Samstag, 10. Juni 2017 von Lydia Wania-Dreher

Macht's der Name?

F inden Sie Ihr Namen passt zu Ihnen? Forscher der University of Otago in Neuseeland stellten nun bei mehreren Studien fest, dass der Name eines Menschen auch Einfluss darauf hat, wie sympathisch er empfunden wird. Das liege daran, dass der Mensch einen Hang zur Lautmalerei habe. Sprich: Spitze, eckige Gegenstände werden oft mit harten Konsonanten benannt, wie etwa Hacke oder Pickel. Rundliche, weiche Gegenstände haben häufig weichere Konsonanten, wie zum Beispiel Wolle oder Fluse. So würde man intuitiv Namen wie Kiki oder Pete Menschen mit kantigeren Gesichtern zuordnen. Während Bob oder Lou eher runden Gesichtern zugeschrieben wird. Gibt es eine große Differenz zwischen Kopfform und Lautmalerei des Namens wird laut den neuseeländischen Forschern der Mensch als eher unsympathisch empfunden. Schon erstaunlich, was unser Unterbewusstsein alles macht. Aber sind wir doch mal ehrlich: Der Name eines Menschen und seine Kopfform sind nicht die wichtigsten Dinge, die das Gegenüber sympathisch für einen machen.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Samstag, 22. April 2017 von Lydia Wania-Dreher

Ein Meerestier macht's vor

Es ist doch erstaunlich, was Forscher immer wieder finden. Kürzlich entdeckten Daniel Distel und sein Team von der Northeastern University in Boston eine bisher unbekannte 1,5 Meter lange wurmartige Kreatur, die sich ganz ohne Fressen am Leben erhält. Der sogenannte Kuphus polythalamia gehört zur Familie der Schiffsbohrwürmer und lebt in einem hohlen Kalkgebilde im Schlamm in den Lagunen der Philippinen. Sein ganzer Verdauungstrakt ist verkümmert, denn er knabbert nicht wie seine Verwandten an Holz im Wasser, sondern bezieht seine Lebensenergie von Bakterien, die in seinen Kiemen leben. Die Mikroben wandeln stinkenden Schwefelwasserstoff in organischen Kohlenstoff um. Davon geben sie dem Kuphus etwas ab und der bietet ihnen im Gegenzug optimale Lebensbedingungen. Ein schöne Wohngemeinschaft: Denn keiner der Beteiligten ist zu geizig, etwas zu geben und so reicht es ganz ohne Anstrengungen für Bakterien und Riesenwurm.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Freitag, 24. März 2017 von Lydia Wania-Dreher

Abhandene Akkus

Wieder Mal ein Fall aus der Rubrik: Ja, wer macht denn so was? Landrat Günther-Martin Pauli verkündete in der jüngsten Kreistagssitzung, dass ein Großteil der Akkus der Sitzungsmikrofone geklaut wurde. Genau 37 Stück sind einfach verschwunden. Einzig 16 Ersatzakkus blieben übrig. Und so musste die Mehrheit der Herren und Damen Kreisräte auf mobile Handmikrofone zurückgreifen. Das bedeutete, zwei Hausmeister saßen hinten im Sitzungssaal und sprangen bei den Wortmeldungen schnell mit einem schnurlosen Mikrofon zu dem, der gerade die Hand hob. „Abhandengekommen“ seien die Akkus schon im Februar, gab das Landratsamt bekannt. Doch der Bestellvorgang dauert. Bis Anfang April sollen wieder neue Akkus da sein, sodass zur nächsten Kreistagssitzung am 29. Mai wieder alles beim alten sein soll und die Hausmeister nicht mehr rennen müssen.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Mittwoch, 22. März 2017 von Lydia Wania-Dreher

Eine grüne Freude

Manchmal freue ich mich wie ein Kind. Auch gestern in der Mittagspause ist mir das wieder passiert. Da schaute ich in mein Mini-Gewächshaus. Naja, es ist eher eine Plastikschale mit Deckel. Und siehe da, aus der Erde sind über Nacht gleich mehrere kleine Paprikapflänzchen gewachsen. Die zarten, grünen Stängel und die spitzen Keimblättchen brachten mich richtig zum Strahlen. Denn das, was die Natur da macht, ist für mich jedes Mal ein kleines Wunder. Da liegen diese scheinbar ausgetrockneten Samen monatelang in einem Tütchen und kaum steckt man sie in feuchte Erde, schon verwandeln sie sich. Jeden Tag kann man dann beobachten, wie schnell die kleinen Pflänzchen wachsen. Für mich ist das eine wahre Freude ihnen zuzusehen. Da strahle ich wie ein Kind. Und da ist es mir egal, dass viele Menschen eine so große Freude über ein paar kleine Pflänzchen nicht verstehen können.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Donnerstag, 2. März 2017 von Lydia Wania-Dreher

Fasten für den Kopf

Na, lassen Sie auch jetzt wieder Schokolade und Co. weg? Ich mache das schon seit ein paar Jahren. Die evangelischen Kirchen gehen noch einen Schritt weiter, sie laden auch in diesem Jahr zum Fasten im Kopf ein. Soll heißen, nicht (nur) auf materielle sondern auch auf ideelle Dinge zu verzichten. Das Motto 2017 lautet „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort“. Die Initiatoren ermuntern, sich immer wieder Zeit zu nehmen: zum Entschleunigen, zum Innehalten, zum Nachdenken. Und nicht immer sofort zu reagieren, wie das sonst in unserer schnelllebigen Zeit so üblich ist und auch schon fast erwartet wird. Auch für mich wäre diese Fastenaktion etwas. Immer wieder ertappe ich mich zum Beispiel dabei, dass, wenn mein Smartphone piepst, ich es sofort zur Hand nehmen muss. Dabei hätte das in den allermeisten Fällen noch Zeit. Aber vielleicht bin ich dafür einfach zu neugierig. Mal bewusst abschalten, nichts tun und die Seele baumeln lassen, das nehme ich mir aber schon vor für die nächsten sieben Wochen. Mal schauen, ob es gelingt.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.