Donnerstag, 29. Dezember 2011 von Nils Horst

Heiße Phase mit Chaos

Der Jahreswechsel steht kurz bevor. Eigentlich nichts Spektakuläres, wenn da nicht die Suche nach der perfekten Silvesterparty wäre. Gefeiert werden muss, das ist klar. Wer sitzt denn schon am 31. Dezember zu Hause vorm Fernseher und will sich die doch so kreativen Ideen der Programmdirektoren anschauen? Ich sicherlich nicht, denn das hat man schließlich das ganze Jahr. Fein raus sind die Leute, die schon seit Monaten den Urlaub in einer entlegenen Hütte im Schnee oder in Fernost gebucht haben. Auch wer sich in die Massen einer Disco-Silvesterparty stürzen will, hat auf diese Frage schnell eine Antwort parat. Bereits Ende November hat sich mein Freundeskreis Gedanken darüber gemacht. Da war von Mottopartys die Rede, ja sogar von einem netten Abend mit kulinarischen Köstlichkeiten und gemeinsamen Gesellschaftsspielen. Doch irgendwie wollte jetzt in der heißen Phase niemand so recht die Initiative ergreifen und seine heimeligen vier Wände für eine Feier zur Verfügung stellen. Man kann das ja nachvollziehen, denn wer beginnt schon gern das neue Jahr damit, die Kollateralschäden im eigenen Wohnzimmer zu beseitigen, die dank multimedialer Spielkonsolen mit Sportcharakter gerne passieren. Dann wird es eben ein Silvester, bei dem jeder meiner Freunde, auch ich, für sich feiert und im Kreise seiner Liebsten das neue Jahr begrüßt. Und auch das wird seinen Reiz haben.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Häh...

Dann wird es eben ein Silvester, bei dem jeder meiner Freunde, auch ich, für sich feiert und im Kreise seiner Liebsten das neue Jahr begrüßt.

Auch das sind meine Liebsten und daher sind sie möglichst bei mir, wenn nicht bei ihnen. Mit Bekannten seh ich das auch wie sie, aber meine Freunde !!! Die hinterlassen übrigens dann auch kein Kollateralschäden.

tim mahler am 29.12.2011 15:24:14

Freitag, 21. Oktober 2011 von Nils Horst

Real, aber ausbaubar

Am Mittwochabend hat die ARD den mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten Film „Homevideo“ gezeigt. Bereits im Voraus wurde so viel über den Film erzählt, dass auch ich ihn mir angeschaut habe. Die Geschichte des Films ist in ein paar kurzen Sätzen erzählt: Jakob filmt sich in einer intimen Situation. Ein Freund bekommt aus Versehen die Kamera, stellt das Video ins Internet, die ganze Schule kann es sich ansehen. Die Tragödie des Cyber-Mobbings nimmt seinen Lauf… Das Hochladen des Videos durch den Klassenkameraden und die Tatsache, dass jeder Schüler das Video ansehen kann, zeigt sehr real, wie angebliche Freunde durch Mobbing einen Jugendlichen psychisch fertig machen können. Der Film war gut, zweifellos. Doch wenn ich eine Story schon damit aufbaut, dass Jakob ein sensibler und schüchterner Junge ist, seine Eltern so gut wie nichts von ihm wissen wollen und sich trennen, hat der sicher gut gemeinte Film aus meiner Sicht schon wieder verloren. Man sollte sich zunächst lieber mal die Eltern zur Brust nehmen und nicht das Internet für alles verantwortlich machen. Der Selbstmord am Schluss des Films hat daher aus meiner Sicht mit viel mehr Faktoren zu tun. Vielleicht hätte die Zusammenführung der Familie und das verständnisvolle Reden miteinander den Selbstmord verhindern können. Es war eben ein realer Film, der meiner Ansicht nach noch ausbaubar wäre.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Dienstag, 11. Oktober 2011 von Nils Horst

Adrenalin der besonderen Art

Hatten Sie schon mal einen richtig großen blauen Fleck am Körper? Seit dem vergangenen Wochenende habe ich gleich mehrere dieser Art. Zusammen mit meinem Bruder war ich zum ersten mal Paintball spielen. Lange habe ich diese Aktion vor mich hergeschoben, doch irgendwann muss man sein Versprechen dann doch einlösen. Gesagt, getan. Die Tour führte uns in einen Böblinger Teilort. In der großen Halle angekommen, mussten wir zunächst ein Anmeldeformular ausfüllen. Das mulmige Gefühl, dass ich bereits vom ersten Eindruck hatte, wurde noch größer, schließlich hat das Formular in Sachen Sicherheitswarnungen nicht gerade gespart. Nach einer kurzen Einweisung in die Sportart durften wir uns zuerst mit dem Spielfeld, den Spielregeln und den Markierern vertraut machen.

