Dienstag, 25. November 2014 von Karl-Otto Müller

Unser teuerstes Pflaster

In kaum einer anderen Region Deutschlands gebe es so viele gute Lagen wie im Südwesten, schreibt gestern Handelsblatt-Online: „Hier gehen Immobilienkäufer auf Nummer sicher“. Und anbei eine Karte, aus der die attraktivsten Standorte ersichtlich sind. Keine Frage, allen voran Stuttgart, Freiburg, Tübingen. Übrigens, Letzteren trauen Experten auch gerade bei Neubauten durchaus die gefürchtete Immobilienblase zu.

Und die Zollernalb? Nun gut, wir spielen sicherlich mindestens eine Liga tiefer. Das ist kein Beinbruch, das hat durchaus auch seine Vorteile. Weil es auf der Zollernalb glücklicherweise nicht die Regel ist, dass Wohnen einen Großteil des Monatseinkommens auffrisst.

Gleichwohl stellen die Handelsblatt-Redakteure auch auf der Zollernalb ein Gefälle der Mietpreisentwicklung fest: An der Spitze als attraktivstes Pflaster der Zollernalb liege – nicht wie etwa gedacht die Kreisstadt, nein: Dotternhausen als einzige Triple-B-Region mit Mietpreissteigerungen in 2013 von 17 Prozent. Balingen kam derweil auf elf, Hechingen auf neun und Bisingen auf sieben Prozent. In Albstadt machen die Analysten eine Mietpreissteigerung von immerhin sechs Prozent aus.

Weit abgeschlagen indes als Schlusslichter im Kreis rangieren Straßberg mit minus drei Prozent, Meßstetten und Obernheim gar mit minus fünf Prozent.

Zumindest um obige Blasen muss man sich hier nicht sorgen.

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Nichts vergessen?

Leider wurde vergessen zu erwähnen, dass nach Einrichtung der Landesflüchtlingserstaufnahmestelle und weiterhin angestrebtem Großgefängnis die Immoblilienpreise in Meßstetten eine rasante Talfahrt erleben dürften. Das nenne ich mal eine wirklich verantwortungsvolle und vorausschauende Politik. Nicht umsonst sind die auch Mietpreise in Meßstetten ganz unten.

Lisa Witsch am 26.11.2014 09:54:11

Dienstag, 21. Oktober 2014 von Karl-Otto Müller

Kein Zug kein Sprit

Vergangenen Sonntag, 20.30 Uhr: Zwei Dutzend Zapfsäulen, aber kein Tropfen Sprit mehr. Noch immer rollen Fahrzeuge auf das Gelände der Balinger Aral-Tankstelle in der Wilhelm-Kraut-Straße, der Tankwart indes winkt ab: „Wir sind leer, versuchen Sie es mal bei Shell.“ Ein jeder rollt mit seinen letzten Tropfen weiter.

Der Grund: der Lokführer-Streik. Keine Züge, kein Benzin. Mit diesen spektakulären Streikaktionen auf der Schiene war auch der Straßenverkehr am Wochenende massiv betroffen. Nicht nur ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen, weil Züge und S-Bahnen stehen blieben, nein, diese zusätzlichen Straßenkilometer fordern ihren Tribut an den Tankstellen – siehe Aral in Balingen.

Tatsächlich ließ sich am Sonntag auch nach 20.30 Uhr der persönliche Mangel bei der zweiten Balinger Tankstelle beheben.

Gleichwohl: Als Wenig-Bahnfahrer wurde mir in dieser Minute deutlich, dass Schiene und Straße sich nicht erst am Bahnübergang überschneiden.

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Balinger Ferien(s)pass?

Benzinsuche ist im Trend!

Die neue Sportart macht deutlich, dass die lustvolle Freizeitbeschäftigung längst auch die Menschen auf der Schwäbischen Alb erfasst hat.

Zahlreiche Zusatzangebote wie Schlauchbootfahren auf der Eyach können separat gebucht werden!

Lothar Gerstenecker am 21.10.2014 19:59:55

Samstag, 4. Oktober 2014 von Karl-Otto Müller

Gut gemeint – falsch gemacht

Makler der Republik toben. Nicht ganz zu unrecht. Auch Vermieter sind sauer. Mieter jubeln. Ja?

Neuester Streich gut gemeinter Politik: Maklergebühr bezahlen nur noch Vermieter. Das ist sinnvoll, wo die Nachfrage nach Wohnraum das Angebot übersteigt. Das lästige Vermieten, die schwierige Auswahl trifft der Profi. Der Vermieter zahlt gerne für die Dienstleistung.

Aber: Der Markt ist nicht überall der selbe. Tägliche Meldungen über Wohnraummangel betreffen Ballungs- und Stadtzentren.

Was aber ist beispielsweise mit dem ländlichen Raum, der angeblich zu vereinsamen droht? Hier ist die Auswahl an Wohnungen und Häusern groß – die zugegebenermaßen wenigen Wohnungssuchenden aber dürften gleichfalls gerne auf die Kompetenz des Fachmannes zurückgreifen wollen. Aber – weshalb sollte der hier umsonst tätig werden?

