Donnerstag, 1. März 2018 von Thomas Godawa

Wenn die Kälte eisig wird

Minus 19 Grad Celsius sind schon eine Herausforderung für Mensch und Material, vor allem, wenn man an dieses Tiefsttemperaturen nicht gewöhnt ist. Da frieren doch tatsächlich mal die Wohnungs-Fenster von innen zu, Dieselfahrzeuge starten nicht oder der Treibstoff versulzt, Filter sind dicht. Und glatt ist es auf dem Boden allemal, eben vereist. Aber ist es nicht doch noch einigermaßen erträglich? Die Luft ist trocken, der Himmel ist stahlblau und die Sonne beweist schon ihre erste Kraft. Vor kurzem habe ich zwei Fernsehberichte über richtig kalte Regionen auf der Erde gesehen. Natürlich gehört Sibirien dazu, aber erstaunlicherweise auch Kanada, schon mal mit Minus 50 Grad. Da fängt dann Metal an zu brechen und Bulldozer lassen sich nicht mehr starten und müssen auch über Nacht laufen. So weit sind wir ja bei Weitem nicht. Aber es ist eine Erfahrung von Winter und nicht von Schmuddelwetter. Auch schön, wenn die Kälte mal eisig wird.

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Freitag, 16. Februar 2018 von Thomas Godawa

Langsamkeit ist angesagt

Eigentlich ist ja die neue Langsamkeit voll im Trend und wird in den unterschiedlichsten Publikationen gefeiert und selbst auf Arte, einem meiner Lieblings-Fernsehsender, beleuchtet. Raus in die Natur, das Handy weg und dafür einen Esel am Zügel führen, am besten über steile Passwege. Und so ganz daneben ist die Empfehlung zur Langsamkeit nicht, wie ich jüngst selbst erlebt habe. In meinem Falle hieß es Achtsamkeit gegenüber sich selbst. Das geht auch ohne Esel am Zügel, erfordert aber Disziplin und Konzentration. Klingt jetzt ein bisschen komisch, ist aber so. Die Ruhe wieder zu entdecken und sich einmal am Tag auf seine innere Mitte zu besinnen, hat etwas Wohltuendes. Ganz vorne dabei sind Qigong und Yoga. Es wird derzeit wissenschaftlich begleitet, was es mit der Meditation auf sich hat, und welche Hirnregionen dadurch aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden. Wie war das doch mit dem Spruch, in der Ruhe liegt die Kraft und mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen? Beides hat mit dem oben genannten Trend zu tun.

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Mittwoch, 3. Januar 2018 von Thomas Godawa

Drei auf einen Streich

Neulich war ich mit einer äußerst konstruktiven Aufgabe betraut, nämlich der Montage von drei Vitrinenschränken für die Unterbringung von Büchern, die vor Umwelteinflüssen geschützt werden sollen und müssen. Diese Möbel hatten meine Frau und ich zuvor in einem großen Möbelhaus schwedischer Herkunft, nein, ich verrate den Namen nicht, erstanden. Nicht unbeleckt im Umgang dieser Möbelkonstruktion, begann ich mit dem Aufbau von Nummer eins, nahm aber trotzdem noch die leicht lesbare Aufbauanleitung zu Hilfe. Viele von Ihnen werden sie ebenfalls kennen. Beim zweiten Vitrinenschrank ging ich davon aus, auch ohne Anleitung alles im Griff zu haben. Ein typischer Fall von denkste und Selbstüberschätzung. Natürlich hatte ich zwei verschiedene Komponenten falsch eingestöpselt. Also alles wieder zurück, marsch, marsch und wieder schön nach Bauvorgabe arbeiten. Beim Aufbau der dritten Vitrine ging es auf Grund der zweifach vorangegangenen Übung schon flotter von der Hand, doch den Seitenblick auf den Bauplan ersparte ich mir nicht. Eine weitere Blamage, wie oben beschrieben, hätte nur die Montagezeit verlängert und mein Frustpotenzial erhöht. Dann doch lieber auf Nummer sicher bei drei auf einen Streich.

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Freitag, 17. November 2017 von Thomas Godawa

Unterwegs in der Blechlawine

Es war ein ganz normaler Mittwochmittag, als ich nichtsahnend mit dem Auto in Richtung Stuttgart unterwegs war, um einen Termin wahrzunehmen. Und ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Ein Auto am anderen, ein Lastwagen am anderen und eine Baustelle nach der anderen. Nun halte ich es grundsätzlich für gut, wenn gebaut wird. Es entsteht etwas Neues, meist Vorteilhaftes. Doch hier auf der Straße war es nicht so. Das Einzige, was entstand, war eine Blechlawine. Teilweise im Schritttempo schob man sich über die immerhin vierspurige Fahrbahn. Gänzlich dramatisch wurde die Situation dann in den Außenbezirken der Landeshauptstadt. Hier trafen zu besagter Zeit Fußgänger, Busse, Radfahrer, Schüler und Pendler aufeinander. Der Wahnsinn. Ich hatte den Eindruck, alles zusammen stand kurz vor dem Kollaps. Und als ich mich auf den Rückweg machte, beseelt von der Hoffnung, im ländlichen Raum würde sich alles wieder entzerren – weit gefehlt. Im Rückwärtsfluten war die Lawine nicht minder klein.

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Freitag, 10. November 2017 von Thomas Godawa

Mein Handy war weg

Oh mein Gott, neulich hatte ich mein Handy verlegt und ich fühlte mich sofort verloren und einsam. Aber jetzt mal ohne Spaß und ganz im Ernst, mich überkam doch ein mulmiges Gefühl. Meine Anbindung zur Außenwelt war gekappt. Keine Anrufe und Nachrichten mehr, weder von der Familie noch von Freunden. Keine Aktualisierung der Jetzt-Situation und keine Möglichkeit mehr, in der Not Hilfe zu holen. Irgendwie fühlte ich mich ausgesetzt. Also habe ich mein Handy angerufen, aber es war natürlich auf „leise“ gestellt und eine Ortungsfunktion hat es auch nicht. Blöd. Also nochmals die Runde machen, Schubladen auf, unter die Papierstapel schauen. Nichts. Halt stopp. Nochmals nachdenken, wann war der Zeitpunkt, als ich mein Handy letztmals in der Hand hatte. Konzentration. Ja doch, ich habe Unterlagen zum Schreibtisch einer Kollegin getragen, um sie dort einzusortieren. Deshalb habe ich das Handy, das ich ja noch in der Hand hatte, kurz beiseite gelegt. Und siehe da, eben dort fand ich es wieder. Was für eine Erleichterung und was für ein Glück. Oder sind wir (Handynutzer) nicht doch ein wenig gaga?

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