Samstag, 26. September 2009 von Thomas Godawa

Die kleinen Verführungen

Nun, jeder von uns ist gewillt, Disziplin walten zu lassen, wenn es um die Gewichtszunahme geht. Das kleine Häppchen zwischendurch wird vermieden, dafür gibt es ausreichend sauren Sprudel, gut für die Figur und gut für den Kreislauf. Frugaler Lebensstil eben kombiniert mit dem reichhaltigen Verzehr von Obst und Gemüse. Die Drohung vor einem zu hohen Cholesterinspiegel im Hintergrund . Vor allem, wenn man älter wird. Doch was passiert, ein lieber Kollege bringt eine ganze Tüte mit Süßigkeiten ins Büro und lässt diese im der Mitte des Raumes zur allgemeinen Verfügung zurück. Eine Verlockung, eine Versuchung, eine Verführung, jedes Mal wenn du an diesem Tisch mit der Tüte vorbei gehst. Nur gut, den anderen Kollegen geht es auch nicht anders. Aber, oh Schreck, oh Graus, am Abend ist die Tüte doch leer. Wer hat nur alle diese Süßigkeiten in sich hinein geschlungen? Ich nicht, ich habe mich beherrscht, ich habe nur eins, oder zwei oder drei.....Also gut, ich bin den kleinen Verführungen erlegen und wie immer gelobe ich Besserung. Bis zum nächsten Mal.

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Dienstag, 15. September 2009 von Thomas Godawa

Frauenfußball wunderbar

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft durfte sich zu recht feiern lassen nach dem 6:2-Sieg im Finale gegen England, was ihr den fünften Europameister-Titel hintereinander einbrachte und für Silvia Neid, die Bundestrainerin, sind es insgesamt schon sieben dieser Titel. Wer wollte da noch behaupten, die deutschen Frauen könnten nicht auch Weltmeister werden, 2011 im eigenen Land. Die Männer hatten schon die Chance dazu, sind aber „nur“ Weltmeister der Herzen geworden, im eigenen Land. Jetzt müssen sie nach Südafrika fahren, um sich den Pott zu holen. Ob die Frauen es besser machen als die Männer, wird sich heraus stellen, aber in der jetzigen Form ist der WM-Titel durchaus wieder vorstellbar. Noch ist allerdings die Begeisterung für den Frauenfußball nicht auf dem Niveau der Männerabteilung angekommen, obwohl der DFB-Präsident Theo Zwanziger ein absoluter Fan und Förderer des Frauenfußballs ist. Frauen spielen nicht wie Männer, sie haben ihre eigene Art und Schnelligkeit, kämpfen aber genauso mit Einsatz und Entschlossenheit. Vielleicht schaffen es die Organisatoren der Frauen-Fußball-WM bis 2011 auch public viewing anzubieten, denn Frauenfußball ist auch wunderbar. Zugegeben, ich bin subjektiv voreingenommen, denn meine jüngste Tochter Christina spielt mit der Frauenmannschaft des TSV Frommern-Hartheim nach dem Aufstieg aus der Regionenliga in der Landesliga, hoffentlich auch wunderbar.

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Mittwoch, 2. September 2009 von Thomas Godawa

Eine Spur von Herbst in der Luft

Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so ging, aber in den vergangenen Tagen, trotz strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, war doch schon eine Spur Herbst in der Luft. Eigentlich nicht klar zu definieren, mehr so ein Bauchgefühl, oder ein Kribbeln in der Nase. Auch scheinen schon einige Büsche und Bäume eine andere Farbe anzunehmen. Aber vielleicht ist es ja auch schon der vorgezogenen wehmütige Abschied von der warmen Jahreszeit, der die Seele umtreibt. Oder sind die Vorboten doch da? Bereits am Donnerstag, 20. August, Außentemperatur bei 35 Grad, hat uns Gisela Fecker aus Weilstetten per E-Mail eine Aufnahme von zwei blühenden Herbstzeitlosen geschickt. Tja, was soll man da sagen: Der nächste Winter kommt bestimmt.

