Samstag, 11. Januar 2014 von Karl-Otto Müller

Politiker haben hier das Wort

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt, da haben sich die Kollegen entschieden, erst mal Pause zu machen. Für einige Wochen heißt es „Tagebuch ade“, stattdessen: „Bahn frei“ für die Kommunalwahlen 2014. Am 28. Mai wählen wir unsere neuen Ortschaftsräte, neue Gemeinde- und Kreisräte. Parteien und Gruppierungen stecken mitten in den Vorbereitungen, seit Wochen stellen sie ihre Listen zusammen, in den nächsten Tagen finden erste Nominierungsveranstaltungen statt. Am 18. März ist Meldeschluss.

Vielerorts steht ein regelrechter Generationenwechsel an: Alte Hasen wollen Platz machen für Neueinsteiger. Tatsächlich finden sich junge Menschen, die sich aktiv beteiligen wollen, wenn es darum geht, das Heimat, die eigene Stadt zu gestalten. In den nächsten Wochen lassen wir an dieser Stelle erfahrene Rätinnen und Räte von Winterlingen bis Rosenfeld zu Wort kommen. Auch wir sind gespannt auf deren persönliche Sehweisen kommunalpolitischer Arbeit. Ganz bestimmt ist diese nicht immer vergnügungssteuerpflichtig. Dennoch stehen diese Frauen und Männer für ihre Aufgabe ein und machen ihren Mitbürgern Mut, ebenfalls mitzumachen.

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28. Mai

Hi Karlo
Der 28.Mai ist nicht der Wahltag sondern der 25 Mai. LG Felix Jetter

Felix Jetter am 12.01.2014 13:53:08

Antwort auf 28. Mai

Hallo Herr Jetter,

könnte es nicht auch eventuell doch so sein, dass
das Balinger Ordnungsamt den 25.Mai einfach verboten hat?
Im Verbieten sollen die angeblich eine gewisse Übung haben.

Das würde bedeuten: Herr Müller schrieb den Artikel durch die Blume!

Das neue Jahr hat es in sich!




Wilhelmine Zipfele am 13.01.2014 18:54:09

Frauenfeindlich!

"Rätinnen und Räte. Dennoch stehen diese Frauen und Männer für ihre Aufgabe ein und machen ihren Mitbürgern Mut, ebenfalls mitzumachen."


Oh!
Wie steht es im neuen Jahr mit dem politisch korrekten Formulierungsschicksal von „Mitbürgern“? Kann es sein, dass Herr Müller keine Frauen in den Gremien sehen will?

Lothar Gerstenecker am 11.01.2014 13:03:53

Freitag, 22. November 2013 von Karl-Otto Müller

Therapie gegen Schultrauma

Waren es nicht Brecht und Böll, Grass und Hesse, natürlich Schiller und Goethe, Camus und Poe, die unser Schulleben prägten? Frühe literarische Begegnungen, die unser ganzes Leben prägen. Unser Denken. Die uns bis heute traumatisch verhaftet blieben.

Mit Schrecken erinnere ich mich an den „Sezuan“, damals unser aller „guter Mensch“, der uns im kleinen gelben Reclam-Format wochen-, ja monatelang auf unseren Schulwegen begleitete. Fester Bestandteil auch meiner Schultasche – und darin blieb er auch die meiste Zeit.

Gemieden, ungeliebt – um nicht zu sagen verhasst. Erst recht, wenn zur Deutschstunde die Stunde der Wahrheit schlug – und die ansonsten so geschätzte Pädagogin aus dem Schüler-Heer ausgerechnet mich dazu erkor, die häusliche Pflichtlektüre in wenigen, aber richtigen Worten zusammenzufassen. Die Note? Reden wir nicht drüber . . .

„Sezuan“ blieb kein Einzelfall – in der Chronik „Eiche und Angora“ setzte sich das schulische Ungemach geradezu fort. Deren Autor – für pubertierende Pflichtkonsumenten allenfalls im siebten Literatenhimmel zu erahnen – steht heute, vier Jahrzehnte später, bei Albstadts Literaturtage auf der Bühne. Hautnah. Die Chance, ein Schultrauma aufzuarbeiten.

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Samstag, 21. September 2013 von Karl-Otto Müller

. . . der werfe den ersten Stein

Tagebuch des Nico Pannewitz, Eintrag vom Mittwoch, 18. September: Der Inhalt erhitzt die Gemüter. Heftige Reaktionen in Gesprächskreisen und an Stammtischen. Sie kamen auch bei uns an, mehr oder weniger gefiltert. Was unser Kollege verbrochen hat? In wenigen Worten resümiert er sein Empfinden nach seinem erklärten Austritt aus der katholischen Kirche. Offen und ehrlich, wie es ein Mensch meist nur in seinem Tagebuch sein darf.

Nicht wenige unserer Leser trafen die aufrichtigen Worte dieses jungen Menschen wie scharfe Pfeile ins Mark. Sie fühlen sich verletzt – in ihrem religiösen Empfinden als gläubige Christen.

