Samstag, 17. Juni 2017 von Thomas Godawa

Kontrollen sind obligatorisch

Dass Personen- und Taschenkontrollen am Eingang zum 25. Balinger Volksfest auf dem Messegelände inzwischen obligatorisch sind, hat mein Online-Kollege schon fast beiläufig auf zak.de vermerkt. Mich macht es doch noch etwas betroffen, denn ich kann mich an Zeiten erinnern, da war der freie Zugang zu solchen Festen etwas Selbstverständliches. Unvorstellbar, vorher durchsucht zu werden. Aber die Zeiten haben sich geändert. Sicherheit geht vor.

Das bedeutet auch mehr Polizeipräsenz auf dem Platz und mehr Sicherheitsdienst im Festzelt, denn auch hier haben sich die Sitten gegenüber früheren Zeiten gewandelt. Die Menschen sind sind aggressiver und brutaler geworden. All dem muss man Rechnung tragen, vor allem gerade dann, wenn man den berechtigten Anspruch vieler freundlicher und friedlicher Besucher, Familien und Kindern auf ein fröhliches Fest auch wirklich ernst nimmt.

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Mittwoch, 7. Juni 2017 von Thomas Godawa

Das Wetter als Achterbahn

Mann-O-Mann, das geht aber auf die Nieren: erst schwül, heiß und gewittrig, dann stürmisch, dann Temperatursturz, dann wieder rauf auf dreißig Grad. Eine Achterbahnfahrt, auf englisch roller coaster, des Wetters ohnegleichen. Gut, das gab es früher auch schon, aber nicht so extrem kurz getaktet hintereinander. Oder täusche ich mich? Gab es nicht ehemals Wetterlagen, die über ein, zwei Wochen stabil waren, sommerliche Wärme mit örtlichen Gewittern am Abend, Regen und leichte Abkühlung in der Nacht, am nächsten Morgen wieder Wärme und Sonnenschein? Inzwischen habe ich den Eindruck, jeder Tornado über dem Atlantik wird nach der Ankunft in den USA wieder zurück gedrückt nach Europa. Ich habe mich bisher nicht getraut, den Grill raus zu holen und die Gartenmöbel aufzustellen. Mann weiß ja nicht, was wann als Nächstes um die Ecke kommt. Eine weitere Unwetterwarnung? Ist das der Klimawandel? Kann nicht sein, denn der Mann, der alles weiß, hat gesagt, den gibt es nicht. In dem Fall: Ignoranz first.

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Freitag, 5. Mai 2017 von Thomas Godawa

Sie sind wieder unterwegs

Am Wochenende habe ich sie wieder gesehen. Die Männer und Frauen auf ihren heißen Kisten. Gleich pulkweise waren sie unterwegs und sammelten sich vor der roten Ampel am Gewerbegebiet Gehrn in Balingen. Motorräder ganz unterschiedlichen Typs kamen da zusammen und entwickelten einen unüberhörbaren Sound, der im Winter nun mal nicht zu vernehmen ist. Nun ist er da, der Frühling, schoss es mir durch den Kopf. Beim Anfahren in der Grünphase der Ampel verstärkte sich der Eindruck des lange nicht mehr gehörten Motorradgeräusches. Die Demonstration von wiedergewonnener Freiheit und Abenteuer, jedenfalls war das mein subjektiver Eindruck. Endlich wieder draußen unterwegs sein zusammen mit Freunden und Gleichgesinnten. Ich habe übrigens keinen Motorradführerschein. Mir reicht bekanntermaßen mein Fahrrad. Die andere Gruppe auf zwei Rädern, die auch gerne mal in der Gruppe an der frischen Luft unterwegs ist, allerdings ohne Sound, dafür mit Muskelkraft. Auch schön.

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Mittwoch, 26. April 2017 von Thomas Godawa

Erkältung ohne Ende

Ist Ihnen das auch schon mal passiert in den zurückliegenden Jahren? Im Herbst des Vorjahres haben Sie sich eine leichte Erkältung eingefangen. Nichts dramatisches. Na ja, die geht wieder weg. Erkältungen dauern nun mal sieben Tage, ob mit oder ohne Arzt und Medikamente. So weit, so gut. Und es entwickelte sich, zumindest bei mir, in die richtige Richtung. Bald war fast nichts nichts mehr zu spüren. Die Betonung liegt auf fast. Im Dezember ging es dann wieder los mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Und im Frühjahr kam dann auch noch die Rache Montezumas dazu. Mein lieber Mann. Und anderen Familienmitgliedern ging es auch nicht besser. Holla die Waldfee, das geht ganz schön an die Kondition. Und zum guten Schluss noch eine fette Bronchitis oben drauf, die mit Antibiotikum behandelt werden musste. Da kam ich aus dem Schwächeln gar nicht mehr heraus. Waren es nun zähe mutierte neuartige Bakterien, die ihren Angriff gestartet hatten, oder die Mitbringsel der lieben Enkelkinder aus dem Kindergarten, dem die Großeltern nicht mehr gewachsen waren? Beides ist möglich, so die Expertenauskunft.

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Freitag, 10. März 2017 von Thomas Godawa

Transformierte Nikoläuse

Es darf ja wohl nicht wahr sein. Sie sind tatsächlich schon da. Die transformierten Nikoläuse oder auch Weihnachtsmänner, egal. Und die sehen jetzt aus wie Osterhasen. Und sie stehen da in großen Gruppen in den Verkaufsständen der Supermärkte, einzeln verpackt in güldenem Geschenkpapier, teils mit Glöckchem um den Hals. Aber gemach, es ist noch ein wenig hin bis Ostern. Ein paar wenige sieben Wochen, denn der Februar ist gerade erst zu Ende gegangen. Aber es soll ja Kunden geben, die bereits nach Österlichem verlangen, wie auch in der Vorweihnachtszeit nach dem vorgezogenen Lebkuchen nach den Sommerferien. Das zumindest haben Umfragen und Kundenstudien ergeben. Na dann, Häschen hüpf.

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