Samstag, 8. August 2009 von Andreas Westerhausen

Ab durch den Schilderwald

Sommerzeit – Baustellenzeit! Kaum werden die Tage wieder kürzer, das Wetter etwas stabiler, schießen sie wie die Pilze aus dem Boden – die Baustellen auf Deutschlands Straßen. Das Konjunktur Programm II, lässt die Zahl dieser Verkehrshindernisse nochmals in die Höhe schnellen. Hier ein neuer Kanal, dort ein neuer Straßenbelag, solche Bauvorhaben führen direkt in die Umleitung.

Umleitung bedeutet Schilderwald. Wohin muss ich jetzt? Darf ich da durchfahren? Wer hat Vorfahrt? Dies sind Fragen, die einen dann durch den Kopf schießen und auf die es trotz mannigfacher Schilder nicht immer sofort eine Antwort gibt.

Glücklich die Ignoranten, die sich darüber keine Gedanken machen. Für sie gelten diese Schilder nicht, die sind nur für die anderen da. Zugegeben, manchmal übersieht man selbst die „kleinen“, rotumrandeten Schilder, mit den magischen, schwarzen Zahlen auf weißem Hintergrund. Und das einem ab und zu die Vorfahrt genommen wird, zählt noch zu den Kavaliersdelikten.

Aber manche Zeitgenossen scheinen sich auch von rotumrandeten, weißen Schildern sowie rotweißen Absperrbaken nicht aus der Ruhe bringen zu lassen: „Hier bin ich seit zwanzig Jahren durchgefahren, hier fahr ich auch weiterhin durch“. Bleibt nur die Frage offen, weshalb wird dann bei jeder Baustelle ein Schilderwald aufgestellt?

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Samstag, 25. Juli 2009 von Andreas Westerhausen

Freizeitstress vor dem Urlaub

Vor dem Urlaub will es jeder noch einmal wissen. Egal ob Ortschaftsrat oder Gemeinderat, alle wollen sich noch schnell vor dem Urlaub konstituieren. Jeder Verein möchte noch sein Fest oder seine Hockete an die Frau und den Mann bringen. Bei den Open Airs geht es Schlag auf Schlag. Fiele nicht einer der Termine mal wetterbedingt ins Wasser, käme der kulturinteressierte Bürger kaum zum Verschnaufen.

Mal ehrlich, jedes Jahr wird der vor den Ferien sich anstauende Terminkalender dichter. Es bleibt kaum Zeit, sich zwanglos mit Freunden zu treffen und auszutauschen. So manch einer – nicht nur Redakteure – sehnt die Urlaubszeit herbei, wo alles ein bischen ruhiger verläuft – hoffentlich. Zum Glück gibt es auch noch ein Leben im Urlaub. Wobei die derzeitigen geballten Aktivitäten im Freizeitbereich dies kaum vermuten lassen. Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, wo in den Handwerkerferien die Bordsteine hochgeklappt werden und nichts mehr geht. Auch für die Daheimgebliebenen gibt es dann noch interessante Veranstaltungen. Es müssen ja nicht vier Feste an einem Wochenende sein oder ein Open Air Marathon wie in Balingen.

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Samstag, 4. Juli 2009 von Andreas Westerhausen

Sommerzeit – Urlaubszeit!

Es geht zwar schon wieder dagegen. Aber für die meisten liegt die schönste Zeit des Jahres noch vor ihnen – der Urlaub. „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah“, philosophierte schon Altmeister Goethe. Warum in die Karibik oder Südsee entfliehen, wenn im eigenen Land noch einige weiße Flecken auf ihre Entdeckung warten.

Vielfältig sind die Möglichkeiten, die eine jede Region in Deutschland für den Urlauber bietet. Da ist für Jeden ist etwas dabei. Die Palette reicht von Spaß und Entspannung in einer Bad-, Thermal- oder Saunalandschaft bis hin zum Lustwandeln in historischen oder botanischen Gärten.

Auch der Besuch von Freizeitparks oder eine Wanderung in der noch vorhandenen Natur haben ihren Reiz. Ebenso die Besichtigung eines Schlosses oder eines Klosters kann von Interesse sein. Vor allem, wenn es sich dann noch in einem schönen Biergarten entspannen lässt...

Ist man einmal in eine dieser Kulturlandschaften abgetaucht, kommt schnell die Erkenntnis, dass die kurze Urlaubszeit zum Erkunden der Region kaum ausreicht. Aber was soll´s, auch ein Wiedersehen macht Freude.

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Mittwoch, 3. Juni 2009 von Andreas Westerhausen

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wahlaufrufe aller Orten. Jeder möchte gewählt werden, jeder hält sich für den Besten. Hat gute Gründe, weshalb man ihn wählen soll und nicht die anderen. Überhaupt steht am nächsten Sonntag ein richtiger Wahlmarathon an. Da wäre zum einen die Europawahl. In insgesamt 27 EU-Staaten sind 375 Millionen Wähler aufgerufen aus 32 zugelassenen Parteien 736 Abgeordnete zu wählen, davon entfallen 99 Abgeordnete auf Deutschland.

Hinzu kommen die Kommunalwahlen. Hier gilt es, die Mitglieder des Kreistages, des Gemeinderates sowie des Ortschaftsrates zu wählen. Je nach Größe des Gemeinderates ganz schön viele Stimmen, die da zu vergeben sind.

Aber Halt, da war doch noch was? Jetzt gilt es die letzten Erinnerungen aus dem Gemeinschaftskundeunterricht zusammen zu kratzen. Wie war das noch mit „Panaschieren“ und „Kumulieren“. Bei ersterem können Kandidaten von einer Liste auf eine andere übertragen werden und dann ist pro Bewerber die Abgabe von drei Stimmen möglich.

Da bleibt einem oft nur das alte Sprichwort, „wer die Wahl hat, hat die Qual“. Nicht verwunderlich ist deshalb, dass sich immer mehr Wähler zu Hause bei der Briefwahl durch die Unterlagen quälen, als am Wahltag in der Wahlkabine.

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