Freitag, 1. Juli 2011 von Andreas Westerhausen

FaszinationRegenbogen

Diese Woche war es wieder soweit. Nach einem kräftigen Regenschauer blinzelte die Sonne noch einmal unter den Wolken hervor und zauberte einen Regenbogen an den Himmel. Kaum einer kann sich der Faszination dieses physikalischen Phänomens entziehen.

Laut Wikipedia ist ein „Regenbogen ein atmosphärisch-optisches Phänomen, das als kreisbogenförmiges Lichtband mit für Spektralfarben charakteristischem Farbverlauf wahrgenommen wird. Er entsteht durch die wellenlängenabhängige Brechung und der Spiegelung des Sonnenlichts in annähernd kugelförmigen Wassertropfen“. Diese naturwissenschaftliche Erklärung mag ein wenig unromantisch klingen, aber immer noch ist er ein Ereignis das selbst moderne Menschen Staunen lässt.

Ein Regenbogen erscheint uns wie eine Brücke in eine märchenhafte, zauberhafte Welt. Nach der Mythologie als ein Verbindungsweg zu den „Göttern“. Es werden Erinnerungen aus der Kindheit wach, in denen erzählt wurde, dass am Ende des Regenbogens ein Schatz liegt. In der irischen Mythologie haben diesen dort die Leprechauns versteckt – zwergenhafte Wesen, die mit Schusterarbeiten in der Märchenwelt ihren Lebensunterhalt verdienen.

Doch wie enttäuscht war man als Kind, wenn es daran ging den Schatz zu heben. Denn der Regenbogen hat die Eigenschaft sich mit dem Beobachter mitzubewegen. Er kann deshalb bekanntlich nie zum Ende des Regenbogens gelangen und hat somit keine Möglichkeit den Schatz zu heben. Ein wahrhaft gutes Versteck.

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Freitag, 8. April 2011 von Andreas Westerhausen

Frühling lässt sein blaues ...

Mit riesen Schritten ist der Frühling in diesem Jahr ins Land gezogen. Die Natur hat sich mit frühlingshaften Temperaturen nicht lange aufgehalten. Man hat das Gefühl als würde der Sommer einen Frühstart hinlegen.

Aufgrund der sommerlich anmutenden Temperaturen – über 20 Grad Celsius – explodiert die Pflanzenwelt geradezu. In der Rheinebene sind die ersten Osterglocken schon verblüht und das vierzehn Tage vor Ostern. Kaum haben die Krokusse ihre Köpfe aus dem Boden gestreckt, so waren sie auch schon verblüht. Wie im wirklichen Leben so scheint auch die Natur sich einer gewissen Schnelligkeit zu befleißigen.

So sehr der Gärtner sich auch über die vielfältige Blütenpracht freut, gleitet sein Auge doch immer häufiger suchend über den Himmel, ob sich nicht bald Regen ankündigt. Denn nach dem trockenen Februar und März brauchen Boden und Pflanzen dringend Feuchtigkeit. Aber laut Wetterbericht ist mit einer Wetteränderung am Wochenende nicht zu rechnen.

Der anhaltende Sonnenschein fördert nicht nur das Pflanzenwachstum, auch für die Sonnenbrillen ist es nun höchste Zeit wieder entstaubt zu werden. Nicht vergessen sollten, die zur Zeit voll auf ihre Kosten kommenden Sonnenanbeter, ihre Haut mit entsprechenden Sonnenschutzmitteln zu schützen.

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Freitag, 4. März 2011 von Andreas Westerhausen

Angst vor Hexen?

Nun ist es wieder soweit, die Hexen erobern den öffentlichen Straßenraum. Bei dem furchterregenden Anblick stellt sich die Frage: Muss man vor Hexen Angst haben? Diese Frage ist nicht nur im Märchenwald aktuell. Sie stellt sich auch Groß und Klein bei den Fasnetumzügen in der Region.

