Samstag, 8. Mai 2010 von Helen Weible

Ich bin dann mal tanken...

Das Autofahren ist für den Beruf eines Redakteurs unumgänglich. Genauso unumgänglich ist die Fahrt zur Tankstelle. Wieder auffüllen, was auf der Strecke gelassen wurde. Meine Tankstelle des Vertrauens liegt praktischerweise auf dem Weg zur Arbeit. Mein Blick fällt da automatisch auf die Benzinpreistafel. Meistens versetzen die aktuellen Preise den Autofahrer nicht gerade in helle Begeisterung. Doch die beste Zeit zum Schnäppchentanken ist zu Wochenbeginn. Deshalb entscheiden sich genau dann immer sehr viele Autofahrer zur selben Zeit fürs Tanken. Die Folge: Stau an den Zapfsäulen und akuter Rückstau hinein in den Straßenverkehr. Keiner kann mehr reinfahren, solange vorne niemand rausfährt. Der allgemeine Tankstoppwahn blockiert den Verkehrsfluss. Ungeduld kommt auf. Mal kurz tanken war gestern. Der Überschuss an Kraftfahrzeugen macht sich bemerkbar. Doch kein Weg führt daran vorbei. Wir müssen alle tanken. Auch ich. Als ich dann endlich mit enormen Zeitverlust die Tankstelle verlasse, atme ich erleichtert auf. Wie es unseren Kindern einmal gehen wird? Die fahren nicht mehr volltanken, die müssen ihre Elektroautos „aufladen“. Ich befürchte, dass sie da noch mehr Geduld brauchen, als wir heutzutage.

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Mittwoch, 28. April 2010 von Helen Weible

Finnenbahn

Bisher kannte ich nur die Finnensauna. Seit kurzem ist mir auch die Finnenbahn ein Begriff. Wieder einmal war ich mit dem Rad auf Erkundungstour in Albstadt. Ich hatte gerade das Schützenhaus in Tailfingen passiert, da veranlasste mich ein großes Schild vor meiner Nase, auf die Bremse zu treten. Aha, interessant: ein Rundweg war da aufgemalt. Durchgängig präpariert mit einem Gelenk schonenden Untergrund aus Holzschnitzelchen, erzählt mir die Infotafel weiter. Ich war also am Startpunkt der sogenannten Finnenbahn angelangt. Wunderbar, als Fan der Läufe auf weichen Waldboden probiere ich die Strecke sofort aus.

Die Finnenbahn ist zwar mit ihren 2,1 Kilometern nicht lang, aber sie hat es in sich! Nach 400 Metern geht es gleich mal richtig steil den „Buckel“ hoch, so dass es richtig in den Waden zieht. Dann geht es wieder runter und bald auch wieder ein Stück hoch und zur Erholung wieder runter. Gibt es nicht eine Achterbahn im Europapark, die so heißt? Mir begegnen zwei Frauen, die die Strecke walken. Wirklich angenehm dieser Untergrund, denke ich. Und kaum habe ich zu Ende gedacht, da komme ich schon wieder an die Stelle, an der sich die Rundtour abzweigt. Was, das war's schon? Ich drehe wieder um, jogge die Strecke noch einmal zurück. Steil hoch, steil runter, steil hoch und - sehr steil runter! Aber Gelenk schonend. Die Finnenbahn macht Spaß. Ich steige zufrieden auf mein Rad und genieße die Abfahrt heim nach Tailfingen.

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Dienstag, 13. April 2010 von Helen Weible

Eingelebt?

Schon eingelebt? Diese Frage begegnet mir in letzter Zeit häufiger. Immerhin ist es ja noch nicht so lange her, dass ich meine neue Wohnung in Tailfingen bezogen habe. Na klar, ich bin dabei mich „einzuleben“, was auch immer dieses Wort alles bedeuten mag. Bedingt es denn auch, dass ich mich in meinem alten Zuhause „ausgelebt“ habe? Jedenfalls ist meine neue Wohnung schon weitestgehend eingerichtet. Mein neuer weißer Schrank namens „Sydney“ im Schlafzimmer hat schon meinen ganzen Besitz an Kleidung aufgenommen. Die passende weiße Kommode - sie heißt, glaube ich, auch „Sydney“ - steht nebendran und beherbergt den Rest meiner Klamotten. Neue Lampen habe ich erst letzte Woche installiert. Na gut, ich habe sie eingekauft, mein Opa, ein gelernter Elektrotechniker, hat sie installiert. Am Briefkasten und dem Klingelschild prangt jetzt mein Name. Ich bin angemeldet und wohne nun offiziell in Albstadt.

