Mittwoch, 18. Januar 2017 von Thomas Godawa

Mann, ist das knackig kalt

Es ist Winter. In Ordnung. Es liegt Schnee, das gehört dazu und Mann, es ist knackig kalt. So im kurzen Kontakt beim rein- und rausgehen aus der geheizten Behausung fällt einem das gar nicht so auf. Aber beim längeren Aufenthalt an der frischen Luft wird es dann schon streng. Neulich so passiert beim Familientreffen. Natürlich wollten alle Kinder, die des Laufens mächtig sind, raus in den Schnee und auf den Spielplatz. Immerhin bei Minus zehn Grad am Nachmittag. Der Schnee war so durchgefrostet und pulvrig, dass an Schneemann bauen oder Schneeballschlacht gar nicht zu denken war. Also rutschen, schaukeln und fangen. Prima, das macht Spaß, bis die Finger trotz Handschuhen klamm werden, die Nase rot und die Mütze nass. Und nach einer halben Stunde stellten alle Beteiligten fest, es wird richtig kalt, so durch und durch. Gut jetzt und nichts wie rein in die warme Stube, die dicken Klamotten aus und dann ganz genüsslich und gemütlich was am Tisch essen, mit Käse überbacken. Schön warm.

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Dienstag, 10. Januar 2017 von Thomas Godawa

Volle Konzentration

Gerade eben war ich bei strahlendem Sonnenschein mit dem Auto unterwegs und bog von der Bundesstraße ab in einen Kreisverkehr. Im Augenwinkel entdeckte ich dabei einen Vogel, der neben der Fahrbahn in einer Regenablaufrinne stand und sich nicht bewegte. Bei genauerem Hinsehen stellte sich dieses gefiederte Tier als Graureiher heraus, der ganz offensichtlich auf eine Beute lauerte, die er im Voraus wohl schon ausgemacht hatte. Nichts an diesem Tier bewegte sich. Trotz des um ihn herum brausenden Verkehrs, nur einen Meter entfernt, stand der Reiher wie eingefroren und mit voller Konzentration auf sein Ziel ausgerichtet. Ob er bei der Jagd erfolgreich war, weiß ich nicht, denn ich musste mich dann wieder voll auf den Straßenverkehr konzentrieren.

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Mittwoch, 4. Januar 2017 von Thomas Godawa

Nachlauf für Weihnachten

Für kleine Kinder ist Weihnachten ja noch keine Größe. Vorfreude existiert in ihrer Vorstellungswelt nicht und eine Erwartungshaltung in Bezug auf Geschenke und deren Qualität und Größe gibt es auch noch nicht. Was sie aber schon registrieren, ist dieses komische Ding, das jetzt in jedem Wohnzimmer steht. Grün und stachelig, wohl bewacht und behütet von den Erwachsenen. Eine Annäherung hat sofort vehemente Ablenkungs- und Rückhaltemanöver zur Folge. Entweder sind die Kerzen heiß, oder wenn elektrifiziert, die Kugeln zu empfindlich. Doch so nach und nach lässt die Aufmerksamkeit der Baumbehüter nach und so ergibt sich die Chance, doch an diesen glitzernden „Ball“ zu kommen. Und kaum ist er berührt, fällt er auch schon zu Boden und zerbirst in viele kleine Scherben. Ein erschreckter Blick des kleinen Übeltäters geht in die Runde, doch die Gemeinde ist milde gestimmt und so gibt es nur noch eine mündliche Ermahnung, dies nicht mehr zu tun.

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Mittwoch, 28. Dezember 2016 von Thomas Godawa

Grüße via Laptop

Es ist nicht mehr so wie früher. Die Zeiten haben sich gewandelt. Noch vor nicht allzu langer Zeit war für mich Vorlesen unterm Weihnachtsbaum angesagt und das Klingelingeling der kleinen Weihnachtsglocke kündigte an, dass der Weihnachtsmann oder auch das Christkind die Geschenke abgegeben hatten. Heute klingelt es immer noch, aber diesmal zur vorgeplanten Uhrzeit und es ist nicht das Glöckchen, sondern der Laptop, der sich meldet. Schwupp geht der Bildschirm an und siehe da, alle Familienglieder erscheinen auf unterschiedlichen Segmenten des Bildschirmes, winken, lachen, und die Krabbelkinder patschen begeistert auf die integrierte Kamera. Die akustische Verständigung ist zwar eher schwierig, aber sehen können wir uns alle. Egal, an welchem Ort wir uns befinden. Nun hat uns der Fortschritt in der schönen neuen Welt auch zu Weihnachten eingeholt. Eigentlich gar nicht schlecht.

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Dienstag, 20. Dezember 2016 von Thomas Godawa

Fluch der Technik

Ich weiß nicht,ob Sie schon mal versucht haben, mit einem Kopiergerät ein farbiges Foto einzuscannen und dabei das Dateiformat zu ändern. Hört sich eigentlich ganz unkompliziert an, ist es aber nicht. Je nachdem, wie das Kopiergerät eingestellt ist und wie alt es ist. Im ersten, zweiten und dritten Versuch mit einem schon etwas älteren Gerät funktionierte es nicht wirklich, trotz Befolgen der Anleitung. Eine E-Mail zum Adressaten wurde zwar verschickt, aber das Foto war nicht bunt und auch nicht im richtigen Dateiformat abgespeichert. Bei mir machte sich leichte Verzweiflung breit, vermischt mit wachsendem Zorn über die Vergeblichkeit meiner Bemühungen. Gott sei Dank war in der Nähe noch ein weiteres Gerät neueren Datums zu finden. Aber auch hier wollte sich das gewünschte Ergebnis nicht einstellen. Das wurde erst erzielt, als eine technisch eingewiesene Kollegin mir zu Hilfe kam. Fazit: Der Fluch der Technik trifft also auch Männer. Und Frauen können Maschine.

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