Samstag, 27. Januar 2018 von Lydia Wania-Dreher

Kakao für die Seele

Draußen ist es kalt und ungemütlich. Nieselregen über Stunden hinweg. Es gibt solche Tage, da würde ich mich am liebsten nur verkriechen oder erst gar nicht aufstehen. Doch das geht natürlich in den allermeisten Fällen nicht. Aber ich habe ein Mittel, das mir solche Tage erleichtert: eine Tasse heißer Kakao. Und ich meine jetzt nicht einen fertigen Kaba. Der ist mir viel zu süß. Nein. Ich erhitze meine Milch und gebe dann mindestens zwei Teelöffel reinen Kakao und ein klein wenig Zucker hinein. Kurz umrühren und schon ist der flüssige Glücklichmacher fertig. Allein das Gefühl auf der Zunge ist herrlich. Danach gehe ich wieder frohen Mutes mit einem guten Gefühl im Bauch durch die Welt und genieße noch ein bisschen den wohltuenden Geschmack im Mund.

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Dienstag, 9. Januar 2018 von Lydia Wania-Dreher

Eine Frage, die bewegt

Tut es gut, was du machst? Diese Frage bewegte mich gestern Morgen. Ich schnappte sie bei den sogenannten „Gedanken“ eines Radiosenders auf. Darin erzählte eine Frau von der katholischen Kirche von der Erinnerungsguerilla. Das ist ein soziales Kunstprojekt oder gar eine Bewegung. Die Menschen, die mitmachen, kleben kleine Zettel mit Fragen in den öffentlichen Raum. Die Fragen sprechen zentrale Themen des Lebens an und sollen die Passanten zum Nachdenken anregen. Es sind kurze Sätze, die einen tief berühren. Einige Beispiele gefällig. Wofür lebst du? Wann singt dein Herz? Kannst du (bitte) die Welt retten? Was bleibt, wenn du gehst?

Jeder kann sich diese kleinen Aufkleber im Internet bestellen und so selbst Teil der Erinnerungsguerilla werden. Die Organisatoren wünschen sich als Gegenleistung lediglich eine selbst festgelegte „Ausgleichssumme“ um die Unkosten zu decken. Bei mir hat das Nachdenken auch ganz ohne Zettel funktioniert. Ich war auf der Fahrt im Auto ganz bewegt von der Frage „Tut es gut, was Du machst?“. Denn als Journalisten sind wir oft nicht nur bequem. Oft nerven wir unser Gegenüber und schreiben auch Dinge, die nicht allen gefallen. Das fällt auch dem Schreiber nicht immer einfach. So werden jedoch Diskussionen angeregt, Dinge hinterfragt und vielleicht am Ende anders gesehen.

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Freitag, 8. Dezember 2017 von Lydia Wania-Dreher

Geschichten für Herz und Seele

Kennen Sie diese Menschen auch, die unglaublich gut Geschichten erzählen können? Ich meine jetzt nicht die Menschen, die die ganze Zeit reden, nur dass etwas gesagt ist. Nein. Ich meine die Menschen, denen man gerne zuhört. Die eine angenehme Stimme haben und bei denen jedes Wort, wenn sie erzählen, einen schönen Klang und einen tieferen Sinn hat. Dieses Erzählen finde ich ungemein bereichernd und doch muss ich feststellen, dass davon in meinem Erwachsenenleben etwas verloren gegangen ist. Mein Vater erzählte uns Kindern immer wunderbare Geschichten vor dem Schlafengehen. Von Reisen, von Begegnungen, von der Nachkriegszeit. Heute erzählen mir Videos, Radiobeiträge oder Internetseiten Geschichten. Doch das ist etwas anderes.

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Samstag, 28. Oktober 2017 von Lydia Wania-Dreher

Ohne Instinkt geht's auch

Sie sind meist schwarz, haben acht Beine und sind manchmal auch noch behaart. Beim Anblick von Spinnen läuft es vielen Menschen kalt den Rücken runter. Ich bin davon zum Glück verschont und schaue mir die bizarren Tierchen mit ihren erstaunlichen Fähigkeiten sehr gerne an. Damit scheine ich jedoch gegen einen Instinkt zu handeln. Denn vor kurzem fanden Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts in Leipzig und der Universität Uppsala heraus, dass Ekel oder gar Angst beim Anblick von Spinnen und Schlangen nicht nur von der Prägung der Erziehenden abhängt. Schon kleine Babys reagieren mit deutlich vergrößerten Pupillen, wenn ihnen Bilder der beiden Tiere gezeigt werden. Für die Forscher ein Signal, dass die kleinen Probanden dabei Stress empfinden. Ein Beleg für eine angeborene Abwehrhaltung. Bei anderen gefährlichen Tieren wie Nashörnern oder Bären hingegen stellten sie eine solche Reaktion nicht fest. Die Wissenschaftler erklären sich den Unterschied so: Mit potenziell gefährlichen Reptilien und Spinnentiere leben die Menschen und ihre Vorfahren seit 40 bis 60 Millionen Jahren zusammen und damit deutlich länger als etwa mit den uns heute gefährlichen Säugetieren. Es gebe daher für sie (noch) keine angeborenen Reaktionsmechanismen. Außer bei mir vielleicht. Denn ich habe vor Nashörnern und Bären deutlich mehr Angst als vor kleinen Krabbeltieren.

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Dienstag, 10. Oktober 2017 von Lydia Wania-Dreher

Solarzelle trifft auf Mode

Kennen Sie das? Da ist man irgendwo unterwegs und der Akku des Handys ist mal wieder leer. Ich zumindest habe nicht immer eine Powerbank, also eine mobile Ladestation, zur Hand. Doch dieses Problem könnte bald gelöst sein, denn Forscher aus der japanischen Millionenstadt Saitama entwickelten waschbare Solarzellen. Diese können wie ein Aufdruck auf Kleidung aufgebracht werden. Sie sind sehr dünn, leicht und dehnbar. Selbst Waschmittel schaden diesen organischen Solarzellen nicht. Nach 20 Waschgängen waren sie immer noch sehr effizient. Einziger Wermutstropfen: Die neuen Solarzellen können bisher pro Quadratzentimeter nur rund 7,9 Milliwatt Leistung erzeugen. Da braucht man eine ganz schön große Fläche, um ein Handy oder ähnliches aufzuladen. Aber charmant ist der Gedanke schon, dass man in ein paar Jahren seine Stromversorgung am eigenen Leib tragen könnte.

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