Ist es nicht die hohe Kunst der Politik, dort in Marktmechanismen einzugreifen, wo es nicht (zer-)stört? Das macht gute Politiker aus.

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Mehr als gerecht

In einer angeblich "freien" Marktwirtschaft wird die "Ware" nach dem Prinzip "Angebot und Nachfrage" verteilt. Dass es dann dazu kommt, dass jetzt endlich auch einmal die Komponente "sozial" zum Tragen kommt und derjenige, der 'eh schon genug hat, auch die Maklergebühren übernimmt, ist aus mein er Sicht mehr als gerecht.

Lisa Witsch am 05.10.2014 11:54:22

Marktkräfte spielen lassen!

Ein Teil der Vermieter wird versuchen, künftig ohne Makler auszukommen. In diesem Fall werden Vermieter gerade Wohnungen in gesuchten Lagen nicht mehr annoncieren, um nicht von Interessenten überrannt zu werden. Der Markt spielt somit.

Dort, wo das Angebot gross ist, bezahlt der Vermieter die Courtage, dort, wo es eng ist, der Mieter. Dies rechtfertigt keinen Eingriff in die Vertragsfreiheit. Dieser fällt ebenso wie die Mietpreisbremse unter Symptombekämpfung. Die beiden Massnahmen ändern an der Knappheit von Wohnraum nichts, sondern verschrecken höchstens Investoren, die hier Abhilfe schaffen könnten.

Daran sollten gute Politiker denken.

Lothar Gerstenecker am 06.10.2014 13:11:49

Mittwoch, 11. Juni 2014 von Karl-Otto Müller

WM-Pause für die Redaktion

Sind wir nicht alle Experten? Zumindest, wenn es ums Thema Fußball geht? Ab morgen dreht sich alles um Ihre Majestät, König Fußball. Es ist WM. Und weil diese heuer auch noch in Brasilien ist, dürften für viele von uns die Uhren in den kommenden Wochen etwas anders gehen. Spannend dürfte es allemal werden.

Zu dieser Spannung wollen wir an dieser Stelle in den nächsten Wochen mit unseren „WM-Tipps“ beitragen. Täglich ist der Tipp gefragt – wir tippen natürlich zuvorderst für alle Deutschland-Spiele. Ist doch klar! Wir suchen uns aber auch sonst täglich das Spiel des Tages aus.

Natürlich interessiert uns mehr noch als der eigene Tipp – mit dem wir natürlich nicht hinterem Berg halten wollen – jener der Experten unter unseren ZAK-Lesern. Wir fragen ab – persönlich oder per anonymer Abstimmung auf unserer Internetseite www.zak.de.

Nicht ganz ernst gemeint, gerade deshalb ebenso fester Bestandteil unserer WM-Aktion, ist der Tipp des Orakels, unseres ZAK-Goldfischs, der mit feiner Nase den Sieger der jeweiligen Begegnung benennt.

Weil wir König Fußball hier unbedingte Vorfahrt gewähren, beantragen ZAK-Redakteure für ihre Tagebücher eine WM-Pause. Umso mehr dürfen wir anschließend auf WM-Erlebnisse und Endspielkommentare gespannt sein.

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Samstag, 1. März 2014 von Karl-Otto Müller

Unsere Räte auf Tournee

Das hat ja prima geklappt: Sechs Wochen lang motivierten an dieser Stelle „alte Hasen“ junge Bewerberinnen und Bewerber für die am 25. Mai anstehenden Kommunalwahlen.

Sie legten überzeugend dar, weshalb sie gerne Gemeinderäte sind. Selbst dem, der seit vielen Jahren dieses kommunalpolitische Geschehen kritisch und konstruktiv begleiten darf, eröffneten sie in gut drei Dutzend aufschlussreichen Statements, dass dieses kommunalpolitische Mitwirken doch immer wieder neue, überraschende Perspektiven aufzeigt, immer wieder neue und interessante Begegnungen ermöglicht. Dies offenbar ganz unabhängig von der Größe der Kommune.

Tatsächlich scheint das gesteckte Ziel auch hier oder da erreicht: „Alte Hasen“ machen Neulingen Mut, sich gleichfalls für dieses Ehrenamt im Dienst der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Manche Kandidatenliste im Kreis soll sich in der Tat schneller gefüllt haben. Jetzt ist es an den Bewerbern, die Wähler zu überzeugen.

Wir sagen allen Autorinnen und Autoren dieser Rubrik ein herzliches Dankeschön fürs Mitmachen. Und verraten heute schon: Das Projekt erfährt sein i-Tüpfelchen am 12. März, wenn Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag im Berliner Maritim-Hotel den Startschuss für die Wanderausstellung „Zeitungen werden gehört – Wahlen und Lokaljournalismus“ eröffnen wird. Der ZOLLERN-ALB-KURIER wird gerade mit dieser Aktion „Ich bin gerne Gemeinderat, weil . . .“ dabei sein und in den nächsten Wochen durch ganz Deutschland unterwegs sein. Veranstalter ist immerhin die Bundeszentrale für politische Bildung.

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