Dienstag, 18. März 2014 von Olga Haug

Promotour in Provinzdisse

Gabby gehört nun zu dem erlauchten Kreis der C-Promis – Dschungel-Camp sei Dank. Prompt erscheint auch schon die neue Single der Ex-Queensberry-Sängerin. Vom Dschungel verschlug es die Berlinerin direkt auf die Alb.

In der heimischen Diskothek gab das Möchtegern-Popsternchen ihr neues Lied zum Besten – und nur das eine Lied. Und zwei Stunden Verspätung gehören zu einem richtigen Popstar nunmal dazu – ob's den Fans passt oder nicht.

Als Entschädigung gab's Küsschen hier, Umarmungen dort. Doch was hält die publikumsnahe Sängerin denn von unserer Schwäbischen Alb und dem schönen Städtchen Ebingen? Wir wissen es leider nicht. Denn Gabby scheint zwar publikumsnah, jedoch pressefern zu sein.

Unsere Kollegin Judith Fischer wartete über drei Stunden vergebens auf ein Interview. Ihr wurde um 23 Uhr ein Gespräch mit der C-Prominenz versichert, doch um 2.30 Uhr stand sie noch immer wie bestellt und nicht abgeholt da. Ob Gabby wohl raucht? Wäre sicher schlecht für ihr Goldkehlchen.

Unsere Kollegin Judith Fischer raucht nicht, musste aber drei Stunden auf Gabby im Raucherraum warten. Warum nur? Fragen können wir sie leider nicht, denn für eine Promotour in der Provinzdisse ist sie sich nicht zu schade, für ein Interview mit der lokalen Presse aber schon.

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Einstieg misslungen?

Also doch Einstieg in den Boulevard? Der wäre aber dann kräftig misslungen.

Lisa Witsch am 19.03.2014 02:53:38

Mittwoch, 17. Juli 2013 von Olga Haug

Nein, das andere Links!

„Links ist da, wo der Daumen rechts ist.“ Diesen neunmalklugen Spruch kann ich bei Weitem nicht mehr hören, zumal er mir keineswegs weiterhilft. Ja, ich habe ein Problem damit, rechts und links zu unterscheiden. Und damit bin ich nicht allein: 20 bis 30 Prozent der Menschen kämpfen mit dieser „Schwäche“. Auf der Suche nach der Ursache des ständigen Verdrehens, bin ich im „World Wide Web“ auf die kuriosesten Erklärungen gestoßen. Da heißt es, dass Kinder, die wenig bis gar nicht gekrabbelt sind oder wenig schaukelten, ein Rechts-Links-Problem entwickeln. An anderer Stelle ist gar von einer genetischen Disposition die Rede. Gekrabbelt bin ich tatsächlich nicht viel. Laufen lag mir da schon eher. Aber geschaukelt habe ich für mein Leben gerne. Und ob der Verdreher bei uns in der Familie liegt, bleibt fraglich.

Da klingen die Erläuterungen des Kognitionspsychologen Daniel Haun schon logischer. Denn den Forschungsergebnissen Hauns zufolge, ist die Orientierung mittels rechts und links eine kulturelle Konvention. Diese haben sich vordergründig Industrienationen angeeignet. Somit werden wir zu links und rechts erzogen. Denn im Prinzip, so Haun, wird der Mensch mit einem inneren Kompass geboren, was Experimente mit Kindern und Ureinwohnern beweisen. Dass es in manchen Nationen zur Konvention geworden ist, Richtungen nach links und rechts und nicht etwa nach den Himmelsrichtungen zu benennen, liege wohl an der Urbanisierung. Wo der Blick durch Hauswände in die Weite versperrt ist, muss ein alternatives Orientierungsmodell greifen.

Für mich persönlich bedeutet das also, dass ich ins Links-Rechts-Bootcamp muss. Oder ich bediene mich einfach meinem angeborenen inneren Kompass. Blöd nur, dass auch die Himmelsrichtungen automatisch nach rechts und links sortiert werden. Wo war noch mal Osten? Ach ja, links von Norden. Und übrigens: Trotz gezielter Tests, konnten Wissenschaftler nicht feststellen, dass das ein rein weibliches Phänomen ist!!!

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Freitag, 10. Mai 2013 von Olga Haug

Wie grün ist mein Daumen?

