Dienstag, 21. Dezember 2010 von Andreas Westerhausen

Die Kunst des Schenkens

Jetzt geht es auf zum Endspurt. Freitagmittag ist definitiv Schluss mit dem vorweihnachtlichen Geschenkemarathon. Bis dahin gilt es die beliebtesten, die besten Geschenke an den Mann oder Frau zu bringen. Mit großem Tamtam und viel Aufwand versucht jeder seine Ideen und Waren unter die Kundschaft zu bringen.

In dem ganzen Weihnachtstrubel geht den meisten dabei die eigentliche Idee des Schenkens verloren. Denn wer ist heute noch bereit und offen dafür, sich beschenken lassen zu können. Weihnachten hat sich zu einer großen Tauschbörse entwickelt, an der Freunde, Bekannte und Verwandte Waren untereinander austauschen. Und wehe jemand hat kein „Geschenk“ für den anderen.

Gekonnt beschreibt Reinhard Mey das Absurde dieser Situation in seinem Lied „Es ist Weihnachtstag“. Es beginnt mit einer kleinen Aufmerksamkeit für Müller-Wattenscheidt und endet damit, dass die so eingesetzte Keksdose wieder bei ihm landet. Augenzwinkernd resümiert er dann, „dass auch mit Hinterlist: Geben nun mal seliger denn nehmen ist“.

Schon vor Jahren erkannte Joachim Ringelnatz den wahren Wert des Schenkens: „... Schenke mit Geist ohne List./Sei eingedenk,/ Dass dein Geschenk / Du selber bist.“

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Samstag, 20. November 2010 von Andreas Westerhausen

Bald ist es wieder so weit

Nicht nur, dass bald Weihnachten ist, in den Geschäften gehen langsam auch die Weihnachtsmänner und Weihnachtsplätzchen aus. Nein, ab dem 21. Dezember geht es wieder dagegen. Mit der Wintersonnwende bricht der kürzeste Tag und die längste Nacht an. Ab da werden die Tage wieder langsam länger, das Licht kehrt zurück, Schritt für Schritt.

Der 21. Dezember ist dem Apostel Thomas gewidmet. Er war der Apostel, der an der Auferstehung des Herrn zweifelte und erst dann glaubte, als er die Hand in Christi Wunden legen durfte. Ihm soll die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres zugeteilt worden sein, weil er am längsten an Christus gezweifelt hat, also am längsten in der dunklen Nacht des Unglaubens verharrte.

Einer der Bräuche zum Thomastag besagt, dass spätestens bis zu diesem Tage alle geliehenen Gegenstände zurückgegeben werden sollen. In anderen Gegenden stellte man ab dem 21. Dezember, mit Beginn des neuen Sonnenjahres, große Schüsseln mit Obst und Gemüse auf den Tisch. Dies soll dafür sorgen, dass derjenige im kommenden Jahr keine Armut erleide. Deshalb beschenkten sich im Mittelalter die Bauern gegenseitig mit Gaben, damit der Segen auch auf den Anderen überging.

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Freitag, 27. August 2010 von Andreas Westerhausen

Manchmal gibt es Tage ...

Ja manchmal gibt es Tage, da wünscht man sich an den Nordpol. Schön von kühlem Eis umgeben, weht einem ein frischer Wind um die Nase. Gestern war wieder einmal so ein Tag. Das Thermometer kletterte locker über die 25 Grad Celsius Marke und ein warmer Wind brachte kaum Erfrischung.

Im Büro hinderte nur der auf Hochtouren laufende Ventilator einen am Zerfließen. Da trösteten auch nicht die Wetteraussichten, dass am Wochenende das Thermometer kaum die 20 Grad Celsius übersteigen wird. So schlimm muss es ja nun auch wieder nicht kommen.

Überhaupt, ist nach dem durchwachsenen Sommer mit einem goldenen Herbst zu rechnen? So heißt es etwa, wie der Sankt Bernhard (20. August) ist, so man den September misst. Okay, am Freitag vor einer Woche war das Wetter ganz in Ordnung. Aber was müssen wir dann vom Bartholomäustag (24. August) halten? So wie er sich hält, ist der ganze Herbst bestellt. Zu hoffen bleibt da nur, dass der September weiß, welcher Tag für ihn zuständig ist und den Restherbst kann man dann wohl vergessen. Auf der sicheren Seite ist ein jeder dann aber mit der Bauernregel zum 28. August: „An Augustin gehen die warmen Tage dahin.“

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Samstag, 7. August 2010 von Andreas Westerhausen

Es geht dagegen!

Nicht nur die kühlen Tage in der letzten Woche, auch die zunehmende Dunkelheit sind Anzeichen dafür, dass es wieder dagegen geht. Der Herbst liegt irgendwo in der Luft. Wer es noch gar nicht wahr haben wollte, der wurde heute Morgen im Radio eines besseren belehrt. Mit einer Reportage über die Produktion von Adventkalender im Schwarzwald, welche momentan auf Hochtouren läuft, wurde auch dem Letzten klar gemacht, bald ist Weihnachten.

Doch keine Panik, noch bleibt etwas Zeit, die Geschenke zu besorgen. Auch die Weihnachtsmänner werden erst nach den Handwerkerferien langsam die Regale der Diskounter stürmen. Zurückblickend auf den bisherigen Sommer bleibt einem nur die Frage: War das schon alles? Und ehrlich gesagt, noch ein paar Grillabende, die wären nicht schlecht.

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Freitag, 2. Juli 2010 von Andreas Westerhausen

Endlich ist es Sommer

Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang stellte sich auch das Wetter nun endlich auf Sommer ein. Jetzt gilt morgens der erste Handgriff nach der Sonnencreme – denn wie heißt es so schön, die Haut vergisst nichts.

Auch den „Siebenschläfer“ haben wir wettermäßig gut hinter uns gebracht. So lässt sich in den nächsten Tagen noch auf stabiles Hochdruckwetter hoffen. Deshalb kann nun auch der Hit „Wann wird es endlich wieder Sommer“ von Rudi Carrell erst mal wieder in die Schublade wandern. Wenn es am nächsten Sonntag, 4. Juli, dem St. Ulrichstag, auch noch trocken bleibt, dann sollte stabilem Hochdruckwetter eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Gerade für die Bauern wäre es wichtig, beginnt im Juli doch die Erntezeit.

Nachteil des sonnigen Wetters sind die warmen, nachmittags teilweise schwülen Temperaturen. Wenn dann der Schweiß in Strömen rinnt und die mitgenommen Taschentücher kaum ausreichen, um die Fluten einzudämmen, wünscht man sich in kühlere Gefilde. Für mich als eher nordischen Typen fallen Temperaturen über 25 Grad Celsius schon unter die Folter. Aber die Zeiten des ultimativen Hitzefrei sind leider schon seit längerem vorbei.

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