Freitag, 8. Juni 2018 von Volker Bitzer

Mit Justitia gegen Spammer

Quillt Ihr Email-Postfach auch manchmal über? Vor lauter Werbebotschaften und Spam- Nachrichten unzähliger und vor allem absolut unerwünschter Absender. Sei es ein Angebot für einen Sofortkredit, eine Offerte für irgendwelche Pillen oder Einladungen, die ein oder andere dubiose Seite zu besuchen. Das ist so der Standard-Müll, der einem täglich in den elektronischen Briefkasten flattert. Leider.

?Ein wenig Abhilfe – man muss es zugeben – hat die DSGVO, die neue Datenschutz-Grundverordnung, schon gebracht. Aber gut ist es noch lange nicht. Das gezielte Abmelden oder Austragen aus Newslettern, zu denen man sich übrigens gar nie wissentlich angemeldet hatte, obgleich es einem die Versender gerne weismachen wollen, ist so mit manchen Tücken behaftet. Vor allem dann, wenn man dadurch auf eine Internetseite weitergeleitet wird, wo man nun seine Email-Adresse eintragen soll, um endlich keinen Werbemist mehr zu bekommen. Gerade dadurch wird nicht selten eine neue Flut erst ausgelöst. Schließlich wissen die Gauner nun, dass diese Mailadresse tatsächlich aktiv ist und genutzt wird.

?Manchmal hilft aber tatsächlich drohen. Nämlich dann, wenn die unerwünschten Mails von einer Firma (ob direkt oder von einem Werbedienst) versandt worden sind. So habe ich jüngst einem Unternehmen aufgrund der DSGVO mit juristischen Schritten gedroht. Prompt kam ein Entschuldigungsschreiben und die Versicherung, dass ich sogar händisch aus deren Verteiler ausgetragen worden sei. Na also, geht doch!

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Mittwoch, 16. Mai 2018 von Volker Bitzer

Wo bleibt die Rücksicht?

Mit Sicherheit gehöre ich nicht zu jenen Verkehrsteilnehmern, die überall das vorgeschriebene Tempolimit einhalten; vielleicht vergesse ich auch mal das Blinken (aber eher selten); mit 100-prozentiger Sicherheit würde ich jedoch niemals mein Auto auf einem Behinderten-Parkplatz abstellen.

? Zunehmend fällt mir auf, dass sich viele Autofahrer einen Kehricht darum scheren, ob ein Platz für Behinderte ausgewiesen ist oder nicht, besonders auf Supermarkt-Parkplätzen. Sie parken trotzdem. Hauptsache, keinen Schritt zu viel tun. Für mich ist ein solches Verhalten inakzeptabel. Deshalb fehlt es mir nicht an der nötigen Zivilcourage, die Nicht-Gehandicapten darauf anzusprechen. So gut wie immer ernte ich arrogante Kommentare oder dumme Sprüche, nur selten gibt es ein Zeichen der Einsicht.

? Parkplätze für Behinderte sind in der Straßenverkehrsordnung besonders geschützt. Hier darf nur parken, wer über einen entsprechenden Ausweis verfügt; nicht jener, der gerade mal das Bein im Gips hat. Im Gegensatz dazu sind „Frauenparkplätze“ oder „Familien-Stellplätze“ nur moralisch reserviert. De facto kann hier zu jeder Zeit jeder parken. Ohne Strafe! Logisch eigentlich, ansonsten müsste es hierfür ja auch Ausweise geben.

? Ein toller Spruch prangt mittlerweile an vielen Albstädter Behinderten-Parkplätzen: „Sie bekommen meinen Parkplatz, wenn Sie meine Behinderung übernehmen!“ Aber selbst solche, eigentlich eindringlichen Worte, lassen leider viele kalt. Angebracht wäre, dass der Gemeindevollzugsdienst regelmäßig diese Parkbuchten kontrolliert. Gerade auch auf Supermarktplätzen, wo ja meist die allgemeine Straßenverkehrsordnung gilt. Da wäre ruckzuck viel Geld im Stadtsäckel. Zudem hätte man einer benachteiligten Gesellschaftsgruppe Gutes getan.

