Donnerstag, 23. Februar 2017 von Thomas Godawa

Die Leichtigkeit des Gleitens

W er von Ihnen ist schon mal in einem Elektroauto der gehobenen Mittelklasse gefahren, so in der Preisklasse bis 80 000 Euro. Ich hatte vor kurzem die Möglichkeit im Fond eines solchen technischen Wunders mitgenommen zu werden. Schon beim Heranfahren des Elektroautos ist fast nichts zu hören, nur ein leises Knirschen der Räder auf dem Untergrund. Im Auto selbst kein Motorgeräusch, nur die Leichtigkeit des sanften Gleitens. Kein Schalten, nur stufenloses Beschleunigen. Was zunimmt, ist das Rauschen des Fahrtwindes und das Abrollgeräusch der Reifen. Es ist schon eher ein Schweben, ohne den Anspruch auszulösen, noch schneller fahren zu wollen. Die Reisegeschwindigkeit von gut 130 Stundenkilometern reicht völlig. Schneller geht es auf bundesdeutschen Autobahnen eh kaum noch. Ich bin überzeugt, diese Entwicklung wird sich durchsetzen. Mit all den daraus resultierenden Konsequenzen. Kein Motor, kein Getriebe, kein Auspuff, weniger Wartung. Und die Energiebilanz muss stimmen, denn Fahren mit Kohlestrom ergibt keinen Sinn.

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Dienstag, 21. Februar 2017 von Thomas Godawa

Ein Hauch von Frühling

Ein erster Hauch von Frühling. War das nicht schön zwischendurch. Die prognostizierte Temperatur von plus, ich unterstreiche, plus 14 Grad Celsius wurde, laut verschiedener Anzeigetafeln, tatsächlich auch erreicht. Und die Sonne schien schon wärmend auf den Rücken. Die Vöglein jubilierten und trällerten. Na, gut jetzt. Es ist immerhin noch Winter und erst Mitte Februar. Darum reden wir hier nur von einem Hauch des Frühlings. Der kam allerdings und ganz offensichtlich bei einem von drei jungen, schwarz gekleideten Männern, die ich mittags auf der Treppe zum Eyachbad traf, schon sehr ausgeprägt an. Dieser eine junge Mann hatte nämlich mal hurtig die Oberbekleidung abgelegt und dafür seinen Ghettoblaster aufgedreht. Das war dann schon deutlich mehr als ein Hauch, aber voll cool Mann. Ich hatte derweil meinen Mantel doch lieber anbehalten. Tja, das ist der blanke Unterschied.

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Dienstag, 14. Februar 2017 von Thomas Godawa

Pflanzenextrakt hilft wenig

Vielleicht ist es ja ein Placebo-Effekt, wenn man bei Erkältung, Husten, Heiserkeit ein pflanzliches Mittel zu sich nimmt und vermeint zu spüren, wie sich die Gesamtkonstitution verbessert. Macht man sich dann ein bisschen schlau über diverse Untersuchungen, muss man leider die Zweifelhaftigkeit der versprochenen Wirkung erkennen. Und es stellt sich mal wieder heraus, ein Antibiotikum muss es auch nicht jedes Mal gleich sein. Dann bleibt einem keine Alternative mehr, wenn es noch dicker kommt. Also doch wieder einen Extrakt einer Geranie zu sich nehmen, inhalieren, sich ins Bett legen, frisch gepresstes Vitamin C zu sich nehmen und Geduld haben. Wie lautete doch der vielsagende Spruch, eine Erkältung dauert halt so lange, wie eine Erkältung dauert. Na dann, Gesundheit.

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Mittwoch, 8. Februar 2017 von Thomas Godawa

Das ist ganz schön übel

Es kam ohne Vorwarnung. Eigentlich müsste es ja Sie heißen, denn es ist eine Infektion, die den Magen- und Darmtrakt überfällt und zu heftigen körperlichen Kontraktionen führt, die einem ganz schön schlapp machen. Da kann ich nur sagen, gottseidank, passiert das nicht so oft. Wenn dich die Rache Montezumas erwischt hat, dann gehe auf Abstand zu deinen Mitmenschen und halte die Spuckschüssel in deiner Nähe. Das wünscht man wirklich keinem und doch, wie ich später vernommen habe, hat sie etliche Menschen zur gleichen Zeit heimgesucht. Übrigens Moctezuma war ein aztekischer Herrscher. Als er starb soll er einen Fluch gegen die spanischen Eroberer ausgesprochen haben. Die Redensart ist 1968 während der Olympischen Spiele in Mexiko aufgekommen, als einige deutsche Sportler unter Darmerkrankungen litten. Als Kind fand ich das damals äußerst gruselig und ganz schön übel.

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Freitag, 27. Januar 2017 von Thomas Godawa

Einweisung per Handzeichen

Neulich ist mir wieder einmal aufgefallen, was wir alles mit Gestik unterstützen. Sie kennen den Fall. Neben Ihnen hält ein Auto und der Fahrer oder auch der Beifahrer möchten zu einem bestimmten Ort, Ziel oder Fest. Also geht es los, erst geradeaus, der Erklärarm ist gestreckt, dann nach links, der Arm wird angewinkelt, dann wieder geradeaus, der Arm wieder gestreckt und dann nach rechts. Der Oberkörper dreht sich in die entsprechende Richtung und der Wegweisearm ist im Neunzigradwinkel ausgestreckt. Ein kurioses kleines Ballett, wenn man es etwas aus der Ferne betrachtet und keinen Ton dazu hat, eben eine Einweisung per Handzeichen.

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