Donnerstag, 25. Juni 2009 von Gudrun Stoll

Schulterschluss!

Was hätte gestern nicht alles passieren können auf der Fahrt der Regionalbahn über Albstadt und Balingen nach Tübingen. Was, wenn das Feuer während der Fahrt ausgebrochen wäre ? Was, wenn nicht alle Fahrgäste rechtzeitig den sicheren Bahnsteig erreicht hätten ? Es gab keine Verletzten, keine Toten. Das ist die gute, die wichtigste Nachricht.

Es mag Zufall sein, dass im Umweltausschuss des Kreistages am Montag erneut die Deutsche Bahn Anlass zu Diskussionen gab, Mängel im Service der Regionalzüge beanstandet wurden, auf technische Störungen aufmerksam gemacht wurde.

Schmorbrand im Motorraum - es mag ein Zufall sein. Aber Kreisräte, Landtagsabgeordnete und Landrat sind es nun den Bürgern im Zollernalbkreis und den zahlreichen Pendlern schuldig, von Bahn und Land klipp und klar Aufklärung zu fordern über den technischen Zustand der Züge, die täglich auf der Zollernbahn verkehren. Über Parteigrenzen hinweg und im Schulterschluss.

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Freitag, 19. Juni 2009 von Gudrun Stoll

Nachteulen ticken anders

Sozialwissenschaftler und Marktforscher befragen regelmäßig eine bestimmte Anzahl von Leuten, um systematische Informationen über deren Meinung, Wissen und Verhaltensweisen zu gewinnen.

So erfuhren wir gestern aus den Medien, dass die Deutschen Frühaufsteher sind und die meisten am Abend schon vor 23 Uhr zu Bett gehen. Was wunder - es gibt in Europa kaum ein anderes Land, in dem Schulkinder schon in aller Herrgottsfrüh aus den Federn geholt werden. Wer um Sechs zur Schicht antritt oder lange Wege zum Arbeitsplatz hat, muss sich ebenfalls diesem äußeren Rhythmus unserer Leistungsgesellschaft anpassen. Egal, ob ausgeprägter Morgenmuffel, Langschläfer oder Nachteule.

Was die Schlafgewohnheiten angeht, fallen Journalisten aus dem Raster: Vor 23 Uhr geht bei uns kaum ein Kollege ins Bett. Mitternacht ist die Richtgröße, das ergab gestern eine spontane Umfrage in der Redaktion. Das hat Gründe. Abendtermine gehören selbstverständlich zum Job. Nach Konzertbesuch oder Gemeinderatssitzung muss man einfach noch eine Weile abschalten. Zumindest kommt einem das Fernsehen entgegen - viele gute Filme laufen erst im Spätprogramm. Ob wir früh aufstehen, hängt vom Familienstand ab. Wer Kinder hat, stellt den Wecker auf sechs Uhr. Die anderen genießen ein kleines Privileg, das zum Berufsstand gehört. Der Tag in der Zeitungsredaktion beginnt etwas später als in Handwerk und Industrie. Also gönnen wir uns noch eine kleine Runde Schlaf und wappnen uns für einen Arbeitstag, von dem man im voraus nie so ganz weiß, wann er endet.

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