Samstag, 7. April 2018 von Thomas Godawa

Wenn der Umzug kommt

Ortswechsel sind immer wieder angesagt, sei es, um Urlaub zu machen, oder eine neue Perspektive zu finden oder einen neuen Wohnort zu beziehen. Bei uns in der Familie ist es jetzt wieder einmal so weit und beileibe nicht das erste Mal, bei vier Kindern mit Familie. Da gab es schon etliche Vorläuferaktionen. Und bevor der Umzug kommt, heißt es erst einmal ausräumen und renovieren. Schön, wenn man dafür gleich eine vielköpfige Helfertruppe beieinander hat, die aufeinander eingespielt ist und weiß, wie es geht. Das hält den Frust fern. Ruckzuck sind die Tapeten abgelöst, die Teppichböden entfernt, die Badezimmer entkernt und der in der Einfahrt aufgestellte Container in kürzester Zeit befüllt. Ein gutes Gefühl, schnelle Fortschritte zu erzielen. Was bleibt ist am Ende des Tages das leichte Gefühl von Muskelkater an bis dahin nicht geforderten Körperpartien und das gute Gefühl, es selber gemacht zu haben, im Team, ohne Unfall oder sonstige Verletzungen. Respekt.

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Freitag, 23. März 2018 von Thomas Godawa

Schnell noch vorbeihuschen

Neulich war ich mal wieder abends mit dem Bus unterwegs in Richtung Heimat. An der für mich maßgeblichen Bushaltestelle fuhr der Fahrer ordnungsgemäß in die Straßenbucht, hielt an, öffnete die Tür und ließ mich aussteigen. Ich ging nach hinten an dem Bus entlang, denn der war bereits wieder angefahren, weil die Ampel vor ihm auf grün geschaltet hatte. Den Blinker hatte der Busfahrer vorschriftsmäßig nach links gesetzt. Und trotzdem wollte doch so ein Schlaule noch ganz schnell links an dem Bus vorbei huschen und wäre dabei fast auf die, in der Mitte der Straße befindliche Verkehrsinsel, gefahren. Er konnte sein Fahrzeug gerade noch abstoppen und musste sich dann nach dem Bus wieder in den Verkehrsstrom einordnen. Die nach ihm kommenden Autofahrer ließen ihre Empörung über Hupsignale deutlich vernehmen. Warum denn nur dieser Stress? Und wirklich weiter nach vorne bringt einen das auch nicht. Beim Anfahren müssen Autofahrer Linienbusse die zügige Abfahrt ermöglichen. Wer einen startklaren Bus einfädeln lässt, hält sich nicht nur an die Regeln, sondern trägt auch dazu bei, dass die Fahrgäste sicher, zuverlässig und planmäßig an ihr Ziel kommen. Das alles und noch mehr kann man sich nochmals zu Gemüte führen im Paragrafen 20 der Straßenverkehrsordnung .

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Donnerstag, 1. März 2018 von Thomas Godawa

Wenn die Kälte eisig wird

Minus 19 Grad Celsius sind schon eine Herausforderung für Mensch und Material, vor allem, wenn man an dieses Tiefsttemperaturen nicht gewöhnt ist. Da frieren doch tatsächlich mal die Wohnungs-Fenster von innen zu, Dieselfahrzeuge starten nicht oder der Treibstoff versulzt, Filter sind dicht. Und glatt ist es auf dem Boden allemal, eben vereist. Aber ist es nicht doch noch einigermaßen erträglich? Die Luft ist trocken, der Himmel ist stahlblau und die Sonne beweist schon ihre erste Kraft. Vor kurzem habe ich zwei Fernsehberichte über richtig kalte Regionen auf der Erde gesehen. Natürlich gehört Sibirien dazu, aber erstaunlicherweise auch Kanada, schon mal mit Minus 50 Grad. Da fängt dann Metal an zu brechen und Bulldozer lassen sich nicht mehr starten und müssen auch über Nacht laufen. So weit sind wir ja bei Weitem nicht. Aber es ist eine Erfahrung von Winter und nicht von Schmuddelwetter. Auch schön, wenn die Kälte mal eisig wird.

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Freitag, 16. Februar 2018 von Thomas Godawa

Langsamkeit ist angesagt

Eigentlich ist ja die neue Langsamkeit voll im Trend und wird in den unterschiedlichsten Publikationen gefeiert und selbst auf Arte, einem meiner Lieblings-Fernsehsender, beleuchtet. Raus in die Natur, das Handy weg und dafür einen Esel am Zügel führen, am besten über steile Passwege. Und so ganz daneben ist die Empfehlung zur Langsamkeit nicht, wie ich jüngst selbst erlebt habe. In meinem Falle hieß es Achtsamkeit gegenüber sich selbst. Das geht auch ohne Esel am Zügel, erfordert aber Disziplin und Konzentration. Klingt jetzt ein bisschen komisch, ist aber so. Die Ruhe wieder zu entdecken und sich einmal am Tag auf seine innere Mitte zu besinnen, hat etwas Wohltuendes. Ganz vorne dabei sind Qigong und Yoga. Es wird derzeit wissenschaftlich begleitet, was es mit der Meditation auf sich hat, und welche Hirnregionen dadurch aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden. Wie war das doch mit dem Spruch, in der Ruhe liegt die Kraft und mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen? Beides hat mit dem oben genannten Trend zu tun.

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Mittwoch, 3. Januar 2018 von Thomas Godawa

Drei auf einen Streich

Neulich war ich mit einer äußerst konstruktiven Aufgabe betraut, nämlich der Montage von drei Vitrinenschränken für die Unterbringung von Büchern, die vor Umwelteinflüssen geschützt werden sollen und müssen. Diese Möbel hatten meine Frau und ich zuvor in einem großen Möbelhaus schwedischer Herkunft, nein, ich verrate den Namen nicht, erstanden. Nicht unbeleckt im Umgang dieser Möbelkonstruktion, begann ich mit dem Aufbau von Nummer eins, nahm aber trotzdem noch die leicht lesbare Aufbauanleitung zu Hilfe. Viele von Ihnen werden sie ebenfalls kennen. Beim zweiten Vitrinenschrank ging ich davon aus, auch ohne Anleitung alles im Griff zu haben. Ein typischer Fall von denkste und Selbstüberschätzung. Natürlich hatte ich zwei verschiedene Komponenten falsch eingestöpselt. Also alles wieder zurück, marsch, marsch und wieder schön nach Bauvorgabe arbeiten. Beim Aufbau der dritten Vitrine ging es auf Grund der zweifach vorangegangenen Übung schon flotter von der Hand, doch den Seitenblick auf den Bauplan ersparte ich mir nicht. Eine weitere Blamage, wie oben beschrieben, hätte nur die Montagezeit verlängert und mein Frustpotenzial erhöht. Dann doch lieber auf Nummer sicher bei drei auf einen Streich.

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