Donnerstag, 24. Juli 2008

Diebe machen keinen Urlaub

„Endlich…“ werden viele sagen. Die schönste Zeit des Jahres steht den meisten bevor. Die Schule ist zu Ende und auch die Handwerker-Ferien stehen vor der Tür. Reisezeit. Weg in fremde Länder und andere Gefilde. Doch anstatt sich jetzt nur einzig auf die ersehnte Entspannung an Strand oder Pool, weltbekannte Sehenswürdigkeiten oder die schönen Alpengipfel zu freuen, sollte man auch an sein liebes Häusle denken. Schließlich soll die Urlaubserholung nicht gleich nach Rückkehr vom Feriendomizil der Ernüchterung in der Heimat weichen... Dann nämlich, wenn böse Zeitgenossen am Werk waren, Langfinger in Abwesenheit der Eigentümer oder Mieter die Wohnung durchsuchten und im besten Falle für sich dann selbst, aber im schlimmsten für die Opfer, auch noch fündig wurden. „Diebe und Einbrecher machen keinen Urlaub“, das sollte jedem bewusst sein. Deshalb nicht nur jetzt ans Kofferpacken denken, sondern auch daran, wie man das Eigenheim am besten „sichert“. Rollläden zu oder auf? Fenster kippen? Vielleicht ein Licht brennen lassen? Um den Anschein zu erwecken: da ist doch einer zu Hause. Oder lieber doch alles dicht machen? Schwierig, sich korrekt zu verhalten. Tipps rund um dieses Thema gibt es aber zuhauf. Aus erster Hand, von Fachleuten, die tagtäglich mit der Problematik und den Delikten konfrontiert sind: Der Polizei. Warum nicht noch schnell vorm Urlaub am Revier vorbei fahren und die hilfreiche Broschüre holen? Vorsicht war noch immer besser als Nachsicht.

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Mittwoch, 23. Juli 2008

Die Hundstage kommen

Es ist Gesprächsthema für alle Anlässe, das Wetter. So kurz vor der Urlaubszeit suchen viele nicht nur im Internet nach langfristigen Vorhersagen, manchen kommen auch die Witterungsregelfälle oder Singularitäten in Erinnerung, also die Wetterlagen, die zu bestimmten Zeitabschnitten im Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten. Aktuell sind es die bevorstehenden Hundstage, wie die heißen Tage in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August bezeichnet werden. Sie heißen jedoch nicht so, weil es an solchen Tagen sogar Hunden zu heiß werden kann, sondern sind benannt nach dem Sternbild „Großer Hund“, welches in dieser Zeit am nächtlichen Himmel auszumachen ist. Schon zwei Jahrtausend vor Christus brachte man das Sternbild mit der Nilflut in Verbindung und die alten Griechen glaubten, die Verschmelzung des Sonnenlichts mit dem „Feuer“ des Sirius sei Ursache der Hitze. In Erinnerung sind die Hundstage im Jahre 2003 mit einem Rekordwerten von 40,8 Grad Celsius im Saarland. Am 12.August war es mit verbreitet 36 bis 38 Grad in weiten Teilen Deutschlands extrem heiß. Von solchen Werten weit entfernt sorgt nach dem kühlen Wochenbeginn ab heute der Keil eines Azorenhochs für Wetterbesserung und auch auf der Alb für steigende Temperaturen. Ab Freitag sind hochsommerliche Temperaturen angekündigt. Bei aufkommender Schwüle wird man zum Wochenende aber auch mit Wärmegewittern und Schauern rechnen müssen. Fraglich ist, was man bei der heutigen Wetterlage von dieser Bauernregel halten soll: „Wie das Wetter, wenn der Hundsstern aufgeht, so wird`s bleiben, bis er untergeht.“