Gibt es tatsächlich den „grünen Daumen“? Es soll ja Menschen geben, die eine besondere Gabe in Sachen Pflanzen haben. Also ich gehöre nicht zu den Auserwählten – behaupten zumindest die anderen. Wenn denn jemand auf die Idee kommt, mir eine Pflanze zu schenken, dann folgt sogleich der Zusatz: „Die ist ganz pflegeleicht. Die könnte sogar bei dir überleben.“ Nun, das trifft leider nicht immer zu. Wenn es den „grünen Daumen“ tatsächlich gibt, dann muss das doch so etwas wie eine bestimmte Aura sein, die jemand gegenüber Pflanzen ausstrahlt. Das klingt doch ziemlich absurd. ich glaube eher, dass die Konstellation vieler Faktoren dazu beiträgt, ob die hübschen Pflänzchen überleben oder nicht. Hierzu gehört der richtige Standort, das Licht, Dünger, regelmäßiges Gießen – und all das auf jede Pflanze individuell zugeschnitten. Man merkt also, Pflanzen am Leben zu erhalten ist gar nicht so einfach und grenzt schon an Wissenschaft. Dass meine Pflanzen nicht langlebig sind, liegt folglich nicht an meiner scheinbar pflanzenfeindlichen Aura, sondern daran, dass ich entsprechende „Pflanzen-Am-Leben-Erhalten-Dissertationen“ noch nicht gelesen habe. Kürzlich habe ich meinen Balkon neu bepflanzt – vielleicht hätte ich im Vorfeld die Pflegehinweise lesen sollen...

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Samstag, 16. März 2013 von Olga Haug

Schlechtes Gewissen

Vor einiger Zeit sah ich im Fernsehen eine Diskussion über die Gewohnheiten und Gepflogenheiten unserer zeitgenössischen Gesellschaft. Die geladene Psychologin sprach dabei über eine „Gesellschaft des schlechten Gewissens“. Stimmt das? Werden wir tatsächlich tagein, tagaus von unserem schlechten Gewissen gequält? Als hause ein fieses, kleines Monster in unserem Kopf, das uns einredet, nicht genug geleistet zu haben? Man kann natürlich nicht alle über einen Kamm scheren und behaupten, es ginge allen gleich – Ausnahmen ohne schlechtes Gewissen gibt es garantiert.

Doch startet man erst mal den Selbstversuch, so bemerkt man schnell, dass einen das böse Gewissen doch ziemlich oft begleitet: Essen wir beispielsweise Schokolade, folgt nach der Glückshormon-Flut das schlechte Gewissen. Erst recht, wenn die Sonne scheint und die Bikinisaison naht. Haben wir es heute mal wieder nicht geschafft, Sport zu treiben und uns stattdessen für das Sofa entschieden, drängt sich auch hier prompt das fiese Männchen auf – um nur wenige der zahlreichen Beispiele zu nennen. Aber warum ist das so? Werden wir vielleicht schon zu einem schlechten Gewissen erzogen? Und zwar nicht nur durch das Elternhaus, sondern auch durch die Medien, die uns ständig vorgeben wollen, wie wir zu leben haben und was zu einem „guten“ Leben gehört. Etwa Verzicht und Selbstgeißelung? Jeder muss sein Leben natürlich frei gestalten, aber man sollte den Genuss nicht vergessen. Legen Sie doch mal die Füße hoch und tun einfach nichts. Steht Ihnen sicher gut.

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Samstag, 9. März 2013 von Olga Haug

Antizyklisch einkaufen

Wer kennt das Phänomen nicht? Eine Jahreszeit neigt sich dem Ende zu und schon stürmen wir in die Geschäfte, um zu Schnäppchenpreisen die Ware der letzten Saison abzustauben. Und haben wir erst einmal Teile zu scheinbaren Spottpreisen ergattert, kommt eine Art Siegesgefühl auf, als hätten wir den Kampf gegen die geldgierige Warenindustrie gewonnen.

Aber wenn wir ehrlich sind, ist das eigentlich die größte Niederlage. Denn antizyklisches Kaufen findet praktisch das ganze Jahr statt: Im Frühjahr kaufen wir Wintersachen – zumal der Winterschlussverkauf marktstrategisch Mitten im Winter beginnt – im Sommer Frühjahrsartikel, im Herbst den letzten Schrei des Sommers und schon dreht sich das Rad von Neuem.

Wenn man das Schnäppchenspektakel einmal richtig reflektiert, kaufen wir nicht rational und mit siegessicherem Kalkül ein, sondern sind strategischer Teil einer dauerzyklischen Konsummaschinerie.

Doch was bringt uns diese auf eigenen Erfahrung beruhende Reflexion? Konsumieren wir deshalb weniger oder verdrängen wir die Tatsache zugunsten der roten Preise? Also ich könnte noch ein Paar Winterstiefel gebrauchen – sind ja gerade so billig.

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