Samstag, 1. Oktober 2016 von Klaus Irion

Auf zu neuen Layout-Ufern

Achteinhalb Jahre ist sie nun schon her, meine Rückkehr in die ZAK-Redaktion, in der ich Anfang der 1990er-Jahre ein Sportvolontariat absolviert hatte. Ich war gerade einige Wochen im Haus, da wurde das Gesicht des ZAK verändert. Ein neues Layout war angesagt. Rasend schnell sind diese achteinhalb Jahre ins Land gezogen. Jahre, in denen die Medienlandschaft regelrecht auf den Kopf gestellt wurde. Twitter, Facebook, WhatsApp bringen uns mehr noch als Fernsehen und Radio in aller (vorgegebenen) Kürze die Welt in die eigenen vier Wände, auf die eigenen Bildschirme. Noch rasanter ist die Welt in diesen Jahren geworden, noch bunter, noch bildlastiger. Mal ehrlich, wer kann sich heute noch eine Zeitung durchgehend in schwarz-weiß vorstellen. Wer eine Zeitung, die ausschließlich Wert auf ausufernde Texte legt. Die neuen Medien haben unsere Wahrnehmung verändert. Der ZAK trägt diesem Umstand nun erneut Rechnung. Größere Bilder, frechere Bildausschnitte, ein frischeres Aussehen, aber keinesfalls weniger Informationen. Kommenden Dienstag ist es soweit. Nach monatelangen Vorbereitungen bin ich gespannt, wie der neue ZAK bei Ihnen, liebe Leser, ankommt. Und so nehme ich heute nun gemeinsam mit Ihnen Abschied vom bisherigen Gesicht unserer Zeitung und hoffe, dass Ihnen auch das neue gefallen wird. Übrigens: Unser „Tagebuch“ wird sie an gewohnter Stelle auch weiterhin begleiten.

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Mittwoch, 28. September 2016 von Klaus Irion

Ebert und Elmi in Hetze vereint

„Die AfD stellt ihren ersten Bürgermeister“, titelte dieFrankfurter Allgemeine Ende Juli dieses Jahres. Es handelt sich um den Schultes einer 1000-Seelen-Gemeinde in Sachsen, die im kommenden Jahr eingemeindet wird. Der Auftritt des AfD-Bürgermeisters ist also von überschaubarer Dauer. Vielleicht aber heißt es ja bald schon: Die AfD im Zollernalbkreis stellt ihren ersten Bürgermeister. Burladingens parteiloser Schultes Harry Ebert sorgte bereits vor einigen Monaten mit bei Facebook öffentlich geteilten AfD-Postings für Schlagzeilen. Und er tut dies noch immer. Zwischendurch zeigt er auf seiner Facebook-Seite aber auch gern einmal ein Pamphlet eines Mitglieds oder Sympathisanten der vom Verfassungsschutz beobachteten Rechtsaußenbewegung „Die Identitären“. Nur um dieses Posting einige Tage später wieder der Öffentlichkeit zu entziehen. Aber auch Bürgermeister Ebert muss doch eigentlich wissen, dass das Internet nichts vergisst. Persönlich betroffen gemacht hat mich ein gestern von Ebert geteiltes Posting, das den Islam im Allgemeinen und nicht ausschließlich dessen radikale, terroristische Zweige in den Dreck zieht. Betroffen, weil Ebert hier das Posting eines Helden meiner Jugend geteilt hat. Unglaublich, aber wahr: Elmar „Elmi“ Hörig, einstiger Kult-Radiomoderator von SWF3 und später SWR3, hat sich als auf Lanzarote lebender Rentner auf die Seite der Hetzer geschlagen. Elmi, warum nur?

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Dienstag, 13. September 2016 von Klaus Irion

Schlechtes Gewissen?

Für städtische Bauhofmitarbeiter sind Montage häufig undankbar. Gilt es doch nicht selten, auf öffentlichen Grillplätzen die Spuren der Verwüstung zu entfernen, die wochenends hemmungslos grillende, saufende und grölende Trupps hinterlassen haben. Da bildet der kleine Grillplatz in Balingen-Heselwangen leider keine Ausnahme, auch wenn die Verantwortlichen im Rathaus jüngst die vor nicht allzu zu langer Zeit beschlossene Grillplatzverordnung für Gesamt-Balingen als Erfolgsmodell präsentierten. Auch am vergangenen Wochenende wurde in Heselwangen wohl wieder grillend gefeiert. Und doch war gestern morgen etwas anders als nach solchen Festen. Die zugegebenermaßen große Müllmenge war tatsächlich zum Abfalleimer gebracht und dort aufgetürmt worden. Die beiden Grillstellen „zierten“ ebenfalls fein säuberlich aufgetürmte Altholzberge, über die sich die nächsten Grillplatzbesucher freuen werden. Hatte da womöglich jemand aufgeräumt, weil ihn insgeheim doch ein schlechtes Gewissen plagte? Schließlich wartete neben dem überfüllten Mülleimer ein wahrscheinlich beim Feiern zu Bruch gegangener Klappstuhl gerade so auf seine hier nicht vorgesehene städtische Entsorgung wie ein umgeworfener, dreibeiniger Kohlegrill, den sein Besitzer neben der Grillstelle wohl „vergessen“ hatte.

