Donnerstag, 5. April 2012 von Nils Horst

Pro Sportschau

Schauen wir künftig die Spiele der ersten Bundesliga nur noch auf dem Handy oder vor dem Computerschirm? Seit Montag dieser Woche ist die Bietfrist für die Fußball-TV-Rechte zu Ende. Ich bin gespannt, wie die neue Verteilung der Senderechte aussieht. Es deutet alles auf ein Duell zwischen dem Pay-TV-Sender „Sky“ und der Telekom hin. Letztere wollen eine Übertragung via Satellit ersteigern was bedeuten würde, dass künftig die Spiele im Internet zu sehen sind. Nach fast 50 Jahren könnte die gute alte Sportschau abgeschaltet werden. Damit würde eine fast 50-jährige Ära zu Ende gehen. So gerne ich mein Smartphone nutze, aber dass ich künftig die Spiele meines Lieblingsvereins auf einem zehn auf zehn Zentimeter kleinen Display anschaue, muss nicht unbedingt sein. Ich bin pro Sportschau und will hoffen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender an ihr festhalten und ich die Zusammenfassung der Spiele weiterhin auf meinem Flachbildfernseher genießen kann. Das Spiel VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund am vergangenen Freitag dürfte ja genug Werbung gewesen sein.

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Freitag, 17. Februar 2012 von Nils Horst

Genießen statt auslösen

Bei einem Urlaub fotografiert man meist sehr viel. Auch ich habe dieses mal gleich mehrere Speicherkarten gefüllt. Egal ob von den Verkäufern auf den Märkten und Basaren, den Teepflückerinnen im Bergland oder von der atemberaubende Landschaft Sri Lankas. Kein Motiv war vor mir sicher. Das schöne daran: Es hat kaum einen gestört oder belästigt. Im Gegenteil: Die Menschen auf den Märkten fanden es toll und haben mir zugelächelt oder mir manchmal sogar noch etwas geschenkt. Was kann es Besseres für einen Fotografen geben. Einmal konnte jedoch auch ich den Auslöser meiner Kamera nicht betätigen. Es war ein Moment, denn ich so schnell nicht vergessen werde. Ich war mitten auf dem Meer, als plötzlich direkt neben unserem kleinen Boot ein großer Blauwal an die Meeresoberfläche kam. Ich war so fasziniert von dem Anblick und dem lauten Zischen, dass ich nur mit offenem Mund da stand und den einzigartigen Moment genoss. Denn wer hat schon mal die Chance, eines der größten Säugetiere der Erde so hautnah zu erleben. Doch Gott sei dank war ich nicht der einzige Teilnehmer, der eine Kamera dabei hatte. So habe ich diese unglaublichen Moment nicht nur in meinem Kopf sondern auch als Foto, dass ich mir jederzeit gerne anschaue.

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Samstag, 4. Februar 2012 von Nils Horst

Mit Smartphone zum Essen

Vor kurzem war ich in Stuttgart zusammen mit ein paar Freunden zum Essen verabredet. Eigentlich nichts Spektakuläres. Doch irgendwie habe ich im Eifer des Gefechts den Straßennamen des Restaurants falsch verstanden, denn nachdem ich das Taxi verlassen habe und mich umsah, konnte ich in der relativ dunklen Straße weit und breit kein Restaurant sehen. Nach einem kurzen Anruf bei meinen Bekannten war klar, dass ich einen Buchstaben verdreht habe und nun noch gute vier Blocks zu laufen habe. Klar hätte ich noch mal ein Taxi nehmen können, doch nachdem die erste Fahrt bereits zwölf Euro gekostet hatte, kam dann doch der Sparfuchs in mir hoch. Also entschloss ich mich, zu Fuß zu gehen. Irgendwie hat mich vor lauter Hektik dann auch noch mein Orientierungssinn verlassen. Doch Gott sei Dank bin auch ich mittlerweile Besitzer eines Smartphones. Auf dieses habe ich mir die exakte Adresse schicken lassen und schwups hatte ich eine Wegbeschreibung samt Kompass auf dem Display. Toll, was diese Geräte so alles leisten können dachte ich mir. Doch irgendwie bin ich mir doch etwas komisch vorgekommen, als mich mein Smartphone durch Stuttgarts Straßen navigierte. Ich sah das ganze mit Humor und weiß nun, dass ich mich jederzeit auf dieses Gerät verlassen kann. Denn Dank dem Smartphone kam ich nur etwa 20 Minuten zu spät zum verabredeten Essen.

