Samstag, 2. Januar 2010 von Thomas Godawa

Abenteuer Tanken

„Auf und nieder, immer wieder“, ist eigentlich der Ansatz zum Frohsinn und zum Schunkeln. Doch in diesem Fall eher der Ansatz zum Ärgern. Eigentlich wollte ich das ja nicht mehr tun, aus der Erkenntnis heraus, dass darunter nur meine Nerven leiden. Aber was sich vor, während und nach den Feiertagen mit den Preisen für Benzin und Diesel an den Tankstellen abgespielt hat, ist mir doch heftig in die Nase gestiegen. Das war wirklich mehr als ein „Abenteuer“, wobei hier die Betonung auf t e u e r liegt. Morgens war der Preis nämlich teilweise bis zu zehn Cent günstiger als wenige Stunden später zur Mittagszeit. Das darf doch nicht war sein. So schnell können doch die Preise am Ölmarkt in Rotterdam nicht springen. Da dreht doch wieder konzernübergreifend einer am Rad, um einen kleinen Zusatzprofit mit den Urlaubsfahrten zu machen. Unglaublich und doch wahr, was heute möglich ist, wenn ich mit den D-Markzeiten vergleiche. Damals sind wir doch wegen zwei Pfennig Preisunterschied schon mal in den Nachbarort gefahren, um günstiger zu tanken. Kein Mensch hätte sich damals vorstellen können, dass wir es mal mit Preisschwankungen von zwanzig Pfennigen zu tun bekommen. Solche Tankstellen wären über Wochen strengstens boykottiert worden. Und heute, ja heute bleibt uns nur ein Schulterzucken.

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Mittwoch, 25. November 2009 von Thomas Godawa

Terror in Deutschland

Im ersten Fernsehprogramm war Anfang der Woche der Baader Meinhof Komplex in einer Verfilmung von Bernd Eichinger zu sehen und für mich als Zuschauer war es eine dramatische Zusammenfassung der Ereignisse, die ich als Kind zwar wahrgenommen habe, jedoch in seiner Bedeutung für die Gesellschaft und die Bundesrepublik Deutschland gar nicht einordnen konnte. Im Nachhinein betrachtet habe ich den Terror in Deutschland in seiner Brutalität und seiner lang andauernden Existenz nicht wirklich wahrgenommen. Auf Grund der Verdichtung der Ereignisse in der Verfilmung und der Darstellung der aggressiven Vorgehensweise der RAF ist mir aber jetzt ganz deutlich geworden, was passieren kann, wenn Geschichte nicht wahrhaftig aufgearbeitet wird. Die erste neue Generation nach dem Zweiten Weltkrieg wollte sich nicht zufrieden geben mit den Beschwichtigungen ihrer Eltern und Großeltern. Und weil sie keine Antworten bekamen auf ihre Fragen und doch von der Schuld wussten, wuchs das Misstrauen und später der Hass. Aus der Geschichte lernen ist deshalb immer ein guter Ansatz, wie die Einrichtung einer Behörde, die Einsicht in die Stasi-Akten gewährt, zeigt. Allerdings kann das nur eine Maßnahme unter vielen sein, die eine demokratische und freiheitliche Gesellschaft fördert.

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Freitag, 16. Oktober 2009 von Thomas Godawa