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Donnerstag, 20. August 2009 von Thomas Godawa

Sprache lebt

Die deutsche Sprache ist eine sehr ausdrucksstarke und lebendige Sprache. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern auch die von Experten und Sprachwissenschaftlern. Vor Jahren bestätigte mir ein belgisches Professor aus Brüssel, den ich in der Toskana kennen gelernt hatte, das die deutsche Sprache sehr bildhaft und bildfähig sei. In keiner anderen Sprache sei es möglich eine Sache oder ein Ding auch präzise durch ein Wort auszudrücken. In anderen Sprachen müssten Zusatz- oder Ersatzkonstruktionen, sprich Umschreibungen gebildet werden. Im Deutschen präge der Begriff das Bild und so sei diese Sprache prädestiniert als die der Sprache der Dichter und Denker. Das stimmt, denn da fällt mir ganz konkret ein Wort ein, das ich vor kurzem auf einer Mauer gelesen habe: Löschwasserentnahmestelle. Was für eine Kreation. Eine Mehrfachkoppelung, die uns aber sofort darüber aufklärt, um was für einen Stutzen es sich handelt, der da aus der Mauer schaut. Einfach prickelnd, wenn nicht sogar sexy. Oder noch eines in dieser Kategorie: Saugschacht. Kurz nachdenken und ja. Hier kann etwas aus der Tiefe abgesaugt werden. Einfach genial. Eine Wortverknüpfung und alles ist klar, alle wissen was gemeint ist. Die Sprache lebt und entwickelt sich weiter. Noch eine Nachfrage. Wussten Sie was eine Saftschubse ist? Dieser Begriff hat es umgangssprachlich sogar in den Duden geschafft. Es handelt sich um eine Flugbegleiterin. Man lernt nie aus.

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Dienstag, 4. August 2009 von Thomas Godawa

Die Gymnastik am Handy

Ich weiß nicht, ob sie es schon einmal gesehen haben, oder ob es Ihnen aufgefallen ist, aber Menschen, die in der Öffentlichkeit mit dem Handy telefonieren, machen Gymnastik. Je nach dem, wer der Gesprächspartner am anderen Ende ist, fallen die Bewegungen aus. Ist es etwas Geschäftliches, gehen viele über in den Paradeschritt, schreiten geduldig mit gleicher Schrittlänge ein Oval ab, oder bewegen sich auf eine Linie vor und zurück. Dabei bleibt der Kopf leicht nach vorne gebeugt und die Stimme wird nicht über normale Lautstärke erhoben. Die Antworten fallen knapp und konzentriert aus, eine Unterbrechung von außen wird vermieden. Dafür verlässt man schon mal die Gruppe oder den Raum, auch um andere nicht zu stören.

Anders ist es bei Anrufen in der Freizeit. Die Form der Bewegung ist nicht festgelegt. Es kann sich um Umrundungen eines Gegenstandes handeln, das Durchqueren der Wohnung oder aber auch das Wippen auf einem Stuhl. Das Handy ermöglicht einem auch, sich nebenher etwas zu Trinken zu besorgen, oder auch einfach durch den Vorgarten zu staksen und dabei das sprießende Unkraut in Augenschein zu nehmen. Es gibt aber auch Telefonierer, die gleichzeitig gestikulierend Anweisungen an ihre Umgebung weiter geben, um den gerade aufgenommenen Arbeitsprozess weiter zu führen. Auch hier fällt die Körpersprache auf Grund der Bewegungsfreiheit und des befreundeten Gesprächspartners ungezwungener aus. Auf jeden Fall wird der Bewegungsdrang beim Telefonieren nicht mehr durch ein in der Wand befestigtes Kabel behindert.

Übrigens, Handy, kommt nicht aus dem Englischen, dort heißt es Mobile Phone. Der Legende nach ist der Begriff im Schwäbischen geprägt worden auf Grund der Nachfrage: „Händ di koi Schnur dran?“

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