Dienstag, 3. Juli 2018 von Holger Much

Was tun gegen Mehltau?

Eigentlich bin ich kein allzu großer Freund von Ackerbau und Viehzucht im eigenen Garten. Statt Kartoffeln, Tomaten oder Äpfeln ums Haus bevorzuge ich Farn, Rhododendren oder Teichrosen, samt dem dazugehörenden Teich natürlich.

Doch im Herbst haben wir uns entschlossen, einen Strauch mit Johannisbeeren zu pflanzen. Der hat den Winter auch wunderbar überstanden, trieb hervorragend aus und setzte sogar gleich reiche Frucht an. Doch dann bemerkten wir einen weißlichen Belag auf den Früchten: Mehltau. Ich weiß schon, warum mir Nahrungsmittel im Garten nicht geheuer sind. Die machen viel mehr Arbeit als eine Funkie, die ganz von selbst im Frühjahr kommt, blüht, im Herbst wieder einzieht, um im kommenden Frühjahr erneut zu erscheinen.

Hat vielleicht jemand einen heißen Tipp gegen Mehltau?

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Freitag, 22. Juni 2018 von Holger Much

Hannes, mach's gut

Na sowas. Jetzt habe ich doch glatt den Abschied eines meiner musikalischen Helden verpasst. Denn Hannes Wader hat seine Abschiedstournee gegeben, allerdings bereits im Herbst vergangenen Jahres. Irgendwie ging das total an mir vorbei. Seit sicher 35 Jahren gehören die Musik und die klugen, wunderschön formulierten Texte dieses ganz Großen der deutschen Liedermacherszene zu meinem Leben. Dabei sind es vor allem die stillen, oft melancholischen Stücke wie beispielsweise „Manche Stadt und manch ein Land“, die „Möwe“ oder „Cappuccino 2“, die ihn für mich zu einer wahren musikalischen Ausnahmeerscheinung machen.

Gern erinnere ich mich an einen Abend im Thalia-Theater, als ein junger und ziemlich aufgeregter Redakteur den großen Wader hinter der Bühne interviewen durfte und wir beide dann stundenlang plaudernd hinter der Bühne saßen. Das war eine der wenigen Gelegenheiten, in denen ich es wagte, um ein Autogramm zu bitten.

Nun setzt sich auch er, mittlerweile 75 Jahre alt, zur Ruhe, und ich werde ihn vermutlich nie mehr live sehen. Da schwingt für mich schon Wehmut mit. Hannes, mach's gut.

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Mittwoch, 30. Mai 2018 von Holger Much

Kleines dummes Eichhörnchen

In der Birke in unserem Garten hängt ein Kasten, dessen vordere Wand aus einer Plexiglasscheibe mit eingebautem Türchen besteht. Hinter die Scheibe können Nüsse gefüllt werden. Dieses nette Häuschen habe ich von einem Bekannten geschenkt bekommen, der es selbst in seinem Garten befestigt hatte. Und dort, versichert er mir, hätten sich die Eichhörnchen die Nüsse, gut sichtbar hinter der Plexiglasscheibe, regelmäßig selbst durch das Türchen geholt. Kluge Hörnchen!

Unser Eichhörnchen Horst, das auf Stiegel wohnt, scheint die Mechanik nicht zu begreifen. Keine einzige Nuss fehlt. Vielleicht haben wir ein etwas dummes kleines Eichhörnchen im Garten? Aber das macht nichts. Wir haben es trotzdem lieb. Und die Nüsse legen wir wieder frei zugänglich hin.

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Samstag, 26. Mai 2018 von Holger Much

Goldene Pracht mit Tücken

Es glänzt golden, wie der feinste frische Honig. Nur ist es kein richtiger Honig, sondern Löwenzahnhonig. Und den machen keine fleißigen Bienchen, sondern fleißige Menschlein. Meine Frau hat von dem Rezept gehört und ich fand es gleich faszinierend und reizvoll. Also machten wir uns ans Werk. Kurz gesagt, muss man viele vollaufgeblühte Löwenzahnblüten pflücken, was einerseits schon ein Erlebnis ist, weil man die gelbe Farbe nicht mehr von den Fingern bekommt. Dann werden die Blüten kurz aufgekocht und 24 Stunden stehen gelassen. Die Flüssigkeit wird dann durch ein Tuch gegeben, der Saft wird mit Zucker und etwas Zitrone sirupartig eingekocht. Das Ganze hat Ähnlichkeit mit Waldhonig, nur etwas heller.

Allein das so urwüchsig anmutende Procedere, einen Brotaufstrich aus selbst gesammelten Löwenzahnblüten herzustellen, hat mich so angesprochen, dass ich mir von Herzen wünschte, das Ergebnis zu mögen. Leider schmeckt der so entstandene „Honig“ für mich irgendwie zart nach Seife und damit ungenießbar. Schade. Vielleicht können das die Bienlein doch besser.

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Mittwoch, 23. Mai 2018 von Holger Much

Bücherberg wird unbezwingbar

Da liegt seit langem „Das Labyrinth der Lichter“ von Carlos Ruiz Zafon, der mit diesem Buch die Sage um die Bibliothek der verlorenen Bücher fortsetzte, die er mit „Der Schatten des Windes“ begann. Dann „In Kalabrien“ von Peter S. Beagle, ein Buch, in dem der „Das letzte Einhorn“-Autor seine Liebe für die zarten Fabelwesen neu in Szene setzt, sowie die neu aufgelegte, umfangreiche H.P. Lovecraft-Biographie von S.T.Joshi.

Dann gesellte sich noch das Buch „Seelenübertritte“ von Benjamin Schmidt dazu, eines befreundeten Autors aus Berlin, sowie „Die Ernte des Bösen“ von Robert Galbraith, hinter dem sich eigentlich die schwerreiche Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling verbirgt, die unter dem männlichen Pseudonym aber herrlich altmodische Krimis um den hinkenden Privatdetektiv Cormoran Strike schreibt.

Wo all das liegt? Auf meinem Nachttisch natürlich. Dort bilden die Bücher einen lockenden, Glück verheißenden Stapel an Lesewonnen, an selbstvergessenen Stunden hinter Buchseiten. Nur frage ich mich so langsam, wann ich all das lesen soll. Meistens schaffe ich es abends gerade noch, mich vom Fernsehprogramm kurz berieseln zu lassen, bevor ich ins Bett falle. Ohne zu lesen. Dennoch tut allein der Anblick all der noch ungelesenen Schätze gut. Man könnte ja, wenn man wollte. Irgendwann einmal...

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