Kummerkasten Redaktion

Es passiert jeden Tag und es trifft alle Kolleginnen und Kollegen. Die Redaktion ist für unsere Leserinnen und Leser auch ein Kummerkasten. Die Beschwerden, Kritik und Anmerkungen sind geprägt von persönlicher Betroffenheit und dem Wunsch dem Übel abzuhelfen. So wie ein Vermieter, der in seiner Einliegerwohnung unwissentlich einen Mietnomaden beherbergte, der ihm von der Arge zugewiesen worden war. Der konnte, so der Beschwerdeführer, gleich mal seine Kaution nicht bezahlen und auch die Miete nicht, denn er war arbeitslos. So wandte sich der Vermieter an die Arge, mit der Bitte, ihm doch die Miete direkt zu überweisen, was auch zugesagt wurde. Nur es kam nie etwas an, bis sich heraus stellte, das der Untermieter ein Schreiben mit der Bestätigung der Abgeltung aller Forderungen an die Arge geschickt hatte, mit gefälschter Unterschrift. Nun wollte der Vermieter die neue Adresse des inzwischen im Landkreis verzogenen Untermieters haben, um ihm seine Forderungen und den Rechtstitel über ausstehende Mietzahlungen zukommen zu lassen, doch mit dem Verweis auf den Datenschutz, wurde ihm die Auskunft von der Agentur für Arbeit verweigert. Trotzdem fand der Vermieter den neuen Aufenthaltsort heraus und teilte der neuen Vermieterin mit das sie nun einen „Mietnomaden“ beherberge. Das ließ sich der so Betitelte nicht gefallen und zog vor Gericht wegen übler Nachrede. Seiner Beschwerde wurde vom Gericht statt gegeben und der ehemalige Vermieter musste nun 350 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Seine ausstehenden Mietzahlungen hat er aber bis heute nicht, erzählte er betrübt am Telefon. Da kann man ihm nur Durchhaltevermögen wünschen und ein gutes Gelingen beim Bohren dicker Bretter.

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Samstag, 26. September 2009 von Thomas Godawa

Die kleinen Verführungen

Nun, jeder von uns ist gewillt, Disziplin walten zu lassen, wenn es um die Gewichtszunahme geht. Das kleine Häppchen zwischendurch wird vermieden, dafür gibt es ausreichend sauren Sprudel, gut für die Figur und gut für den Kreislauf. Frugaler Lebensstil eben kombiniert mit dem reichhaltigen Verzehr von Obst und Gemüse. Die Drohung vor einem zu hohen Cholesterinspiegel im Hintergrund . Vor allem, wenn man älter wird. Doch was passiert, ein lieber Kollege bringt eine ganze Tüte mit Süßigkeiten ins Büro und lässt diese im der Mitte des Raumes zur allgemeinen Verfügung zurück. Eine Verlockung, eine Versuchung, eine Verführung, jedes Mal wenn du an diesem Tisch mit der Tüte vorbei gehst. Nur gut, den anderen Kollegen geht es auch nicht anders. Aber, oh Schreck, oh Graus, am Abend ist die Tüte doch leer. Wer hat nur alle diese Süßigkeiten in sich hinein geschlungen? Ich nicht, ich habe mich beherrscht, ich habe nur eins, oder zwei oder drei.....Also gut, ich bin den kleinen Verführungen erlegen und wie immer gelobe ich Besserung. Bis zum nächsten Mal.

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Dienstag, 15. September 2009 von Thomas Godawa

Frauenfußball wunderbar

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft durfte sich zu recht feiern lassen nach dem 6:2-Sieg im Finale gegen England, was ihr den fünften Europameister-Titel hintereinander einbrachte und für Silvia Neid, die Bundestrainerin, sind es insgesamt schon sieben dieser Titel. Wer wollte da noch behaupten, die deutschen Frauen könnten nicht auch Weltmeister werden, 2011 im eigenen Land. Die Männer hatten schon die Chance dazu, sind aber „nur“ Weltmeister der Herzen geworden, im eigenen Land. Jetzt müssen sie nach Südafrika fahren, um sich den Pott zu holen. Ob die Frauen es besser machen als die Männer, wird sich heraus stellen, aber in der jetzigen Form ist der WM-Titel durchaus wieder vorstellbar. Noch ist allerdings die Begeisterung für den Frauenfußball nicht auf dem Niveau der Männerabteilung angekommen, obwohl der DFB-Präsident Theo Zwanziger ein absoluter Fan und Förderer des Frauenfußballs ist. Frauen spielen nicht wie Männer, sie haben ihre eigene Art und Schnelligkeit, kämpfen aber genauso mit Einsatz und Entschlossenheit. Vielleicht schaffen es die Organisatoren der Frauen-Fußball-WM bis 2011 auch public viewing anzubieten, denn Frauenfußball ist auch wunderbar. Zugegeben, ich bin subjektiv voreingenommen, denn meine jüngste Tochter Christina spielt mit der Frauenmannschaft des TSV Frommern-Hartheim nach dem Aufstieg aus der Regionenliga in der Landesliga, hoffentlich auch wunderbar.

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