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Donnerstag, 3. Mai 2018 von Volker Bitzer

Die luftigen Lasten des Lenz

Bitte halten Sie unbedingt alle Fenster und Türen geschlossen… – Solche Warnhinweise, üblicherweise per Lautsprecher oder Medieninfo verkündet von Polizei oder Feuerwehr, könnten derzeit landauf landab erfolgen. Zum Glück aber nicht, weil irgendwelche Schadstoffe in der Luft oder Giftwolken unterwegs sind, sondern weil die Bäume in Frühlingslaune sind. Gelb-grüne Blütenteppiche überziehen die Gehwege, legen sich wie durch ein Mehlsieb gedrückt auf die Autos, vor allem aber dringen sie durch geöffnete Fenster und sogar durch die kleinsten Ritzen in Häuser und Wohnungen. Selbst ein feinmaschiges Fliegengitter vermag den Pollenstaub nicht aufzuhalten. Eine Chatfreundin schrieb mir jüngst per Whats-app, dass sie sich gerade sehr über diese Hinterlassenschaften von Bäumen und Sträuchern ärgert. Soviel wie dieses Jahr sei es noch nie gewesen! Frisch gewaschene Wäsche sei im Nu wieder befleckt und täglich sei sie mehrmals draußen, um die Terrasse zu fegen. Schlimm. Wirklich schlimm? Nein, nicht wirklich. Sofern man nicht gerade Allergiker ist. Ich freue mich über die grüne Explosion in der Natur. Entsprechend leger auch meine Rückantwort über den Nachrichtendienst: „Lieber Blütenstaub als Schneeflocken. Also, freuen wir uns doch einfach über die warme Jahreszeit.“

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Mittwoch, 18. April 2018 von Volker Bitzer

Geht's denn nur ums Geld?

Heute zucken wieder die Blitze. Tausendfach, von Garmisch bis Wilhelmshaven. Nein, nicht das Wetter ist schuld, sondern die Polizei, die quasi Jagd auf Temposünder macht. Machen muss – auf Anordnung der Politik. Allerdings können die Autofahrer im Ländle aufatmen. Baden-Württemberg beteiligt sich nicht an dieser Show, wie Präsident Dr. Michael Haberland vom Automobilclub „Mobil in Deutschland“ den Blitzmarathon 2018 bezeichnet: „Radarkontrollen sind richtig und wichtig. Sie dürfen aber nur einem Ziel dienen, nämlich der Verkehrssicherheit.“ Dazu, so zeigten Auswertungen des Blitzatlas, trage diese bundesweite Aktion nicht bei. Also geht es …, klar um was sonst, … ums liebe Geld. Denn, so heißt es im Wortlaut in einer Pressemitteilung des Vereins: Geblitzt wird vor allem dort, wo nichts passiert; wo viel passiert, wird nicht geblitzt. Das stimmt nachdenklich.

Hatten Sie, werte Leser, nicht auch schon das Gefühl, dass es bei lokalen Radarfallen ähnlich ist. Vielfach lauern die mobilen Blitzer in der Stadt an Stellen, wo man sich wirklich fragen muss, welchen Sicherheitsaspekt das hier nur haben soll. Freilich wird hin und wieder vor Schulen und Kindergärten geblitzt, wo viele junge Menschen die Fahrbahn queren. Interessanterweise, so meine Beobachtungen, treten aber ausgerechnet viele Eltern, die ihren Nachwuchs abholen, oft sehr kräftig aufs Gaspedal. Klar, man muss ja flugs an den Mittagstisch kommen.

Es ist, wie es ist: Die Autofahrer sind zuverlässige Melkkühe der Nation. Auf mannigfache Weise.

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Freitag, 6. April 2018 von Volker Bitzer

Offline in Morpheus Armen

Wo bewahren Sie Ihr Smartphone nachtsüber auf? Am Ladekabel im Arbeitszimmer, auf dem Couchtisch oder neben Ihnen auf dem Nachtschränkle? Letzteres hat freilich Vorteile. Wenn einem vor dem Einschlafen etwas in den Sinn kommt, kann man noch geschwind googeln; am frühen Morgen gleich whatsappen oder die neuen (Spam)-Mails checken; vor allem aber einen Blick aufs Wetter werfen und sich schon mal Gedanken machen, was man aus dem Kleiderschrank nimmt. Nicht zuletzt hat man das Smartphone aber für Notfälle sofort griffbereit. Aber ist das alles gut?

In jüngster Zeit schlafe ich zunehmend schlecht, leicht, wache mehrfach auf und morgens quält mich eine Unruhe, lange bevor der Wecker sich einmischt. Ob es an der modernen Kommunikationstechnik liegt? Den damit verbundenen Strahlen? Oder ist es nur der vermeintlich drängende Griff nach dem Smartphone, um was auch immer zu prüfen, und somit wertvolle Schlafenszeit zu verlieren?

Umdenken! Das Smartphone gehört nicht ins Schlafzimmer; ebenso wenig wie der Fernseher! Wohl jeder Mediziner würde dies unterschreiben. Und früher ging's doch auch. Gönnen wir uns wenigstens nachts eine Smartphone-freie Zeit. Ich probier's. Meinem Wohlbefinden zuliebe.

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