Mittwoch, 4. November 2015 von Volker Schweizer

Die Botschaft ist aktueller denn je

Das Schöne an Kirchenfesten sind oft die altüberlieferten Bräuche. So zum Beispiel am Martinstag, wenn Kinder mit selbstgebastelten Laternen singend und betend durch die Straßen ziehen. In vielen Gemeinden wird die Mantelteilung nachgespielt, ein Pferd und ein Reiter führen den Umzug an. Nicht mehr überall ist die christliche Tradition aber Grundlage für das Fest. Einige Schulen und Kindertagesstätten in Düsseldorf zum Beispiel lassen zwar den Nachthimmel erleuchten, zu einer Martinsfeier wird jedoch nicht mehr eingeladen. Man lege Wert auf weltanschauliche Neu-tralität, heißt die Begründung. Vor zwei Jahren hatten schon Politiker der Linken medienwirksam vorgeschlagen, St. Martin abzuschaffen und stattdessen ein „Sonne-, Mond- und Sterne-Fest“ zu feiern. Ich finde dagegen, dass der Namenstag des Kirchenheiligen eine besondere Bedeutung hat – gerade in diesen Wochen. Denn der Bischof von Tours teilte sein Hab und Gut mit den Armen. Das ist eine wichtige und zentrale Botschaft angesichts der vielen Flüchtlinge, die bei uns Hilfe suchen.

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Mittwoch, 7. Oktober 2015 von Volker Schweizer

Hip-Hop statt Ringelreigen

Seit zwei Wochen ist meine jüngste Tochter ein Schulkind. Bei der Einschulung wurden Erinnerungen an den eigenen ersten Schultag wach. Was hat sich seither nicht alles verändert? Meine Kinder können es fast nicht glauben, dass ich ohne PC und Tablet aufgewachsen bin. Eine Bespaßung vor dem Fernseher gab es an schulfreien Nachmittagen auch nicht. Wer die Flimmerkiste einschaltete, bekam das Testbild zu sehen, „untermalt“ von einem schrillen Messton. Heutzutage ist das Smartphone längst Standard. Sicherlich schafft die fortschreitende Digitalisierung weiterhin Großartiges, was unser Alltags- und Privatleben fortwährend vereinfachen wird. Ich bin aber sehr froh, dass meine Kinder regelmäßig ihre Freunde treffen und in Vereinen aktiv sein. „Faul Ei“ wird zwar nicht mehr gespielt, und „Ringelreigen“ tanzen ist auch so was von out. Heute geht’s zum Chillen oder in die Hip-Hop-Gruppe. So abgedroschen es auch klingt: Im Zeitalter der totalen Vernetzung ist es wichtig, den Blick für das Zwischenmenschliche nicht zu verlieren. Und das gilt nicht nur für die junge Generation.

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Freitag, 4. September 2015 von Volker Schweizer

Draußen wird's wieder laut

Der Herbst steht vor der Tür. Das macht sich nicht nur langsam am Wetter bemerkbar. Der Wechsel der Jahreszeit ist auch mit ohrenbetäubendem Lärm verbunden. Die Laubsauger, die seit Tagen in allen möglichen Discountern und Gartenfachmärkten angeboten werden, kommen wieder zum Einsatz. Gas, Gas weg und Gas – die Höllenmaschinen leisten ganze Arbeit, akribisch genau. Es leuchtet mir ja ein, dass man Blätter auf Gehwegen „wegföhnt“, damit niemand ausrutscht. Aber muss das jeden Tag und schon am frühen Morgen sein? Vielleicht reicht es ja in den nächsten Wochen auch mal, zu Besen oder Rechen zu greifen. Bei nassem Laub sind die Handgeräte ohnehin die bessere Wahl.

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Dienstag, 21. Juli 2015 von Volker Schweizer

Bitte keinen Regentanz

Sich in der Sonne aalen, Eis schlecken und abends lange draußen sitzen, wer macht das nicht gerne? Der Sommer hat voll aufgedreht. Braun statt grün ist aber mittlerweile mein Rasen, und die kühle Brise am frühen Morgen reicht nicht, um das „Wohnklima“ auf ein erträgliches Maß runterzufahren. Deswegen einen Regentanz vollführen? Bitte nicht! Nach dem harten Winter haben die vielen Grippegeschädigten das Frühjahr herbeigesehnt. Und was wurde daraus? Das erste Maiwochenende und Pfingsten fielen ins Wasser, und am 22. Mai gab es in Balingen noch Bodenfrost. Auch die Schafskälte machte ihrem Namen alle Ehre. Bleibt also zu hoffen, dass uns das herrliche Wetterchen ein Weilchen erhalten bleibt. In zwei Wochen beginnen die Handwerkerferien, und da wäre es für das jetzt noch arbeitende Volk nur mehr als gerecht, wenn der Jahrhundertsommer (?) bis dahin nicht schlapp machen würde.

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Freitag, 3. Juli 2015 von Volker Schweizer

Bewegung muss Spaß machen

Von mir aus hätte man die Diskussion um die Abschaffung der Bundesjugendspiele schon vor über 30 Jahren lostreten können. Mir hat der Wettkampf um Zeit und Meter nie großen Spaß gemacht. Dies lag nicht nur an meinem mangelnden Sportsgeist, sondern zum großen Teil auch an den unmotivierten Lehrern. Nur ungern erinnere ich mich deshalb an den Sportunterricht und die großen Sportveranstaltungen im Stausee-städtle, als wir armen Schüler dazu verdonnert wurden, gegeneinander Handball oder Fußball zu spielen. Ohne Einweisung in die Regeln und meist bei sengender Hitze. Heute gibt es viele gute Aktionen, wie Schulen Kinder dazu animieren, sich mit Freude zu bewegen. Sogar schon außerhalb des Unterrichts. Ein Erfolg ist zum Beispiel die Aktion „Laufender Schulbus“ in Bitz. Mamas Auto bleibt stehen, Senioren aus der Gemeinde begleiten Erstklässler zur Schule und nach Hause zu Fuß. Und auch die Vereine leisten heute einen großen Anteil, junge Leute mit Spaß in Bewegung zu bringen – dank des mittlerweile übergroßen Angebotes und vieler engagierter und begeisterungsfähiger Übungsleiter, die sich jede Woche etwas Neues einfallen lassen. Beim Gaukinderturnfest in Balingen waren die Ergebnisse zu bestaunen.

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