Wie erwartet, mutete alles etwas martialisch an. In zwei Teams durften wir jeweils sieben Matches spielen, die nicht nur schweißtreibend waren, sondern auch für einen Adrenalinausstoß der besonderen Art gesorgt haben. Beim ersten Match habe ich soviel des Stresshormons ausgeschüttet wie selten zuvor. Das wäre wohl jedem so gegangen, wenn man weiß, dass die Farbkugeln einen mit über 150 Stundenkilometer treffen können. Die Folgen des rund dreistündigen Spiels kennen sie ja bereits. Ich würde es dennoch wieder machen, da es in meinem Team sehr viel Spaß gemacht hat. Dafür würde ich den ein oder anderen blauen Fleck nochmals in Kauf nehmen.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Dran bleiben!

Eigentlich gibt es keinen Grund für ein mulmiges Gefühl, da beim Paintball laut Statistik viel weniger Unfälle passieren als beispielsweise beim Fussball, da es keinen Körperkontakt gibt. Das etwas "Martialische Aussehen" dient alleinig dem Schutz des Spielers und ist einfach ein notwendiger Sicherheitsbestandteil der Ausrüstung, aber eine Sicherheits-Verkleidung gibt es ja auch bei vielen anderen Sportarten – aber man darf Schutzkleidung nicht mit Sicherheitsrisiken verwechseln. Aber ich würde es nicht bei dem einen Mal belassen! Ich selbst spiele mittlerweile seit fast zwei Jahren regelmäßig, und mein Adrenalinausstoß ist noch genauso wie am Anfang. Abschließend noch ein Tipp, es gibt ein sehr gutes Buch mit Titel "Paintball - Fakten, Tipps und Spielarten", ist das absolute Standardwerk für Einsteiger, insbesondere die Tipps zur Taktik sind sehr empfehlenswert.

Lars Bergmann am 13.10.2011 13:49:21

Dienstag, 27. September 2011 von Nils Horst

Postalische Grüße

Fast zwei Wochen ist es nun her, dass ich an dieser Stelle über die zahlreichen elektronischen Grüße via Facebook anlässlich meines 28. Geburtstags geschrieben habe. Als ich einige Tage später morgens an meinen Arbeitsplatz gekommen bin, war ich sehr erfreut: Gleich zwei liebevoll geschriebene Karten lagen auf meinem Schreibtisch. Beide waren mit wunderschönen Motiven versehen. Eine davon hatte ein selbst gemachtes Panoramabild über ein Mohnfeld mit der Burg Hohenzollern im Hintergrund, die andere einen tollen Kunstdruck von W. Bach. In aller Ruhe habe ich die beiden Grüße gelesen. Neben der nachträglichen Gratulation zu meinem Geburtstag haben es die beiden Absender bemerkenswert gefunden, dass sich ein junger Mann noch über handschriftlich geschriebene Karten freut. Warum ist dies so, werden sich nun sicherlich viele fragen. Klar habe ich mich über die anderen elektronischen Glückwünsche via Facebook auch gefreut. Ich bin auch kein Feind der neuen Technik. Sie ist das Medium der Zukunft. Doch warum muss ein persönlicher Gruß immer online sein? Ich bin den beiden Autoren jedenfalls dankbar für ihre Worte. Ich werde die Kontaktpflege zu meinen Freunden ändern und nicht mehr all zu oft sämtliche Dinge auf den Online- Plattformen im Chat besprechen. Ich werde einfach versuchen wieder mehr den Telefonhörer in die Hand zu nehmen. Auf eines bin ich dabei dann sehr gespannt: Wie werden meine Freunde reagieren, wenn sie plötzlich eine handgeschriebene Grußkarte im Briefkasten haben oder ich wegen einer Kleinigkeit zum Hörer greife? Ich lass mich mal überraschen.....

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Donnerstag, 22. September 2011 von Nils Horst

Streik am Kaffeeautomat

Jeder Tag fängt für mich stets mit einer guten Tasse Kaffee an. Seit kurzer Zeit bin ich stolzer Besitzer eines hochwertigen Kaffeevollautomaten. Lange habe ich diese Investition vor mir her geschoben, doch irgendwann konnte mich auch meine Freundin vor diesem Kauf nicht mehr zurückhalten. Stolz wie Oskar stellte ich das neue Gerät an einem passenden Platz in der Küche auf. Nach kurzer Lektüre der Gebrauchsanweisung floss dann auch der erste Kaffe. Der Duft nach frisch gerösteten Bohnen war einfach toll und die erste Tasse war ein wahrer Genuss.

Doch die Freude währte nur kurze Zeit. Nach einigen Tagen bereits war der morgendliche Kaffee nicht mehr ganz so schnell zubereitet wie sonst. Die liebe Technik hatte da wohl etwas dagegen. Mehrmaliges Auseinanderbauen und Tricksen am Gerät half alles nichts. Ich musste mich geschlagen geben. Doch zum Glück hatte ich meinen alten manuellen Kaffeebereiter aus der Studentenzeit noch griffbereit. Kurzerhand wurde dann, wie in den guten alten Studentenzeiten, der Kaffee mit Pulver zubereitet. Er hat geschmeckt. Doch muss ich sagen, dass der frische Röstduft und das cremige Aroma aus dem Vollautomaten einfach besser munden. Zum Glück hat es sich nur um einen kleinen technischen Defekt gehandelt, der binnen einer Woche repariert war. Und so konnte ich, nach dem bisher einzigen Streik meines Vollautomaten, den Café Crema wieder genießen.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.