Freitag, 13. Oktober 2017 von John Warren

Ich habe noch nicht genug

In den vergangenen Wochen haben unser Praktikant Niklas Pahl und ich mit mehr als 30 Personen im Zollernalbkreis über ihre Hoffnungen und Wünsche beim Älterwerden gesprochen. Wir sprachen mit Rentnern und Menschen, die mitten im Berufsleben stehen. Einige von ihnen waren bereit, über ihre Gesundheit, die Rente und den Glauben zu sprechen. Eine Auswahl meiner Gesprächspartner wurde am vergangenen Samstag in Ihrem ZOLLERN-ALB-KURIER zum Start unserer Redaktionsserie „Entspannt in die Zukunft – gut leben bis ins Alter“ porträtiert. Sie gaben einen persönlichen Einblick in ihre Leben.

Die vielen Gespräche mit Menschen aus dem Kreis haben für mich einmal mehr bestätigt, was den Reiz am Lokaljournalismus ausmacht. Wo Menschen leben, gibt es auch Geschichten zu erzählen. Ich freue mich bereits darauf, noch viele weitere Menschen aus dem Zollernalbkreis, aus der Region vorzustellen.

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Donnerstag, 7. September 2017 von John Warren

Doppelchance für die Grünen

Während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Männer souverän auf die Weltmeisterschaftsqualifikation zusteuert, tut sich das Land meines Vaters traditionell eher schwer, es zum Konzert der großen Fußballnationen zu schaffen – die letzte WM mit Irland fand 2002 statt. Dass die irischen Fans fürs Feiern berühmt sind, ist unterdessen auch in Deutschland bekannt. Im Fußballspielen sind die Iren auch ganz passabel dabei – und immerhin: Sowohl die Republik Irland als auch Nordirland haben noch die Chance, sich zu qualifizieren. Da meine Familie auf beiden Seiten der Grenze, die durch die Grüne Insel läuft, beheimatet ist, kann ich neben Deutschland auch noch zwei weitere Mannschaften unterstützen. Und wenn es ganz perfekt kommt, läuft es wie bei der Europameisterschaft 2016: Sowohl Deutschland als auch die beiden irischen Teams waren dabei. Auch diesmal bin ich guten Mutes: Mindestens eine irische Mannschaft fährt gemeinsam mit Deutschland zur WM!

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Dienstag, 29. August 2017 von John Warren

Urlaub mit Klammeraffe

Die Ferien sollen eigentlich der Erholung dienen. Das Wort „eigentlich“ könnte man in unserem Fall unterstreichen, denn die vergangenen Wochen führten dazu, dass ich mich mehr als sonst auf die Rückkehr an den Schreibtisch freute. Zuerst war ich selber krank, dann die Ehefrau – die eineinhalbjährige Tochter wurde glücklicherweise verschont, hatte aber auch ihre kleinen Problemchen. Bei der Reise nach Irland war das Kind eigentlich meistens gut drauf, allerdings nur, wenn Mama sie trug. Die ohne Kinder mehrfach bewährte Routine am Flughafen wurde mit dem „Klammeraffen“ auf dem Arm meiner Frau zur Belastungsprobe. Das langwierige Prozedere bei der Mietwagenverteilung brachte das Kind sprichwörtlich auf die Palme, die übrigens auch auf der „Grünen Insel“ wachsen.

Immerhin: Der zottelige alte Hund ihres Großvaters und der Strand gefielen der kleinen Viertel-Irin so gut, dass Mama ab und an mal eine kleine Pause bekam. Und der Vater? Der musste sich im Urlaub zwar meistens mit dem Tragen der Koffer und dem Schieben des Kinderwagens begnügen, durfte ganz am Ende aber auch wieder seinen „Klammeraffen“ halten.

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Dienstag, 1. August 2017 von John Warren

Von einer Insel auf die Alb

So höflich wie vergangene Woche wurde ich bisher noch nie nach meinem Migrationshintergrund gefragt. Als Mitbürger mit ausländischem Namen ist man es gewohnt, nach seiner Herkunft gefragt zu werden. Man nimmt es niemanden übel, selbst wenn das Kompliment „Sie sprechen aber gut Deutsch“ etwas an Bedeutung verliert, wenn die eigene Mutter aus Heidenheim kommt und man seit 1990 (wieder) im „Ländle“ wohnt. Die Frage „Sind Sie Engländer?“ hört man als Deutsch-Ire allerdings eher ungern. Aber damit habe ich mich schon lange abgefunden, ich sehe das Interesse meiner Mitmenschen als positive Einstellung. Vor kurzem erkundigte sich einer meiner Gesprächspartner allerdings so originell nach der Herkunft meines Namens, dass ich selbst begeistert war. „Warren, das lässt auf eine Inselherkunft schließen.“ Stimmt, das trifft auf jeden Iren, Engländer, Schotten und Waliser zu. Selbst ein Australier könnte das mit etwas Humor bejahen. Mit so viel politischer Korrektheit hätte ich selbst nicht gerechnet, auch wenn ich als Heidenheimer Iro-Schwabe alle anders gestellten Fragen zu meiner Inselherkunft gerne beantworte.

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