Mittwoch, 1. Februar 2017 von Rosalinde Conzelmann

Eins ums andere

Man ist ja als Hausbesitzer immer auf der Suche nach Sparideen. Mein neuestes Projekt heißt Austausch der alten Glühbirnen und Umsteigen auf die langlebigen und umweltfreundlichen LED-Birnen. Voller Elan bin ich also losgezogen, um meine Wunschmodelle zu suchen. Da ich mehrere Kronleuchter habe, sollten die Birnen auch dazu passen und zudem dimmbar sein. Ich wurde fündig. Es gibt Retrobirnen in Kerzenform mit feinem Kupferdraht. Die haben mir sofort gefallen, aber eingepackt habe ich sie dann doch nicht. 120 Euro allein für die Neubestückung eines Kronleuchters? Das muss der Schwabe erst mal verdauen. Zumal im ganzen Haus weitere 30 bis 40 Glühbirnen ersetzt werden müssen. Zwar nicht alle im Retrostyle und auch nicht dimmbar, aber da kommt ein ganz ordentliches Sümmchen zusammen. Andererseits locken die lange Lebensdauer (angegeben sind 15 000 Stunden) und die enorme Stromersparnis. Mein Plan sieht nun so aus: Ich halte die Augen bei Schnäppchenangeboten offen und fange bei den Lampen mit dem Austausch an, die keine zwölf Birnen haben.

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Donnerstag, 5. Januar 2017 von Rosalinde Conzelmann

Das geht mir viel zu schnell

Dass im Oktober schon Lebkuchen in den Regalen stehen, habe ich zwischenzeitlich geschluckt. Dass aber am 2. Januar in den Dekogeschäften der Frühling Einzug hält, ist mir dann doch zu heftig. Zumal die Weihnachtsartikel dann verschleudert werden, was mich als Schwäbin natürlich besonders ärgert. Ein jegliches hat seine Zeit, heißt es schon in der Bibel. Eine Weisheit, die ihre Gültigkeit in unserer schnelllebigen Zeit leider längst verloren hat. Es ist Winter, Dreikönig ist noch nicht mal vorbei und Weihnachten soll aus unseren Wohnungen und Köpfen verschwinden, geht es nach dem Handel. Ohne mich. Jetzt, wo die Schneeflocken endlich vor unseren Fenstern tanzen und die Abende bitterkalt sind, erfreue ich mich am Schein der Kerzen meines Adventskranzes, an dem zimtigen Duft meiner Öllampe und blicke immer noch gerne auf das Jesuskind in der Krippe. Und die Lichterketten glitzern im Schnee besonders schön. 40 Tage nach Weihnachten, an Mariä Lichtmess, werden dann meine Engel und Christbaumkugeln wieder in Schachteln verpackt. Was den Frühling betrifft, freue ich mich schon. Er wird dann Einzug in unser Haus halten, wenn er sich ankündigt. Erst dann. Wie gesagt, ein jegliches hat seine Zeit.

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Donnerstag, 22. Dezember 2016 von Rosalinde Conzelmann

Luftholen an Weihnachten

Erst wenn Weihnachten im Herzen ist, liegt Weihnachten auch in der Luft! Dieses schöne Zitat hat mir der Geislinger Kindergarten St. Michael in seinem Weihnachtsgruß geschickt. Wie wahr, dachte ich mir. Auf Knopfdruck funktioniert es halt einfach nicht, dass diese besondere Stimmung, die Weihnachten auszeichnet, einen gefangen nimmt. Dass man sich von ganzem Herzen freut auf die Geburt Christi, auf die Tage mit der Familie, auf ruhige Stunden bei Kerzenschein und auf die Begegnung mit alten Freunden, die über die Feiertage heimfahren. Ja dann liegt Weihnachten in der Luft. Ich bin dennoch ins Grübeln gekommen, denn leider sieht die Realität anders aus. Wie in unserer Zeitung zu lesen war, erwartet die Hälfte der Deutschen, dass es über die Feiertage Streit gibt. Und das ist sicher nicht übertrieben. Zu hohe Erwartungen lasten auf dem Fest der Liebe, bei dem es einfach so sehr menschelt und dann halt auch kracht. Mein Wunsch an alle: Innehalten und ganz tief einatmen. Damit man einen Schnapper der Weihnachtsluft erwischt.

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Dienstag, 22. November 2016 von Rosalinde Conzelmann

Regelbrecher ohne Reue

Wir haben es getan und werden es ohne Skrupel wieder tun: Wir haben mit unserem Sonntagabendritual gebrochen und den Tatort sausen lassen. Ganz bewusst. Nach den beiden Psychotatorts an den Sonntagen davor hatten wir keine Lust auf einen weiteren enttäuschenden Fernsehabend. Zumal schon der Titel des 1001. Tatorts – „Es lebe der Tod“ – erahnen ließ, was die Zuschauer erwarten wird. Und dann noch Ulrich Tukur als Tatortermittler Felix Murot in seiner ihm eigenen melancholischen, irgendwie der-Welt-entrückten- Art auf der Jagd nach einem Frauenmörder. Soll nicht heißen, dass ich Tukur nicht gerne anschaue, aber auf das Themenfeld Einsamkeit, Selbsthass, Tod und Krankheit hatten weder ich noch mein Mann zum Ausklang des Wochenendes Lust. Stattdessen gab es Fantasy. Auch blutig, aber halt so weit weg vom richtigen Leben, dass man es genießen kann. Und dazu noch abendfüllend, obwohl die vielen Werbepausen auch manchmal nerven. Der Kinofilm „Der Hobbit – eine unerwartete Reise“ entschädigte uns für die Sonntage davor und wir haben beschlossen, dass wir auch in Zukunft wieder „fremdgehen“ werden, vorausgesetzt es gibt ein spannendes Kontrastprogramm zum Krimi im Ersten. Nächsten Sonntag kommt Teil zwei der Hobbittrilogie. Ich freue mich schon.

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Mittwoch, 2. November 2016 von Rosalinde Conzelmann

Ein Pool für unseren Gast

Zuerst dachten wird ja, unser neuer Familienzuwachs, ein kleiner roter Kater, hätte ein Häufchen in den Keller gesetzt. Das kann bei so einem Katzenbaby mal passieren. Als ich dann die Kehrschaufel holte, um die Hinterlassenschaft wegzuräumen, traute ich meinen Augen nicht. Das Häufchen bewegte sich und hatte braune Punkte auf seinem gelbbeigen Leib. Uppsala. Mein Mann eilte herbei und wir starteten sofort eine Rettungsaktion für unseren tierischen Besuch, einen verängstigten, aber unversehrten Frosch. Mein Mann füllte das Waschbecken mit Wasser und setzte unseren Gast in das „Bassin“, wo er sich, nun wieder in seinem Element, sichtlich wohlfühlte. Dort durfte er eine Weile ausruhen und wurde dann wieder ganz vorsichtig in die Freiheit entlassen. Wie der Frosch, aller Wahrscheinlichkeit nach handelte es sich um eine Erdkröte, den Weg von unserem Garten in den Keller durch die Werkstatt gefunden hat, ist uns ein Rätsel. Gut, dass wir ihn noch rechtzeitig entdeckt haben.

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