Linkshänder wie ich einer bin.

Noch zehn, 20 Jahre vor meiner eigenen Einschulung war es quasi undenkbar gewesen, dass ein Kind mit der „falschen“ Hand zu schreiben lernt. Heute sieht es glücklicherweise anders aus. Denn nichts ist unangebrachter, als ein Kind auf rechts umgewöhnen zu wollen. Das sollten sich alle Eltern ins Stammbuch schreiben, die befürchten, mit links würde die Tinte nur so übers Papier verschmiert. Keine Angst, liebe Linkshänderkind-Eltern, das wird passieren, geht aber irgendwann vorbei. Übrigens: Am 13. August ist Weltlinkshändertag.

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Freitag, 11. Juli 2008

Schweiß für den kultigen Fetzen

Heute geht mit dem City-Sprint der Prolog des Albstadt-LBS-Bike-Marathons über die Bühne. Damit fällt wiederum der Vorhang zum größten Sportevent im gesamten Zollernalbkreis.

Dass 86 Kilometer auf zwei Stollenreifen nicht von Pappe sind, erklärt sich von selbst. Zumindest, wenn man weniger als sechseinhalb Stunden benötigen darf, um eben das in den Händen zu halten, weswegen man – keiner gibt's zu – eigentlich mit-„radelt“ . . . Klar, der sportliche Ehrgeiz steht im Vordergrund. Und der gesundheitliche Aspekt. Und vielleicht noch der Spaß, gemeinsam im Team auf die Piste zu gehen. Vielleicht tut man sich die 1600 Höhenmeter inklusive aller Schürfwunden, des Muskelkaters am Tag danach, eventuell kaputter Fahrradschläuche und blauer Flecken (vom vielen „auf-die-Schulter-klopfen“?) auch an, um das Feeling zu erleben bei der Zieleinfahrt von Tausenden beklatscht und bejubelt zu werden. Aber 'mal ehrlich – der eigentliche Grund, sich das alles anzutun ist doch mit Sicherheit Kult, knallbunt, atmungsaktiv und mit dem Schriftzug „Finisher“ versehen.

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