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Dienstag, 22. Juli 2008

Fremdsprachen erwünscht

Wer vergangenes Wochenende auf profunde Französischkenntnisse zurückgreifen konnte, war klar im Vorteil. Waren doch mit Chambérys Bürgermeisterin Bernadette Laclais und Vertretern der „Association Albstadt-Chambéry“ illustre Gäste aus der französischen Partnerstadt Albstadts zu Besuch. Das umfangreiche Programm für die Gäste las sich in etwa wie folgt: Nach einem „Rendez-vous“ am Vormittag ging es in ein „atelier pour handicapés“ und am folgenden Tag ins „Musée des Beaux Arts“, zwischendurch traf man sich immer wieder zum „repas“. Hä – fragen sich da Zeitgenossen, wie ich, die vor etlichen Jahren die ungeliebte Fremdsprache in der Schule abgewählt haben und allenfalls noch „Auswendig-Lern-Sätze“ aus dem Lehrbuch beherrschen, wie „Je voudrais des aubergines“ – zu deutsch: Ich hätte gerne Auberginen – oder „Le magnétophone ne marche pas“, was soviel heißt, wie „Der Kassettenrekorder funktioniert nicht“. Glücklicherweise hatte die Stadtverwaltung für solche hoffnungslosen Fälle wie mich eine Lösung: Dank wortgewandeter Übersetzter konnte auch ich dem Geschehen bestens folgen. Dafür, liebe Organisatoren, ein dickes „Merci“ – so weit reichen meine Französischkenntnisse gerade noch.

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Samstag, 19. Juli 2008

Die Tür zum Futternapf

Allerlei Unkräuter wuchern am Steilhang in meinem Garten. Die Stauden und Gehölze sind fast vollkommen zugewachsen. Da gibt's für den peniblen Hobbygärtner nur eins: Das Unkraut muss weg. Nach zwei Stunden piept's plötzlich am linken Gummistiefel. Im Wacholderstrauch hat eine Heckenbraunelle ihr Nest gebaut – fünf hungrige Mäuler schauen mich an.

Jetzt ist guter Rat teuer. Denn ich habe in meiner Ordnungswut das dichte Gestrüpp entfernt – völlig schutzlos sind nun die kleinen Vögelchen. Ich versuche, einen Teil des ausgerissenen Unkrauts wieder um das Nest zu drapieren – ob's hilft? Die Eltern der kleinen Vögel schaffen unermüdlich Futter an, um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Jeden Morgen gehe ich zum Nest und schaue nach den kleinen Piepmätzen, die prächtig gedeihen.

Heute morgen liegt das Nest umgestürzt am Boden. Außer einigen Federn deutet nichts mehr auf meine kleinen Vögelchen hin. Die Elstern, bekannte Nesträuber und Bewohner eines Kirschbaumes in der Nähe meines Gartens, haben ganze Arbeit geleistet. Oder waren es die Katzen, die sich gerne auf meinem Anwesen tummeln? Dumm nur, dass ich den Räubern auch noch die Tür zum Futternapf geöffnet habe!

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Freitag, 18. Juli 2008

Belästigende Werbung

Früher per Brief oder Telefax, heute bequem per E-Mail oder auf deutsch gesagt per elektronischer Post, man wird mit unerwünschter Werbung nur so überschüttet. Mehr als die Hälfte aller E-Mails werden den Empfängern unerwünscht zugestellt und man könnte meinen, das die Spamflut immer größer wird, trotz Spamfilter und dem Bemühen, mit rechtlichen Schritten und Gesetzen den Aktivitäten Einhalt zu gebieten.

Nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) ist eine Werbung unter Verwendung von Faxgeräten oder E-Mail als unzumutbare Belästigung verboten, wenn keine Einwilligung des Adressaten vorliegt.

Selbst bei gewerblichen Nachfragen gibt es Grenzen, wie das gestrige Urteil des für das Wettbewerbsrecht zuständigen I. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (Az. I ZR 197/05) zeigt.

Ein Fußballverein erhielt per E-Mail eine Anfrage eines Online-Spieleanbieters betreffend Werbebanner auf der Internetseite des Vereins. In der Anfrage sieht der BGH eine belästigende Werbemaßnahme, die zu untersagen sei. Weder gehöre Werbung zum typischen Vereinszweck eines Fußballvereins, noch sei die von einem Fußballverein auf seiner Internetseite zur Kontaktaufnahme angegebene E-Mail-Adresse für derartige Anfragen bestimmt.

Fraglich ist, in wie weit solche Entscheidungen die Werbeflut eindämmen. Das Wettbewerbsrecht billigt nur Wettbewerbern Unterlassungsansprüche zu und strafrechtlich sind so gut wie keine Sanktionen zu erwarten. Kaum vorstellbar, dass die Zahl der unerwünschten Werbebotschaften geringer wird.

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