Ich muss sagen, dass ich durch meine Arbeit und die Termine schon richtig rumgekommen bin. So kommt es mir jedenfalls vor. Aber wahrscheinlich kenne ich noch nicht einmal einen kleinen Bruchteil von Albstadt. Wenigstens in meinem Gefilde helfen mir da meine Erkundungsdauerläufe. Ich hätte mich bei einem doch neulich fast verirrt. Es dämmerte schon und ich hatte Glück, einen Ortskundigen zu treffen, den ich nach dem Weg fragen konnte.

Erleichterung machte sich breit, als ich wieder den Wanderparkplatz und mein Auto erspähte. Der Lauf hat zwar länger gedauert als geplant, aber solche Abenteuer gehören nun mal zum Einleben dazu.

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Donnerstag, 18. März 2010 von Helen Weible

Star für Oslo

Wer bisher Augen und Ohren vor dem Medienspektakel „Unser Star für Oslo“ verschlossen gehalten hatte, dem ist es möglicherweise am Dienstagabend nicht mehr gelungen. Einmalig, zu was sich das öffentliche Fernsehen da verleiten ließ. Kurz vor der Tagesschau wurde das brandneue Musikvideo von „Unser-Star-für-Oslo“-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut eingespielt. In voller Länge und topaktuell. Die 18 Jahre junge Gewinnerin musste für diese Produktion noch die ganze Nacht nach der Entscheidung vor die Kamera stehen. Hier frage ich mich, warum es alle so eilig haben? Das eigentliche Event, der Eurovision Song Contest, wo Lena ihren Ohrwurm „Satellite“ präsentieren wird, findet doch erst Ende Mai statt. Anscheinend soll der süßen Lena, die mit ihrer leicht verrückten Art allgemeine Begeisterung auslöst, möglichst rasch beigebracht werden, dass das Dasein als Star kein Zuckerschlecken ist. Auch wenn sie von sich zwar behauptet, sie bleibe stets sie selbst, so ganz ohne Weiteres wird der Trubel nicht an ihr vorbeigehen. Kann sie sich wirklich noch aufs Abiturschreiben konzentrieren?

Eher wird sie als frischgebackener Star die nächsten Tagen von Pressetermin zu Pressetermin zu hetzen. Lena als neu gefundenes Opfer der erbarmungslosen Medienmaschinerie? Für sie hätte ich mir ein ganz anderes Oslo-Star-Konzept gewünscht. Vor der Öffentlichkeit vorher völlig geheim gehalten, taucht sie als absolute Überraschung beim Finale in Oslo auf, singt genial, gewinnt und wird danach wieder unverbraucht in den Alltag entlassen. Aber das geht ja nicht – dann hätte ja nur der Star etwas davon.

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Samstag, 27. Februar 2010 von Helen Weible

Das bin ich!

Darf ich mich vorstellen? Weible mein Name, „Weible“ wie Männle. Ich bin seit erstem Februar die Neue beim ZAK, die neue Volontärin fürs Lokale in Ebingen. Sie als Leser sollen natürlich erfahren, mit welchen Pappenheimern Sie es zu tun haben - oder besser mit welchen Weibles oder Männles.

Richtig, ich stamme tatsächlich aus einem schwäbischen Eckle! Ich bin in Reutlingen geboren und auf der Alb in Sonnenbühl, Willmandingen, groß geworden. Nach strenger Definition bin ich zwar eine „Reigschmeggde“, doch die Alb mit Umgebung ist und bleibt meine Heimat. Da halte ich mich bevorzugt draußen an der frischen Luft auf und erkunde meine Umgebung mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Sobald die Saison wieder losgeht, bin ich auch wieder mit dem Ball am Fuß unterwegs. Aber das bedeutet nicht, dass ich es auch mal gemütlich mag. Vor allem nehme ich mir Zeit für ein gutes Essen. Hier schätze ich besonders die Rezepte à la „Mama Cucina“. Als Kind war ich an Pfingsten sehr häufig im Urlaub in Süditalien und bezeichne Bella Italia gerne als meine zweite Heimat. Ein Hauch von dolce vita durfte ich dann in Konstanz am Bodensee erleben. Für vier Jahre habe ich dort studiert, wo andere Urlaub machen. Und nun bin ich wieder hier, im Ländle auf Berichterstattung, auf ZAK sozusagen. Dann hoffe ich, lieber Leser, dass ich Sie mit viel unterhaltsamer Information versorgen kann.

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