Ihr Aussehen basiert auf einer Mischung aus Märchen- und mittelalterlicher Hexe. So wie halt tief drinnen die Vorstellung von einem alten Kräuterweiblein und der Hexe bei Hänsel und Gretel eingebrannt sind. Diese kindlichen Erfahrungen mit Hexen in Märchen lassen auch noch Erwachsene beim Auftauchen einer solchen Gestalt zusammenzucken. Vor allem vor „rußelnden“ Hexen sollte man sich in Acht nehmen.

Schrecken verbreitet auch ihr massenweises Auftreten und ihr meist wild aussehendes Hexenhäuschen. Wichtigstes Arbeitsgerät ist der Hexenbesen, der zu vielfältigem Schabernack eingesetzt werden kann. Beeindruckend ist auch das teilweise artistische Können, das nicht nur in Hexenpyramiden seinen Ausdruck findet.

Lockt die Hexe jedoch mit Süßigkeiten, kann man die Angst getrost beiseite schieben. Ein solches Erlebnis lässt einen wieder an die gute, nette Hexe glauben.

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Dienstag, 11. Januar 2011 von Andreas Westerhausen

Winter oder Frühling?

Nach den warmen, fast frühlingshaften Tagen, war ich gestern Morgen doch überrascht mein Auto leicht überschneit vorzufinden. Im Hochwinter, sprich Januar und Februar, nichts überraschendes eigentlich normal. Aber was ist heute beim Wetter noch normal. War der Dezember gegenüber dem Durchschnitt zu kalt, so ist der Januar bisher zu warm. Und dabei wäre Frost im Januar nach den Bauernregeln schon wichtig. Heißt es doch, „je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr“.

Unüblich im Januar ist auch der Nebel, der sich dank des feuchten Wetters zur Zeit in den Niederungen bildet. Hier deuten die alt hergebrachten Wetterbeobachtungen: „Braut der Januar Nebel gar, wird das Frühjahr nass fürwahr“.

Nach den etwas kühleren Tagen, bedingt durch ein Zwischenhoch, sagt der Deutsche Wetterdienst wieder mildere Temperaturen und entsprechende Niederschläge voraus. So wie es aussieht kommt der Winter bis zum Wochenende nicht zurück. Wie das Wetter sich dann weiterentwickelt bleibt abzuwarten. Eine Bauernregel verspricht jedenfalls, „wenn der Frost nicht im Jänner kommen will, so kommt er im März oder April.“

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Dienstag, 21. Dezember 2010 von Andreas Westerhausen

Die Kunst des Schenkens

Jetzt geht es auf zum Endspurt. Freitagmittag ist definitiv Schluss mit dem vorweihnachtlichen Geschenkemarathon. Bis dahin gilt es die beliebtesten, die besten Geschenke an den Mann oder Frau zu bringen. Mit großem Tamtam und viel Aufwand versucht jeder seine Ideen und Waren unter die Kundschaft zu bringen.

In dem ganzen Weihnachtstrubel geht den meisten dabei die eigentliche Idee des Schenkens verloren. Denn wer ist heute noch bereit und offen dafür, sich beschenken lassen zu können. Weihnachten hat sich zu einer großen Tauschbörse entwickelt, an der Freunde, Bekannte und Verwandte Waren untereinander austauschen. Und wehe jemand hat kein „Geschenk“ für den anderen.

Gekonnt beschreibt Reinhard Mey das Absurde dieser Situation in seinem Lied „Es ist Weihnachtstag“. Es beginnt mit einer kleinen Aufmerksamkeit für Müller-Wattenscheidt und endet damit, dass die so eingesetzte Keksdose wieder bei ihm landet. Augenzwinkernd resümiert er dann, „dass auch mit Hinterlist: Geben nun mal seliger denn nehmen ist“.

Schon vor Jahren erkannte Joachim Ringelnatz den wahren Wert des Schenkens: „... Schenke mit Geist ohne List./Sei eingedenk,/ Dass dein Geschenk / Du selber bist.“

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