Mittwoch, 8. Februar 2017 von Thomas Godawa

Das ist ganz schön übel

Es kam ohne Vorwarnung. Eigentlich müsste es ja Sie heißen, denn es ist eine Infektion, die den Magen- und Darmtrakt überfällt und zu heftigen körperlichen Kontraktionen führt, die einem ganz schön schlapp machen. Da kann ich nur sagen, gottseidank, passiert das nicht so oft. Wenn dich die Rache Montezumas erwischt hat, dann gehe auf Abstand zu deinen Mitmenschen und halte die Spuckschüssel in deiner Nähe. Das wünscht man wirklich keinem und doch, wie ich später vernommen habe, hat sie etliche Menschen zur gleichen Zeit heimgesucht. Übrigens Moctezuma war ein aztekischer Herrscher. Als er starb soll er einen Fluch gegen die spanischen Eroberer ausgesprochen haben. Die Redensart ist 1968 während der Olympischen Spiele in Mexiko aufgekommen, als einige deutsche Sportler unter Darmerkrankungen litten. Als Kind fand ich das damals äußerst gruselig und ganz schön übel.

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Freitag, 27. Januar 2017 von Thomas Godawa

Einweisung per Handzeichen

Neulich ist mir wieder einmal aufgefallen, was wir alles mit Gestik unterstützen. Sie kennen den Fall. Neben Ihnen hält ein Auto und der Fahrer oder auch der Beifahrer möchten zu einem bestimmten Ort, Ziel oder Fest. Also geht es los, erst geradeaus, der Erklärarm ist gestreckt, dann nach links, der Arm wird angewinkelt, dann wieder geradeaus, der Arm wieder gestreckt und dann nach rechts. Der Oberkörper dreht sich in die entsprechende Richtung und der Wegweisearm ist im Neunzigradwinkel ausgestreckt. Ein kurioses kleines Ballett, wenn man es etwas aus der Ferne betrachtet und keinen Ton dazu hat, eben eine Einweisung per Handzeichen.

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Dienstag, 24. Januar 2017 von Thomas Godawa

Der Stick für den Fernseher

Wir haben einen TV-Stick geschenkt bekommen. Eine schöne Sache. Ich war ganz begeistert. Den Stick zu installieren ist mechanisch gar nicht so schwer, technisch aber schon etwas anspruchsvoller, weil er Kontakt zum WLAN braucht. Aber es gibt ja versierte Kinder, die das ruckzuck auf die Reihe bringen. Fein. So, und dann die Erklärung der Handhabung. Unglaublich was man damit alles machen kann, sehen kann, zappen kann. Eine ganz neue Videowelt tut sich auf, und hinterm Horizont geht's weiter. Sender, Mediatheken, Filme in ganz außerordentlicher Vielzahl. Dieser Stick für den Fernseher erweitert die Zuschauerdimensionen. Schon beruflich bin ich ja mit technischem Wandel von jeher konfrontiert, aber das ist ein Knaller und es wird immer schneller. Ich werde mich mal ganz langsam da rein arbeiten.

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Mittwoch, 18. Januar 2017 von Thomas Godawa

Mann, ist das knackig kalt

Es ist Winter. In Ordnung. Es liegt Schnee, das gehört dazu und Mann, es ist knackig kalt. So im kurzen Kontakt beim rein- und rausgehen aus der geheizten Behausung fällt einem das gar nicht so auf. Aber beim längeren Aufenthalt an der frischen Luft wird es dann schon streng. Neulich so passiert beim Familientreffen. Natürlich wollten alle Kinder, die des Laufens mächtig sind, raus in den Schnee und auf den Spielplatz. Immerhin bei Minus zehn Grad am Nachmittag. Der Schnee war so durchgefrostet und pulvrig, dass an Schneemann bauen oder Schneeballschlacht gar nicht zu denken war. Also rutschen, schaukeln und fangen. Prima, das macht Spaß, bis die Finger trotz Handschuhen klamm werden, die Nase rot und die Mütze nass. Und nach einer halben Stunde stellten alle Beteiligten fest, es wird richtig kalt, so durch und durch. Gut jetzt und nichts wie rein in die warme Stube, die dicken Klamotten aus und dann ganz genüsslich und gemütlich was am Tisch essen, mit Käse überbacken. Schön warm.

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Dienstag, 10. Januar 2017 von Thomas Godawa

Volle Konzentration

Gerade eben war ich bei strahlendem Sonnenschein mit dem Auto unterwegs und bog von der Bundesstraße ab in einen Kreisverkehr. Im Augenwinkel entdeckte ich dabei einen Vogel, der neben der Fahrbahn in einer Regenablaufrinne stand und sich nicht bewegte. Bei genauerem Hinsehen stellte sich dieses gefiederte Tier als Graureiher heraus, der ganz offensichtlich auf eine Beute lauerte, die er im Voraus wohl schon ausgemacht hatte. Nichts an diesem Tier bewegte sich. Trotz des um ihn herum brausenden Verkehrs, nur einen Meter entfernt, stand der Reiher wie eingefroren und mit voller Konzentration auf sein Ziel ausgerichtet. Ob er bei der Jagd erfolgreich war, weiß ich nicht, denn ich musste mich dann wieder voll auf den Straßenverkehr konzentrieren.

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