Samstag, 21. Februar 2015 von Lydia Wania-Dreher

Ich glaub, der Frühling kommt

Gestern Mittag konnte ich einfach nicht zu Hause sitzen und mein Mittagessen am Tisch verspeisen. Die Sonne lachte vom Himmel und lockte mich nach draußen. Also ging's mit einem belegten Brötchen in der Hand zum Spazieren. Im Auto habe ich noch kurz überlegt, die Handschuhe mitzunehmen. Gut, dass ich sie auf dem Beifahrersitz gelassen habe. Die Sonne schien so herrlich warm auf mein Gesicht, dass es eine wahre Freude war. Es fühlte sich an wie Frühling – hell, freundlich und mit viel Vogelgezwitscher. Sind das vielleicht nach den vergangenen frostigen Wintertagen schon die ersten Vorboten der schönen Jahreszeit? Ich glaube ja. Ich hoffe, dass in paar Tagen das letzte Fleckchen Schnee geschmolzen ist und die ersten Krokusse, die aus der Erde sprießen, zu sehen sind. Mich würde das riesig freuen. Nicht, dass ich den Winter und den Schnee nicht mag, aber Mittagspausen im warmen Sonnenschein sind einfach wunderbar!

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Freitag, 30. Januar 2015 von Lydia Wania-Dreher

Ohne Büchlein in der Hand

In einer Sache bin ich echt altmodisch: Ich liebe Stadtführer in Buchform. Für einen Städtetrip kaufe ich mir schon Wochen oder Monate vorher ein kleines Büchlein von der betreffenden Metropole und ackere das dann durch. Seite für Seite verschlinge ich und markiere die Stationen, die ich auf jeden Fall besuchen möchte. So wird aus dem Stadtführer schnell ein kleines Heftchen mit vielen eingelegten Zetteln. Manchmal übertrage ich meine wichtigsten Informationen sogar auf ein Extrablatt und lege das in das Büchlein hinein.

Kürzlich war ich ganz spontan in Nürnberg. Die Zeit reichte nicht mehr für meine sonst übliche Vorbereitung. Ich lief also ziemlich unvorbereitet durch die Straßen und lauschte einer Fremdenführerin bei ihren Ausführungen. Nachts im Hotel half mir Wikipedia bei den unbeantworteten Fragen. Wieder zu Hause war ich nicht ganz zufrieden. Ich bestellte mir einen Stadtführer der fränkischen Metropole. Heute ist er angekommen und ich bin schon voller Vorfreude auf das Nachbereiten.

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Donnerstag, 27. November 2014 von Lydia Wania-Dreher

Schlange stehen für ein „Ja“

Montagmorgen um viertel nach sechs in der Düsseldorfer Innenstadt: Direkt gegenüber des Kunstmuseums K21 bildet sich eine lange Schlange von Menschen. Der geneigte Passant denkt an Rabattverkäufe oder Sonderangebote a là Aldi, Lidl und Co. Doch weit gefehlt – Die vielen Menschen möchten zum Standesamt. Sie stehen stundenlang an, um einen der begehrten Trautermine für Freitag, 15. 5. 2015, zu ergattern. Da die Düsseldorfer Behörde erst ein halbes Jahr vorher Reservierungen für das Jawort annimmt, müssen Heiratswillige mit speziellen Terminwünschen früh aufstehen. Manche hatten sich sogar Klappstühle und Tee mitgebracht, um die Wartezeit zu verkürzen. Wer erst um halb acht zur Öffnung des Standesamt kam, musste wahrscheinlich auf andere Termine ausweichen. Wie wäre es mit Freitag, 13. Februar, oder Freitag, 13. März, nächsten Jahres? Die kann man jetzt auch schon reservieren und das vermutlich ganz ohne lästige Warterei. Oder sind Zahlen wirklich so wichtig am schönsten Tag im Leben?

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Sag Ja, Schatz!

Alles nur einfallslos. Auf der Insel Koh Kradan kann man sich unter Wasser trauen lassen – natürlich ohne Sauerstoffflasche.

