Dienstag, 28. November 2017 von Benno Schlagenhauf

Nur Bares ist Wahres

In Schweden ist bargeldloses Bezahlen längst Alltag und auch im Rest der EU und hierzulande sollen Banknoten und Münzen über kurz oder lang verschwinden. Während manch einer bei dieser Vorstellung geradezu panisch wird, war mir es bislang recht gleichgültig. Von kleinen Beträgen oder bei der Rechnung im Restaurant einmal abgesehen, bezahlte ich sowieso fast immer mit der Bankkarte.

In den vergangenen Wochen lernte ich das Bargeld dann doch zu schätzen, denn weil der Magnetstreifen an meiner Karte etwas abbekommen hat, wurde die Karte in manchen Geschäften erst beim zweiten Versuch oder gar nicht mehr angenommen. Da war es natürlich beruhigend, noch etwas Bargeld bei sich zu haben. Mittlerweile ist die Karte endgültig kaputt und wird noch nicht einmal mehr vom Bankautomaten erkannt, was die Bargeldbeschaffung ungemein verkomplizierte und die Bestellung einer neuen Karte erforderlich machte.

Von mir aus kann auch hierzulande das Bargeld gerne abgeschafft werden, aber vorher hätte ich gerne noch einen stabileren Ersatz als ein Plastikkärtchen. Wie wär's mit Titan, oder so?

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Mittwoch, 15. November 2017 von Benno Schlagenhauf

Applaus und Tränen bei „Gigi“

Als Unterstützer der deutschen Fußballnationalmannschaft ist das Verhältnis zu Italiens Fußballern spätestens seit dem Halbfinale der WM 2006 etwas kompliziert. Zweifelsohne sind die Italiener eine große Fußballnation. Es wird ungewohnt sein, dass sie 2018 nicht dabei sind. Andererseits ist man heimlich auch etwas froh darüber, nicht gegen diesen unbequemen Gegner spielen zu müssen.

Um einen Spieler tut es mir besonders leid: Gianluigi Buffon. Der Torwart hätte 2018 in Russland im Falle eines italienischen WM-Erfolgs der älteste Weltmeister aller Zeiten werden können. Jedoch scheiterte Italien in der Relegation an Schweden und „Gigi“ bestritt damit sein letztes Länderspiel, denn nach dem Spiel verkündete er unter Tränen seinen Rücktritt.

Damit verlässt nicht nur der wohl beste Torhüter seiner Generation die große internationale Fußballbühne, sondern auch ein großer Sportsmann. Dies bewies er auch in seinem letzten Spiel gegen Schweden: Als vor dem Spiel die schwedische Nationalhymne gespielt wurde, ging diese im gellenden Pfeifkonzert der italienischen Fans unter. Doch einer hielt dagegen: Buffon klatschte dem schwedischen Team energisch Beifall, als wollte er alleine die 80 000 im San-Siro-Stadion übertönen. Schade, dass unsere Stürmer nicht mehr auf diesen Mann treffen werden.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Samstag, 23. September 2017 von Benno Schlagenhauf

Nur die Harten fahren offen

Es soll ja Cabriofahrer geben, die ihr Verdeck erst bei Temperaturen über 25 Grad aufmachen, weil es ihnen sonst zu kalt wird und bei mehr als 30 Grad wieder schließen, weil ihnen sonst die Sonne zu sehr auf den Kopf scheint.

Zu dieser Sorte gehöre ich nicht. Ich habe mir unbemerkt schon so manch üblen Sonnenbrand abgeholt, weil ich mir in der gleißenden Sonne den Fahrtwind um die Ohren rauschen lasse. Auch das andere Wetterextrem ist für mich kein Grund, das Verdeck geschlossen zu lassen. Die frischen Morgentemperaturen aktuell nehme ich als einen willkommenen Muntermacher, um der tristen Herbstmelancholie zu entgehen.

Selbst bei leichtem Regen bin ich oft „oben ohne“ unterwegs – wenn man flott genug ist, bekommt man ja nichts ab. Vettel, Rosberg und Co. fahren schließlich auch offen.

Doch neulich kam selbst ich als hartgesottener Cabrio-Enthusiast an meine Grenzen. Das bisschen Niesel zu Fahrtbeginn, entwickelte sich unterwegs zu einem ernsthaften Hagelschauer. Da wusste ich dann auch, warum Sebastian Vettel einen Helm trägt.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Dienstag, 19. September 2017 von Benno Schlagenhauf

Die Wahl fällt nicht leichter

Ich erinnere mich noch gut daran, als ich das erste Mal wählen durfte. Im Super-Wahljahr 2009 bekam ich als Erstwähler gleich das volle Programm ab. Von den ganzen Wahlunterlagen zu Europa-, Bundestags- und Kommunalwahl war ich, obwohl ich politisch nicht uninteressiert war und die feste Absicht hatte, wählen zu gehen, erst einmal ziemlich erschlagen.

Auch meine zweite Bundestagswahl war aufregend, denn als Volontär beim ZOLLERN-ALB-KURIER erlebte ich die Wahlberichterstattung einmal von der anderen Seite. Auch in der Redaktion fieberten wir den ersten Hochrechnungen entgegen. Bis in die späten Abendstunden wurden Ergebnistabellen und Grafiken erstellt, Artikel, Kommentare und Wahlanalysen geschrieben und alles musste rechtzeitig vor Druckschluss fertig sein.

Mittlerweile gehe ich in meine dritte Bundestagswahl als Wähler und in meine zweite als Berichterstatter. Das Wahlprozedere ist also längst Routine für mich. Für das nächste Super-Wahljahr bin ich gerüstet. Jedoch: Die Wahl fällt auch mit zunehmendem Alter und Erfahrung leider nicht leichter.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Dienstag, 25. Juli 2017 von Benno Schlagenhauf

Die Nachbarn von gegenüber

Wo käme man heraus, wenn man sich senkrecht nach unten durch das Erdreich graben würde? In China oder Australien, wie man es aus Cartoons oder Trickfilmen kennt? Nicht ganz. Zumindest was Deutschland und große Teile Europas betrifft, empfiehlt sich ein solches Tunnelunternehmen nur bedingt, denn auf der anderen Seite des Erdballs wird man nass. Man käme nämlich mitten im Südpazifik heraus.

Würde man vom Zollernalbkreis aus nach unten graben, landete man knapp 1000 Kilometer südwestlich der Catham-Inseln, die ihrerseits südwestlich von Neuseeland und genau „gegenüber“ von Südfrankreich liegen.

Rausfinden, welche „Nachbarländer“ auf der anderen Seite der Erde liegen, kann man auf der Website antipodesmap.com. Und da sieht man: China liegt eigentlich „unter“ Südamerika. Und in Australien kommt kein noch so eifriger Maulwurf heraus, denn der gesamte Kontinent liegt gegenüber des Atlantischen Ozeans.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.