Samstag, 13. September 2014 von Maya Maser

Obamas Kampf

Der „IS“ soll zerschlagen und unschädlich gemacht werden, das ist das erklärte Ziel der Strategie von Barack Obama – ganz bewusst genau dreizehn Jahre nach den Angriffen auf das World Trade Center. Per Luftangriffe natürlich. Den harten Job am Boden sollen doch die Anderen erledigen. Zu abstrus in meinen Augen. Die Bevölkerung ist ein Häuflein Elend. Sie wurde durch den jahrelangen Bürgerkrieg stark geschwächt. Wie sollen die noch gegen die reiche und bis auf die Knochen bewaffnete Organisation, die sich „Islamischer Staat“ nennt, ankommen?

Als 1991 alles losging, war ich noch mit dem Klapperstorch unterwegs. Doch obwohl ich quasi eine geschichtliche Quereinsteigerin bin, fahren mir die allabendlichen Nachrichten aus dem Irak durch Mark und Bein. Der „IS“ – seine Mitglieder sind teilweise jünger als ich – zeichnet Brutalität und Blutrünstigkeit aus.

Obamas Strategie? Ein bisschen Krieg, mal eben kurz eingreifen, um dann das Land wieder sich selbst zu überlassen. Glaubt irgendjemand, so dieses „Krebsgeschwür“ bekämpfen zu können? Wir schreiben das Jahr 2014. Unsere Welt hat schon so einige bewaffnete Konflikte miterlebt, die meistens böse ausgingen. Angeblich lernen wir Menschen ja aus unseren Fehlern. Wie gesagt: angeblich. Da frage ich mich: Können wir Konflikte denn nicht auch ohne Gewalt lösen? Yes, we can. Nicht wahr, Herr Obama?

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Die Welt ist Ba, Ba, Babylon!



Die hängenden Gärten von Babylon gehören zu den sieben Weltwundern der Antike.
In manchem ähneln sich deren Besucher der Moderne aber trotzdem: Sie vernahmen das Geschwätz ihrer Zeit mit Skepsis ...

Lothar Gerstenecker am 13.09.2014 19:15:17
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