Jedes Jahr zahlen Dutzende von Heiratswilligen rund 1500 Euro für die Zeremonie.

Damit gehört man bestimmt nicht zum Durchschnitt, was das Heiraten angeht!

Lothar Gerstenecker am 27.11.2014 13:54:53

Donnerstag, 2. Oktober 2014 von Lydia Wania-Dreher

Freies Obst für alle

Was haben der Mirabellenbaum am Balinger Bahnhof, der Apfelbaum an der Schule in Bitz und vier Obstbäume bei Frohnstetten gemeinsam? Sie tragen gerade alle Früchte, die man einfach so essen kann. Niemand fragen – nur pflücken. Die drei Orte, und nur diese drei, sind auf der Internetseite mundraub.org für den Zollernalbkreis eingetragen. Auf der Onlineplattform können sich Obstbaumbesitzer eintragen, die ihre Ernte gerne mit anderen teilen wollen oder ihre Bäume gar nicht alleine abernten können. So entsteht eine Win-win-Situation: Der eine hat keine Arbeit mit seinem Obst und der andere leckere Früchte. Eine klasse Idee, denn für viele Baumbesitzer lohnt sich bei einem Abgabepreis von 3,50 Euro für den Doppelzentner das mühevolle Pflücken und Aufsammeln gar nicht. Die Vögel freut's. Wer seinen Baum in das Internetportal einstellt, kann auch andere Zweibeiner beglücken. Denn mal ehrlich, so ein knallroter Apfel am Wegesrand ist schon verlockend ... doch klauen will man ja auch nicht. Da kommt so ein Angebot doch gerade recht. Außerdem hat der onlinegesteuerte „Obstladen“ immer geöffnet. Also nichts wie ran an einen leckeren „Mundraub“-Apfelkuchen. Und weitererzählen – vielleicht gibt's dann bald noch mehr „freie“ Mirabellen, Äpfel und Zwetschgen. Ein Freibrief für Obstklau ist dieses Angebot jedoch nicht. Es sollte klar sein, dass jeder Baum jemandem gehört und natürlich nur dort gepflückt werden darf, wo es die Besitzer mit Hilfe der Internetseite explizit erlauben.

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Freitag, 29. August 2014 von Lydia Wania-Dreher

Drei Wochen ohne ...

Nein, um es gleich vorwegzunehmen: Ich hatte in meinem Urlaub nicht vor, auf irgendetwas zu verzichten. Ganz im Gegenteil, ich wollte meine freie Zeit in vollen Zügen genießen. Und nach drei Wochen merkte ich plötzlich: Ich habe in meiner freien Zeit keine einzige Minute vor dem Fernseher gesessen. Wie kann das sein? Normalerweise fläze ich abends ganz gerne auf dem Sofa, lasse mich von Günther Jauch und Co. berieseln und schlummere dann dabei irgendwann ein. Einfach herrlich. Würde mir das jemand für 21 Tage verbieten – schrecklich. Ich würde mich mit Händen und Füßen gegen ein solches Fernsehverbot wehren. Nicht, dass ich dem Dauerflimmern verfallen wäre, ich habe auch noch andere Hobbys. Aber dieses in die Decke gekuschelte Nichtstun mit seichter Unterhaltung hat schon was für sich. In irgendeinem Sender läuft immer etwas wenigstens halbwegs Interessantes. Nicht so im Urlaub. Irgendwie gab es jeden Tag ein besseres Alternativprogramm. Ich habe die Glotze schlichtweg vergessen. Obwohl es schon auch Möglichkeiten dazu gab, den viereckigen Kasten anzuschalten, schließlich war ich ja nicht auf einer einsamen Insel. Aber manchmal tut Vergessen, nicht nur Verzichten, wirklich gut.

Und wie ging es Ihnen? Hatte auch Ihr Fernseher Sendepause oder war er gerade wegen des schlechten Wetters in Dauerbetrieb? Vielleicht bleibt im Sommerurlaub Luft für ein kleines Resümee und Zeit, die Fernsehgewohnheiten zu überdenken.

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