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Donnerstag, 11. August 2016 von Klaus Irion

Biologischer Fluch

Ja, es stimmt, es war eine spezielle Biomülltüte, die auf dem Bild zum Artikel um den Biotonnenstreit in unserer Dienstagausgabe zu sehen war. Und ja, ich weiß um die Problematik, dass dieses Gemisch aus biologisch abbaubarem Polyester, Maisstärke, Zellulose und Polymilchsäure den Sortiermaschinen wohl Probleme bereitet, weil es zum Zeitpunkt der Müllverarbeitung noch nicht vollständig verrottet ist. Die Biomülltütenlobbyisten dagegen verweisen darauf, dass der Anteil des Biomülls seit Einführung der „hygienischen“ Tüten angestiegen sei. Sprich mehr Biomüll eben nicht mehr via siffsicheren Plastiktüten in den Restmüll gewandert ist. Nun kann man natürlich sagen, lasst doch der Biomülltüte einfach mehr Zeit, zu verrotten. Und wer hätte es gedacht, dafür gibt es natürlich bereits eine eigene EU-Norm. Darin ist eine Zersetzung von 90 Prozent der Tüte in Bestandteile, die kleiner als zwei Millimeter sind, gefordert – und das binnen zwölf Wochen. Vorschlag zur Güte: Vielleicht könnte man ja in den Sommermonaten die Biomüllabholungsintervalle von 14 Tage auf eine Woche reduzieren. Das würde den hitzebedingten Ekelfaktor in der Tonne und damit auch den Griff zur Biopapiertüte beziehungsweise zum den Biomüll ummantelnden Zeitungspapier allemal erleichtern.

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Freitag, 5. August 2016 von Klaus Irion

Die AfD geht offline

Wo steckt die AfD im Zollernalbkreis? Die Frage stellt sich manch ein politisch Interessierter dieser Tage. Schließlich repräsentiert sie doch 18,1 Prozent des hiesigen Wahlkreisvolks. Der Landtagsabgeordnete Stefan Herre scheint voll auf ausgelastet mit den internen Querelen, die kein Ende zu nehmen scheinen. Der letzte Eintrag auf seiner Facebookseite stammt vom 11. Mai – zumindest für alle die, die nicht mit ihm „befreundet“ sind.

Ein ähnliches Bild beim Facebookauftritt des Kreisverbands Zollernalb. Seit dem 8. Juli Funkstille. Immerhin, auf der Internetseite hat es der Kreisverband geschafft, nach sechswöchiger Abstinenz am 27. Juli eine Mitteilung zu veröffentlichen, auf der davor gewarnt wird, dass der AfD-Kreisverband Reutlingen derzeit mit angeblich gefälschten Internetseiten zu kämpfen habe. Chapeau!

Ähnliche Online-Trostlosigkeit herrscht bei Herres Rottweiler AfD-Abgeordnetenkollegen Emil Sänze. Nun aber sah sich Sänze bemüßigt doch wieder einmal ein Statement abzugeben, als Sprecher des Kreisverbands Rottweil/Tuttlingen. Denn dort sorgt ein Posting auf der Facebookseite des Kreisverbands derzeit für große Bestürzung: Darin heißt es unter anderem: „Frontex sofort beenden. Je mehr Migranten ersaufen, desto eher begreifen selbst afrikanische Ziegenhirten, dass es sich nicht lohnt, nach Europa aufzubrechen. Sollen sie ihren ,Staat' säubern, bis auch sie ein ,normales Leben' führen können.“

Anzeigen wegen Volksverhetzung wurden auf der Facebookseite der AfD Rottweil/Tuttlingen angekündigt. Sänze wie auch sein Tuttlinger AfD-Partei-, aber nicht mehr AfD-Fraktionskollege Jan-Peter Berg haben sich inzwischen von dem Posting distanziert, die Facebookseite wurde vom Netz genommen.

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