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Eeeeentschuldigung ...

dass ich Herrn Horst die Freude an seinem neuen Spielzeug getrübt habe.

Beleidigende war der Beitrag nicht, sonder vielmehr Ausdruck einer Studie (!).

Was zwischenzeitlich im ZAK alles der Zensur unterworfen wird . . .

Nordkoreanische Grüße, Tim

Tim Mahler am 07.02.2012 09:00:27

Dienstag, 24. Januar 2012 von Nils Horst

Moderne Autos und ihre Tücken

Ich fahre gerne meinen Mini-Cooper. Jedes mal wenn ich nach längerer Abstinenz in den Fahrerraum sitze, den Motor anlasse und auf den Straßen im Kreis unterwegs bin, genieße ich das besondere Fahrgefühl des kultigen Flitzers. Eigentlich dachte ich, dass ich mein Auto kenne und nach einem halben Jahr auch mit der Elektronik vertraut bin. Doch da habe ich mich wohl getäuscht. Es ist jetzt noch keine Woche her, da hat auf meiner großen Anzeigetafel eine rote Lampe geleuchtet, die ich nicht gekannt habe. Als ich dann eines Abends ausgestiegen bin und die Bremsen etwas verschlissen gerochen und zudem beim Fahren gekratzt haben, war für mich klar: Da sind wohl die Bremsscheiben abgefahren. Statt kurz in das Handbuch zu schauen, um welches Problem es sich handelt, bin ich am nächsten Tag lieber in die Werkstatt gefahren. Felsenfest sagte ich dem Mechaniker, dass die Bremsscheiben ausgedient haben. Doch nach kurzer Kontrolle stellte sich heraus, dass diese noch gut seien und es sich bei der roten Warnlampe lediglich um die Luftdruck-Anzeige der Reifen handle. Ja, mein Auto überprüft selbst den Druck der Reifen. Eigentlich ganz toll, doch war mir dies bisher fremd. Wie der Ochs vorm Berg stand ich da. Aber auch der Mechaniker sah es mit Humor. Eines ist jedenfalls sicher: Moderne Autos haben auch für Liebhaber ihre Tücken.

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Samstag, 7. Januar 2012 von Nils Horst

Spontane Ideen sind die besten

Ja, ich habe sie erlebt, diese pure Eisenbahnromantik, wie man sie nur aus einem Bildband oder dem Fernsehen kennt. Bei meiner Rundreise auf Sri Lanka bin ich mit dem Zug durch das malerische Bergland gefahren. Die Strecke gilt als die schönste Asiens. Die Vorfreude auf die Teegärten und Bananenplantagen, die zahlreichen Viadukte, grandiosen Schluchten und die unvergesslichen Aussichten auf ein wildes Bergland wurden zunächst jedoch getrübt. Alle Waggons, auch der Panoramawagen, waren überfüllt. Kein Problem sagte ich mir. Ich habe mich dann einfach zu den Einheimischen in den Restaurantwagen gesellt. Schnell sind wir ins Gespräch gekommen und mir wurde sogar ein Platz auf einer alten Holzkiste angeboten, direkt an der offenen Schiebetür zu der kleinen Küche. Sichtlich stolz haben die Ceylonesen mir viel über ihre Heimat erzählt. Die Holzkiste war der schönste Panorama-Platz im ganzen Zug. Den Kopf in den Fahrtwind gestreckt, hat mich der ein oder andere Strauch gekitzelt. Bei der Fahrt durch die einzelnen Dörfer winkte ich den Leuten und den vielen Arbeitern in den Teeplantagen zu. Es ist eben manchmal besser, nicht gleich aufzugeben und wieder auszusteigen. Und es trifft wiedermal zu, dass spontane Ideen zu den besten gehören.

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