Donnerstag, 20. Juli 2017 von Lydia Wania-Dreher

Hitze oder Herbstwind

Gestern stöhnte die ganze Redaktion unter der drückenden Hitze. Kaum auszuhalten die Temperaturen im Großraumbüro. Und jeder dachte insgeheim, hoffentlich wird es morgen wieder kühler. Doch wenn es jetzt schon Herbst würde, dann wäre es auch nicht recht. Erschreckenderweise stellte ich jedoch bereits die ersten Anzeichen für die kommende Jahreszeit fest. Auf dem Kleinen Heuberg bei Balingen verfärben sich die Blätter der Kastanien bereits seit ein paar Wochen und gestern Morgen sah ich, dass die ersten Getreidefelder abgeerntet wurden. Das fiel auch einer anderen Passantin auf. „Jetzt ist der Sommer vorbei“, sagte sie zu mir im Vorübergehen und zeigte auf den Acker. Da fiel mir das alte Volkslied ein „Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt“. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke: Also ich könnte schon noch ein bisschen Sommerhitze ertragen.

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Freitag, 7. Juli 2017 von Lydia Wania-Dreher

Zurecht geruckelt

Mein Auto wird langsam etwas altersschwach. Immer wieder scheint der 13 Jahre alte Smart keine Lust auf Fahren zu haben. Dann tut er beim Anlassen keinen Zucker mehr. Das heißt für mich: Schnell ein Ersatzauto aus der Verwandtschaft besorgen, abends mal wieder Überbrücken und dann eine ganze Weile auf der B 27 Strecke machen. Um das zukünftig zu verhindern, ließ ich eine neue Batterie einbauen. Doch der Erfolg war nur von kurzer Dauer. Gestern ging wieder nichts. Nach der Mittagspause wollte das Auto nicht mehr starten. Ich stellte mich schon auf eine längere Prozedur am Abend ein. Später dann kam mein Vater vorbei und meinte: „Ruckel doch einfach mal ein bisschen.“ Nachdem das Auto kräftig durchgeschüttelt war, sprang es wie von Geisterhand wieder an – ganz ohne Überbrücken. Wahrscheinlich hat mein Smart einen Wackelkontakt oder muss manchmal im wahrsten Sinne des Wortes einfach wachgerüttelt werden.

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Samstag, 10. Juni 2017 von Lydia Wania-Dreher

Macht's der Name?

F inden Sie Ihr Namen passt zu Ihnen? Forscher der University of Otago in Neuseeland stellten nun bei mehreren Studien fest, dass der Name eines Menschen auch Einfluss darauf hat, wie sympathisch er empfunden wird. Das liege daran, dass der Mensch einen Hang zur Lautmalerei habe. Sprich: Spitze, eckige Gegenstände werden oft mit harten Konsonanten benannt, wie etwa Hacke oder Pickel. Rundliche, weiche Gegenstände haben häufig weichere Konsonanten, wie zum Beispiel Wolle oder Fluse. So würde man intuitiv Namen wie Kiki oder Pete Menschen mit kantigeren Gesichtern zuordnen. Während Bob oder Lou eher runden Gesichtern zugeschrieben wird. Gibt es eine große Differenz zwischen Kopfform und Lautmalerei des Namens wird laut den neuseeländischen Forschern der Mensch als eher unsympathisch empfunden. Schon erstaunlich, was unser Unterbewusstsein alles macht. Aber sind wir doch mal ehrlich: Der Name eines Menschen und seine Kopfform sind nicht die wichtigsten Dinge, die das Gegenüber sympathisch für einen machen.

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Samstag, 22. April 2017 von Lydia Wania-Dreher

Ein Meerestier macht's vor

Es ist doch erstaunlich, was Forscher immer wieder finden. Kürzlich entdeckten Daniel Distel und sein Team von der Northeastern University in Boston eine bisher unbekannte 1,5 Meter lange wurmartige Kreatur, die sich ganz ohne Fressen am Leben erhält. Der sogenannte Kuphus polythalamia gehört zur Familie der Schiffsbohrwürmer und lebt in einem hohlen Kalkgebilde im Schlamm in den Lagunen der Philippinen. Sein ganzer Verdauungstrakt ist verkümmert, denn er knabbert nicht wie seine Verwandten an Holz im Wasser, sondern bezieht seine Lebensenergie von Bakterien, die in seinen Kiemen leben. Die Mikroben wandeln stinkenden Schwefelwasserstoff in organischen Kohlenstoff um. Davon geben sie dem Kuphus etwas ab und der bietet ihnen im Gegenzug optimale Lebensbedingungen. Ein schöne Wohngemeinschaft: Denn keiner der Beteiligten ist zu geizig, etwas zu geben und so reicht es ganz ohne Anstrengungen für Bakterien und Riesenwurm.

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Freitag, 24. März 2017 von Lydia Wania-Dreher

Abhandene Akkus

Wieder Mal ein Fall aus der Rubrik: Ja, wer macht denn so was? Landrat Günther-Martin Pauli verkündete in der jüngsten Kreistagssitzung, dass ein Großteil der Akkus der Sitzungsmikrofone geklaut wurde. Genau 37 Stück sind einfach verschwunden. Einzig 16 Ersatzakkus blieben übrig. Und so musste die Mehrheit der Herren und Damen Kreisräte auf mobile Handmikrofone zurückgreifen. Das bedeutete, zwei Hausmeister saßen hinten im Sitzungssaal und sprangen bei den Wortmeldungen schnell mit einem schnurlosen Mikrofon zu dem, der gerade die Hand hob. „Abhandengekommen“ seien die Akkus schon im Februar, gab das Landratsamt bekannt. Doch der Bestellvorgang dauert. Bis Anfang April sollen wieder neue Akkus da sein, sodass zur nächsten Kreistagssitzung am 29. Mai wieder alles beim alten sein soll und die Hausmeister nicht mehr rennen müssen.

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