Nachvollziehbar für den, der selbst den Glauben an Gott erfährt. Eindrucksvoll aber auch, wie Christen mit der ihnen eigenen Toleranz (=Liebe) Strauchelnde gewähren lassen – ihnen aber auch stets, wie es unsere neutestamentliche Erlösungslehre (Matthäus 7, Vers 1, oder auch Johannes 8, Vers 7) empfiehlt, die Türe geöffnet halten.

Unser junger Kollege Nico Pannewitz wollte mit seinem Tagebuch niemals und niemanden verletzten (als Zeitungsleute steht solches uns auch gar nicht zu) – größtes Bedauern müssten wir überall dort zum Ausdruck bringen, wo dies geschehen wäre.

Religiöse Empfindlichkeiten seiner Mitmenschen stets zu beachten, werden ihm allemal eine Lektion für das künftige Journalistenleben sein.

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Fürchtet Euch nicht!

Der Austritt aus der Kirche ist nach meiner Erfahrung ein wichtiger Schritt in der Entwicklung einer Persönlichkeit. Ihn zu tun ist zwar keine Pflicht und manche schaffen ihn nie, für mich persönlich war er eine Befreiung. Er hat mir den Weg freigemacht zu tiefer, echter und authentischer Spiritualität. Die Regeln, Dogmen und Hindernisse, die die Kirche errichtet, existieren für mich nicht. Ich habe freien Zugang zu Gott und das sogar total umsonst. Jesus würde sagen "fürchtet Euch nicht" und zu Nico Pannewitz persönlich: "Friede sei mit Dir".
P.S.: Wie viele Androhungen von Abonnements-Kündigungen muss Karl-Otto Müller wohl bekommen haben um derart dick auftragen zu müssen? Willkommen im 21. Jahrhundert!

Lisa Witsch am 21.09.2013 21:51:43

Mittwoch, 5. Juni 2013 von Karl-Otto Müller

Heute: Spargel gezuckert!

Grandios, wie die Augen der Damenwelt den Lippen dieses jungen Mannes folgen. Kein Sänger, auch kein Filmstar. Ein Koch! Ganz offen räumt unsere ZAK-Gewinnerin Sabine Müller ein, eine der schwierigsten Antworten für die Hausfrau und Mutter sei jene auf die tägliche Frage: Was koche ich heute? Ohne auch nur eine Sekunde zu grübeln – der Vorschlag unseres Ehestetter „Rose“-Chefs Simon Tress: „Wie wär's mit Forellenfilet, angebraten in der Pfanne, dieses dann bei 130 Grad in den Backofen – die Pfanne mit Wasser auswischen, dünn-geschnittene Spargelscheiben in karamellisiertem Zucker in der Pfanne cross braten, getrocknete Tomaten dazu, Schnittlauch und einen Schuss Zitronensaft darüber. Fertig ist ein aromatisches, vitaminreiches und natürliches Mittagessen.

Guten Appetit!“

Wir können nur staunen: Noch um diverse Variationen könnte der Biokoch das Rezept binnen Sekunden ergänzen – quasi im Spazierengehen fielen diese ihm ein.

Wir geben uns geschlagen: Unsereins ist schon stolz, wenn das Drei-Minuten-Ei zum sonntäglichen Frühstück auf den Punkt gebracht wird. Mahlzeit!

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Natürlich?

Ich weiß nicht, was an dem Essen "natürlich" sein soll. Der Zucker macht nur dick, den würde ich auf jeden Fall weglassen.

Lisa Witsch am 15.06.2013 07:45:35

Samstag, 11. Mai 2013 von Karl-Otto Müller

Angie und Peer

Stefan Raab, er mag „uns“ zu Eurovisionssternchen machen können, ob er uns im Herbst dieses Jahres die Entscheidung bei der K-Frage erleichtert, das lassen wir mal dahingestellt. Noch bevor sich „der Raab“ im Kanzler-Duell aber mit „Angie“ und „Peer“, der saloppe Stil sei an dieser Stelle erlaubt, beschäftigt, möchten wir eigentlich von Menschen, die die beiden Kandidaten kennen, hören, wie die so sind. Mal ganz ernsthaft.

Deshalb baten wir unsere beiden Kreisvorsitzenden, Roland Tralmer von der CDU und Alexander Maute von der SPD: „Erzählen Sie uns doch mal, wie Sie persönlich Ihren Spitzenkandidaten erleben? Was ist das für ein Mensch? Worauf müssen wir Wähler uns einstellen, bzw. was dürfen wir künftig erwarten?“

Denn beide, so versicherten Sie uns, hatten natürlich schon ihre Begegnungen mit ihren Kandidaten. Allerdings die jeweiligen Fotos, wie wir sie uns wünschten, die gebe es leider nicht – Alexander Maute im Zwiegespräch mit Genosse Steinbrück, bzw. Roland Tralmer im Tete-a-Tete mit Angela Merkel.

Dennoch: Interessant finden wir die Perspektive allemal, die uns die beiden Autoren mit ihren persönlichen Eindrücken eröffnen. Womöglich öffnen sich uns in den kommenden Wahlkampfwochen ganz neue Horizonte, im Idealfall können uns diese beiden, sicherlich sehr subjektiv gefärbten „Porträts“ den entscheidenden Tipp geben, wo unser Kreuzchen im September zu platzieren wäre.

Wir wünschen Ihnen deshalb eine aufschlussreiche Lektüre.

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